DIO - The very Beast Vol. 2

DIO

Band: DIO

Album: The very Beast Vol. 2

Label: Netinfect / Niji Entertainment

Release Date:
05.10.2012

Genre: Hard Rock / Heavy Metal / Melodic Metal

Rezensent: Hardy

Tracklist:
01. Killing the Dragon
02. Push
03. The Eyes
04. Along comes a Spider
05. Better in the Dark
06. Fever Dreams
07. Black
08. Feed my Head
09. Shivers
10. Hunters of the Heart (Live)
11. One more for the Roas
12. Lord of the last Day
13. Electra (Bonustrack)
14. As long as it's not abput Love
15. This is your Life
16. Metal will never die (Bonustrack)
17. Prisoner of Paradise (Bonustrack)

Lineup:

Ronnie James Dio – Vocals
Different Musicians – Different Instruments

Besten Dank an Netinfect zur Verfügungstellung des Albums

Beurteilung

"Schüler, legt die Hefte in den Schrank und die Stifte beiseite, heute brauchen wir nur die Stereo-Anlage!"
So könnte der Satz eines Geschichtslehrers lauten, der in seinem Unterricht mal ein ganz jungfräuliches Terrain beschreiten möchte. Nämlich die unglaublichen Hits von Ronnie James Dio zwischen 1996 und seinem tragischen Tod 2010. Während vielen Menschen aus der Metaldisco eher alte Klassiker wie "Lady Evil" (noch mit BLACK SABBATH aufgenommen), "Don't talk to Strangers" oder "Holy Diver" bekannt sind, werden die späteren Songs des Rockgottes häufig leider ein wenig vernachlässigt. Da die Erfolgs-Compilation "The very Beast" zur Jahrtausendwende alle Klassiker auf einem Silberling zu sammeln versuchte, sollen gerade die späteren Hits des Musikers nun auf einer entsprechenden Fortsetzung ihren Raum finden, um selbst Jahre nach ihrer ersten Veröffentlichung zu wirken und die Seelen der Hörer zu einer ehrfürchtigen Pommesgabel zu motivieren.

Die Musik, welche dem Hörer auf dieser Scheibe geboten wird, ist selbstverständlich absolut einzigartig. Bands wie RAINBOW oder HEAVEN AND HELL haben gezeigt, dass Dio mit all seinen musikalischen Versuchen und Experimenten im wahrsten Sinne stets ins Schwarze getroffen hat. Unzählige Mattenschwinger und Kuttenträger erbauten über mehrere Generationen ein Monument, welches heute noch  in die Weiten des Metalhimmels aufragt und hoffentlich auch in zwanzig Jahren noch jungen Musikern als Leitstern dient.

Ich halte es für absolut blasphemisch in irgendeiner normativen Art und Weise über die Musik eines solchen Veterans zu schreiben. Deshalb möchte ich lieber Auskunft darüber geben, was auf dieser Zusammenstellung geboten wird und ob sich der Kauf auch für Fans lohnt, die glauben, bereits alle wichtigen Werke in ihrer Heimsammlung stehen zu haben.

Wie vermutet sind auf "The very Beast Vol. 2" einige Hits des Musiks und seiner Truppe enthalten. So findet sich auf der CD beispielsweise die letzte veröffentlichte Single "Electra" (Kenner wissen, dass diese Auskopplung eine absolute Rarität war und seither nicht wieder released wurde) oder der Klassiker "Push". Gemischt wurden diese Stücke mit Besonderheiten wie einer Liveversion von "Hunters of the Heart" oder dem seltenen "Metal will never die".

Diese Mischung enthält somit nicht nur bekannte Gassenhauer, sondern auch Material, dass für den ein oder anderen Hardcore-Fan als Kaufanreiz dienen sollte. Wer sich mit den letzten Werken des Großmeisters bis heute kaum auseinandersetzen konnte, sollte die Augen in nächster Zeit ohnehin offenhalten. Dieses feine Scheibchen wird mich sicherlich in der nächsten Zeit ständig begleiten, ob ich dusche, Auto fahre, auf dem Weg zur Uni bin oder abends mit ein paar Freunden und einem herben Bier auf der Veranda sitze. Ich hoffe es geht nicht nur mir so. DIO will never die!

Fazit: Eigentlich halte ich nicht allzu viel von Best-of-Alben oder anderen Zusammenstellungen, die häufig nur veröffentlicht werden, um aus altem Material noch ein wenig Potential heraus zu kitzeln. "The very Beast Vol. 2" ist meiner Meinung nach allerdings etwas völlig anderes. Kultklassiker wechseln sich mit Raritäten und Besonderheiten. Die Idee quasi nahtlos an das letzte Best-Of anzuknüpfen, indem man nur Songs aufnimmt, die erst nach 1996 veröffentlicht wurden, verleiht dem Ganzen noch einen zusätzlichen Reiz. Eine ähnliche Compilation ist mir bis jetzt nicht bekannt.
Ich würde dieser Scheibe ohne lange zu zögern ein TÜV-Zertifikat ausstellen. Der Heavy-Metal-Arzt empfiehlt daher: "Nehmen Sie so viele Tabletten wie möglich! Überkonsumieren können Sie den Stoff gar nicht. Die einzige Nebenwirkung ist gnadenloses Headbangen."

Hardy für Lady-Metal.com