Defixiones - Harmonices Inferi

Defixiones

Band: Defixiones

Album: Harmonices Inferi

Label: Naturmacht Productions

Release Date: 25.02.2012

Genre: Ambient Black Metal

Rezensent: Hellania

Trackliste:
1. Void of....
2. The Yeller
3. Unveiling of the Union
4. Triadic Cult of Morrigan
5. Quedam Massa Damnata
6. Rejecting Sickness

Lineup:
Trismegisto – all instruments

Ich bedanke mich bei Naturmacht Productions, die dieses Album zur Verfügung gestellt haben.

Beurteilung

DEFIXIONES ist ein junger italienischer Künstler, der mit „Harmonices Inferi“, sein erstes Album vorstellt. Der Tonträger ist limitiert und zudem nur auf Kassette zu erhalten. Ambient Black Metal hat sich der Artist als Ausdrucksmittel gewählt und möchte über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus, für Furore sorgen. Er spielt alle Instrumente selber ein und zeigt schon vorab, dass er ein Gespür für Harmonie und Rhythmik hat. Zudem kann er seine ganze Persönlichkeit in die Tracks einfließen lassen. Schauen wir mal, wie sein Erstlingswerk gelungen ist!

Einleitend wird eine einzelne Gitarre benutzt, die die durchgehende Melodie vorgibt und zum aggressiven Spiel leitet. Die Atmosphäre ist gespenstisch bis traurig und sehr tragend. Es gibt schnelle temporeiche Abschnitte, die sich mit den ruhigen seichten Teilen abwechseln. Veränderung ist nicht das Motto des Künstlers, der zwar im Gesang mehrere Arten verarbeitet, angefangen von extrem schriller Intonation, die man so gut wie nicht versteht und sehr bearbeitet klingt, bis hin zum gesprochenen Gesang, der oft zum Ende ertönt, ansonsten aber recht einfallslos erscheint.  

Die Riffs sind wiederholend und sehr einfach gestrickt, sodass monotones Spiel herrscht. Die Songanfänge sind meist seicht und langsam, steigern sich aber zeitweise rasch im Tempo. Typischer Depressive Black Metal wird zelebriert, der den Hörer eher in negative Schwingungen versetzt. Das Konzept ist schnell durchschaubar, denn das Grundgerüst folgt einem Schema: langsame Hintergrundmelodie, ein schriller Gesang, der eigentlich unnötig ist, da man ihn sowieso nicht versteht und kurze rasante Passagen, die trotzdem recht spärlich verwendet werden. Die Gefahr des Langweilens besteht grundsätzlich, da keine merkbaren Neuerungen zu erkennen sind. Die Titel fließen dahin und sind doch sehr identisch gespielt. Technisch versteht der Italiener es, Atmosphäre zu schaffen und diese ein ganzes Album aufrecht zu erhalten. Auch spielerisch findet er ein gutes Gefüge, um seinen Titeln ein Gerüst zu geben. Dennoch bleibt die Gleichheit und wenn man einen Song hört, weiß man, wie der Rest klingt. Unpassend sind auch die Stimmeneinspielungen bei „Unveiling of the Union“, die dazu noch mit einem Echoeffekt versehen werden und somit einen unschönen Stilbruch hervor rufen.

Fazit: DEFIXIONES steht für Ruhe und Besinnlichkeit, aber nicht für Abwechslung und Ideenreichtum. Die Songs sind, wie oben angemerkt, nach einem Schema verfasst und der Hörer verfällt schnell in Desinteresse, aufgrund der identischen Aufmachung. Die Instrumente kommen recht wenig zum Einsatz und der Großteil der Vertonungen bestehen aus Keyboard und Soundeffekten. Ein mittelmäßiges Album, das nicht unbedingt den Wunsch nach mehr fördert.

Hellania für Lady-Metal.com