Devilish Distance - Deathtruction

Devilish Distance

Band: Devilish Distance

Album: Deathtruction

Label: Mazzar Records /MDD Records

Release Date: 13.01.2012

Genre: Death Metal

Rezensent: Hardy

Tracklist:
01. Marching Forward
02. Apocalypse
03. In Hate we trust
04. Legion Christless
05. Stand
06. The nameless One
07. Legasy of Pestilence
08. Scorn
09. Perverted Existence
10. Panzerfaust

Lineup:
Stoker – Guitar, Vocals
Goger – Guitar

Doc – Bass
Krut – Drums

Vielen Dank an MDD für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Die Jungs von DEVILISH DISTANCE legen mit ihrem aktuellen Album „Deathtruction“ die Latte für ihre russischen Genrekollegen ganz schön hoch.

Schon seit 2004 ist die Kapelle in der Metalszene vertreten und erfreut die Ohren ihrer Hörer mit Lärm. Doch dieses mal setzen sie noch einen drauf!
Was bei „Under the Shroud of Lie“ schon Hand und Fuß hatte, bekommt nun noch den handwerklichen Feinschliff und eine (vergleichsweise) fette Produktion verpasst. Der Gesang erinnert wie gewohnt stark an BENEDICTION, was durchaus positiv aufgefasst werden darf.

Schon zu Beginn der Scheibe bekommt man durch ein orchestrales Intro einen Vorgeschmack auf die Epik der folgenden Songs. Der erste richtige Track „Apocalypse“ legt mit einem rockigen Refrain und einer durchgehenden Doublebase-Attacke während den Strophen gleich ein festes Fundament. Insgesamt ist die Platte eher im Midtempo-Bereich anzusiedeln, wobei einzelne Songs auf der Geschwindigkeitsskala auch gerne mal nach oben ausbrechen („In Hate we trust“). Über die gesamte Länge der Platte wird gegrooved à la alten DEBAUCHERY oder TORTURE KILLER, ohne dabei jemals nur einen Teil der Aggression einzubüßen.

Die häufig eingesetzten Gitarrensoli können sich durchaus sehen lassen und der Titel „Perverted Existence“ wird sogar mit einer Schlagzeugeinlage eröffnet, welche auch die trainiertesten Nackenmuskeln zum krampfen bringt. Am Ende gipfelt das Werk in dem Deathmetal-Oberhammer „Panzerfaust“.

Lediglich bei der Struktur der Songs hätte ich mir ein wenig mehr Abwechslung gewünscht. Hat die CD die Hälfte ihrer Umdrehungen hinter sich gebracht, kann man als Hörer quasi voraussagen, an welcher Stelle ein Solo oder andere Einlagen platziert wurden.

Fazit: Diese Scheibe tritt eigentlich einfach nur Arsch! Wer damit leben kann, dass die Songs alle einen ähnlichen Aufbau haben, darf sich auf vierzig Minuten Dauer-Propeller einstellen. Ich würde mich freuen, diese Jungs mal live in Deutschland zu sehen und bin gespannt ob sie dieses Niveau weiterhin halten können.

Hardy für Lady-Metal.com