Dibbukim - Az a Foygl un a Goylm Tantsn

Dibbukim

Band: Dibbukim

Album: Az a Foygl un a Goylm Tantsn

Label: GM Music

Release Date: 25.04.2011

Genre: Yiddish Folk Metal

Rezensent:
Flo

Tracklist:
01. Shpil di fidl shpil

02. Yidl mitn fidl
03. Rozhinkes mit mandlen
04. Hinter dem tol
05. A
Mol iz Geven a Mayse
06. Czardas
07. A
Mabl fun Mashke
08. Der Tants
09. Khaloimes
10. Oyfn Veg Shteyt a Boym
11. Der Rodmakher
12. Papirosn


Lineup:
Ida Olniansky - Vocals
Niklas Olniansky - Vocals
Magnus Wohlfart - Guitars, Bass, Keyboard
Jacob Blecher - Drums

Danke an Metal Message für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Hier haben wir das erste Album der schwedischen Folk Metaller von Dibbukim, gegründet 2009. Und es überrascht, welcher Stil da aus den Lautsprechern kommt, denn so etwas ist mir noch nie untergekommen. Sage und schreibe 12 Songs bekommt der Hörer mit diesem melodischen Werk verpasst. Vielseitigkeit hat bei den vier Schweden einen hohen Stellenwert, was sich auch an den Längen der Lieder erkennen lässt, denn diese variieren in einer Bandbreite von gerade mal 19 Sekunden bis über 5 Minuten.

Nach einem kurzen akustischen Intro geht es auch gleich in die Vollen und die Ohren werden in keinster Weise geschont. Satte Rhythmus-Gitarren mit verzerrtem Sound, so wie man es von diversen anderen Folk-Metal-Bands kennt. Melodisch ist jedes Lied, aber es werden immer verschiedene Stimmungen, mal eher traurig, dann wieder eher lustig bzw. fröhlich, übermittelt. Besonders gelungen ist die Darbietung der Melodien mit der verzerrten E-Gitarre, die zum Teil mit Geigenklang unterstützt wird. Auch der Drummer bietet eine solide Arbeit, angesiedelt im Mid-Tempo-Bereich, manchmal auch mit schnelleren Doublebass-Rhythmen. Betrachtet man den Gesang, wird es schwierig, denn der Text ist in jiddisch, einer westgermanischen Sprache mit hebräischen und slawischen Elementen, gesungen und somit nur schwer verständlich. Zudem ist die weibliche Gesangsstimme nicht gerade druckvoll, was sich auf die Gesamtheit insofern auswirkt, dass es ein gewöhnungsbedürftiger Folk Metal wird. Generell wird meistens eine Stimmung vermittelt, die zum tanzen animieren soll, nicht zuletzt durch die polka-artige Gitarrenbegleitung.

FAZIT: Das Erstwerk - da werden die Maßstäbe noch nicht so hoch gesetzt - der Schweden ist ein schönes Beispiel für einen etwas experimentellen Folk Metal, so wie man ihn im eigentlichen Sinne sehr selten geboten bekommt. Gesangstechnisch würde eine härtere Gangart sicherlich nicht schaden, somit könnte das Album nicht jedes Folk Metallers Sache sein, auch wenn die musikalische Seite sehr gekonnt dargestellt wird, besonders durch die selten vorkommenden schnelleren Melodiebögen der Solo-Gitarre.

Flo für Lady-Metal.com