El Caco - Hatred, Love & Diagrams

El Caco

Band: El Caco

Album: Hatred, Love & Diagrams

Label: Indie Recordings

Release Date: 27.01.2012

Genre: Stoner Rock

Rezensent: Chris

Tracklist:
01. After I'm Gone
02. Hatred
03. Autopsy
04. Equivalence
05. Go Forward
06. Confessions
07. Sixty To Zero
08. Skeleton
09. She Said
10. Disconnect

Lineup:
Øyvind Osa – Vocals / Bass
Anders Gjesti – Guitars
Fredrik Wallumrød – Drums

Danke an Indie Recordings für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Zugegeben, der Name EL CACO ist für den deutschen Sprachraum wohl eher unglücklich gewählt. Und auch mir entlockte dieser ein kurzes Grinsen beim Sichten des Promomaterials. Hier sind sie auch noch ein weitestgehend unbeschriebenes Blatt, das aber schon seit 14 Jahren existent ist und mit "Hatred, Love & Diagrams" das mittlerweile sechste Studialbum veröffentlicht.

Musikalisch bietet das Trio aus Norwegen staubtrockenen und dennoch eingängigen Stoner Rock direkt aus der Wüste. Dabei denkt man natürlich zwangsläufig an die Genre-Größe Kyuss, aber auch an neuere Veröffentlichungen wie z.B. "V" von Karma To Burn oder Lonely Kamel's "Dust Devil". Das ganze hat auch noch einige Classic-Rock-Elemente (als Referenz seien hier Riotgod genannt) und einen leicht psychedelischen Einschlag, der in Zügen an Graveyard erinnert, zu bieten.

Herausragende Earcatcher gibt es dabei in Form von "Autopsy", das mit einer herrlichen Hookline versehen wurde. "Confessions" und "Sixty To Zero" klammern sich ebenfalls nach diesem Muster im Gehör fest. Somit sind diese markanten Passagen schon mal kein glücklicher Zufall, sondern das Ergebnis von Gespür für Songwriting. Doch gibt es dann auch Stücke wie das flott-schwingende "Go Forward" oder das eher melancholisch-getragene "She Said", die vom Hörer Aufmerksamkeit und Arbeit erfordern.

Fazit: Im Gesamtbild bietet "Hatred, Love & Diagrams" einiges an Abwechslung, die man vom Stoner-Genre so nicht zwangsläufig gewöhnt ist. Die einen Songs gehen ins Ohr, die anderen haben immenses Wachstumspotential. Vor allem der klassische Rockeinschlag nimmt den Stücken von EL CACO ein bisschen Trockenheit ab und damit können sie auch mächtig punkten. Die Produktion ist sauber und verdirbt einem zu keiner Zeit den Spaß beim Hören. Zwar werden die Norweger auch nach diesem Album nicht die Speerspitze des Stoner Rocks bilden, jedoch können sie ihre Stellung mit Sicherheit festigen und noch ein paar neue Hörer dazu gewinnen. Eine starke Scheibe, die Spaß macht - und auf den Frühling hoffen lässt.

Chris für Lady-Metal.com