Diabulus in Musica - The Wanderer

Band: Diabulus in Musica

Album: The Wanderer

Label: Napalm Records

Release Date: 02.03.2012

Genre: Gothic Metal

Rezensent: Laura

Tracklist:
01. A Journey´s End (Intro)
02. Ex Nihilo
03. Sceneries Of Hope
04. Blazing A Trail
05. Call From A Rising Memory (Intro)
06. Hidden Reality
07. Shadow Of The Throne
08. Allegory Of Faith, Innocence And Future
09. Sentenced To Life
10. Oihuka Bihotzetik
11. No Time For Repentance (Lamentatio)
12. The Wanderer

Line Up:
Zuberoa Aznárez - Vocals
Adrián M. Vallejo - Guitar and Screams
Xabier Jareño - Drums
Gorka Elso - Keyboard and Grunts
Alejandro Alex Sanz - Bass


Danke an Napalm Records für das zur Verfügung Stellen des Albums.

Beurteilung

Die Reviews über Gothic Metal ähneln sich ebenso, wie sich die Gothic Metal Bands ähneln. Diabulus in Musica ist hier keine Ausnahme, sondern klassischer Vertreter dieses Genres, also könnte das Review ähnlich aussehen.
Das Intro führt den Hörer in eine Welt jenseits des Alltags, in eine Welt des Theaters und der großen Emotionen, wie es scheinen will, vom Leben in die Kunst.
Die Musik der Spanier erinnert stark an eine große Bühne, das Ziel ist eindeutig Dramatik und Opernhaftigkeit. Der Gesang Zuberoas trägt hierzu entscheidend bei, ebenso die vielen Chöre. Dem entgegen gesetzt - wie sollte es anders sein - werden Growls und teilweise begleitend, teilweise entgegenwirkende Riffs und Percussion.
Die Chöre treten in fast jedem Lied auf, dabei könnten sie oft ebenso gut weggelassen werden. Das Lied an sich hat keinen Gewinn daraus, vielmehr kommt es so zu dem immer gleichen Ablauf in den Titeln. Zwar gibt es keinerlei Überraschungen, doch präsentieren sich Diabulus in Musica durchaus als fähige Musiker. Allerdings wirken sie auf mich eher als Soldaten als an Kriegsherren.
Das ruhige Duett Sentenced to Life könnte gut auch einem Disney-Film entspringen. Ähnlich gekünstelt ist die Emotionalität, die es leider überhaupt nicht schafft, zu berühren.
Ihre Gesangskünste beweist Zuberoa durchweg, aber beeindruckendes Facettenreichtum präsentiert sich nochmals mit dem letzten Titel The Wanderer. Hier verzichtet sie auf opernhaften Gesang, sondern schlägt folkloristische Züge an.
Bei Shadow of the Throne verzichtet man auf Frauengesang, was auch gut funktioniert, es ist ein energiegeladener Metalsong - glücklicherweise auch mit weniger starken Chören.
Es erinnert alles stark an Nightwish zu Tarja-Zeiten, allerdings weniger geschmeidig, eher wuchtig, die Musik erscheint mehr wie ein Holzschnitt.

Fazit: Es ist ein gutes Album, aber keines, dass fasziniert oder fesselt. Es liegt weniger am technischen Können, als am Feinschliff. Diabulus in Musica können zweifellos mit den Größen des Gothic Metal mithalten, doch müssen sie noch lernen, dass Mehr nicht immer besser ist.

Laura für Lady-Metal.com