Diabolos Dust - Ruins Of Mankind

Diabolos Dust

Band: Diabolos Dust

Album: Ruins Of Mankind

Label: Massacre Records

Release Date: 28.10.2011

Genre: Thrash Metal

Rezensent: Flo

Tracklist:
01. Ruins Of Mankind
02. Fading To Grey
03. Blood Red Sky
04. Judgement Day
05. Creatures
06. Slave
07. Out Of Time
08. Defender
09. In Vain
10. The Mirror
11. Never Surrender

Lineup:
Jürgen Dachl - Vocals
Roland Zehrer - Bass
Stefan Fesser - Drums
Anton H. Lini - Guitar

Danke an Massacre Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Endlich ist es soweit: Das Debüt-Album der bayerischen Band DIABOLOS DUST "Ruins Of Mankind" liegt frisch vor und beinhaltet Thrash Metal von unvergleichlicher und hartgesottener Prägung. Die seit 2006 existierende Formation hat sich von Anfang an darauf geeinigt, fortan eine individuelle Richtung mit Einflüssen aus verschiedensten Metalbereichen zu kreieren und dabei das Hauptaugenmerk auf den Widererkennungswert zu legen.
Des Weiteren durfte die Band schon mit hochkarätigen Bands wie Testament, Legion Of The Damned und Sepultura auftreten, wobei sie sich zusätzlich einen Platz auf der Metalfest-Mainstage in Österreich für 2012 sicherten.

Voller Groove und ohne Kompromisse geht es im Titeltrack, der sich an der Pole-Position befindet, zur Sache. Die Gitarren überzeugen schnell durch Mehrstimmigkeit und den groß ausfallenden Einsatz von Obertönen, welche sich sehr gut in die Melodieläufe bzw. Riffs einfügen. Diese Spieltechnik beherrscht der Gitarrist hörbar gut.
Um dem Song etwas Kontrast zu verleihen, wurde von den Herren kurzerhand eine ruhige Passage eingefügt.

Nächster Haltepunkt: "Slave". Nach den vorherigen Songs, die sich in ihrem Tempo nur leicht unterschieden, zeigt sich nun eine etwas gehobenere Rhythmusvielfalt. Zu Beginn wird deshalb das Schlagzeug bzw. die Doublebass keinesfalls geschont. Nach guter Halbzeit im Album bieten "Slave" und der folgende Song "Out Of Time" die beste Gelegenheit auch mal auf die Stimme des Sängers Jürgen einzugehen. Hört man etwas genauer hin, lässt sich nach einigen wenigen Gedankengängen in der Geschichte des Metal eine ganz ähnliche Stimme finden, nämlich die des legendären Metallica-Sängers James Hetfield. Trotz dieser Stilgleichheit muss man dennoch anfügen, dass Jürgen über zwei Zusätze verfügt, die seine Individualität bestätigen: Einerseits die durch den Klargesang gefühlvolle Gabe und andererseits die pure Brachialität durch das Abschweifen zum Growling bzw. Shouting.

Mit "Never Surrender" wird der Hörer aus dem Album entlassen, wobei ihm dadurch eine wichtige Message mit auf den Weg gegeben wird: Wir werden niemals aufgeben! Und genau dies wird musikalisch in einem Song umgesetzt, der sich teilweise bereits in den Heavy Metal einordnen lässt. Mit eingängigen Riffs inklusive Widererkennungswert und gemeinsamen Shouts stärken DIABOLOS DUST das Wir-Gefühl und lassen gerade deshalb vermuten, dass die Arbeit weitergeht.

Fazit: Bei "Ruins Of Mankind" handelt es sich um ein Thrash Metal Album, das sich überwiegend im Midtempo-Bereich abspielt, wobei es dennoch ein facettenreiches Werk ist. Als Debüt-Album überzeugt es vor allem durch seine hohe Aufnahmequalität. Alle Instrumente sind gleichberechtigt und deshalb durchwegs gut hörbar. So zeigen DIABOLOS DUST musikalisch wie gesanglich durch ihre 11 Werke schlichtweg, wie sich solider Thrash Metal anhören muss. Nicht nur also für Thrash Metaller ein Kauftipp, sondern auch für Bayern, die Wert auf die Musik aus ihren Landen legen; auch Live!

Flo für Lady-Metal.com