Devils Rage - Rise of Insanity

lady-metal.com

Band: Devils Rage

Album: Rise of Insanity

Label:
Eigenproduktion

Release Date:
15.09.2012

Genre:
Melodic Death Metal

Rezensent:
Chris

Tracklist:
01. Intro
02. Because of You
03. Exit
04. Devils Rage
05. Glorious Liberation
06. Inhuman
07. Stupid

Lineup:
Stefan "Lalas" Häfliger - Vocals
Patrik "Schumi" Schumacher - Guitars
Pascal "Feschi" Fischer - Guitars
Stefan "Keule" Reinhard - Bass
Raphael "Booz" Müller - Drums

Danke an Devils Rage für das zur Verfügung stellen der EP.

Beurteilung

Mit "Rise of Insanity" liegt mir die Debüt-EP einer Band aus dem Luzerner Hinterland in der Schweiz vor. Nach einigen Rückschlägen, Umbesetzungen und Umzügen konnten sie diese am 15.September 2012 im Kulturwerk 118 in Sursee präsentieren. Seither wird sie in Eigenregie vertrieben. Die Musiker durften schon als Support für Pigskin, Cataract oder Milking The Goatmachine ihr Können beweisen.

Musikalisch hat man sich dem Death Metal der melodischen Sorte verschrieben. Los geht es mit einem kurzweiligen Instrumental-Intro, das direkt in den sechsminütigen Kracher "Because of You" mündet. Kein großes Hin und Her, sondern straight nach vorne gespielter Metal wird hier geboten, der sich größtenteils schnell und brachial über den Hörer ergießt. Kurzzeitig nimmt man etwas das Tempo heraus, um anschließend mit messerscharfen Gitarren weiterzuwalzen. Gegen Ende erstreckt sich noch ein akustisches Gitarrenoutro in diesem Song. Sehr erfrischend und angenehm. Die weiteren Stücke wie "Exit", die selbstbetitelte Bandhymne oder "Glorious Liberation" holzen wahrlich majestätisch ganze Waldstücke mit ihren Äxten nieder. Dazu kommt eine präzise, vorantreibende Drumarbeit und ein, mein persönlicher Pluspunkt, zu jeder Zeit präsenter Bass. Ebenfalls verzichtet man auf lästig-schmalzigen Klargesang und lässt den Frontmann Stefan "Lalas" Häfliger in gekonnter Manier durch das Universum der Growls Achterbahn fahren. Das Cover Artwork tut mit seiner rot-schwarzen Farbgebung, un den weiß darüber gelagerten Bandnamen bzw. Titel, nicht im Auge weh. Doch ist es interessant anzusehen, lässt einen einige Facetten entdecken und versprüht ein wenig Charme der alten Schule des Death Metal.

Fazit: Fünf Jungspunde aus der Schweiz lassen ihrer Liebe zum Metal in einer außerordentlich professionellen Eigenproduktion freien Lauf. Dazu zollen sie Old School Death Metal ihren Tribut, was der kompletten Scheibe einen rumplig-ruppigen Anstrich verpasst. Dazu packt man eine Menge ordentliches Riffing, auf den Punkt gebrachte Drums, ein wenig Doublebass und fertig ist das Produkt DEVILS RAGE. Diese selbst produzierte Debüt-EP lässt aufhorchen und sei jedem Fan von schnörkel-, und doch kompromisslosen, Metal mit der nötigen Portion Brutalität zu empfehlen. Falsch kann man da wenig bis nichts machen. Räuber Hotzenplotz würde mit Alois Dimpfelmoser und Petrosilius Zwackelmann in trauter Zweisamkeit durch die Wälder des Preußler'schen Gedankenguts rocken.

Chris für Lady-Metal.com