Enshadowed - Magic Chaos Psychedelia

Enshadowed

Band: Enshadowed

Album: Magic Chaos Psychedelia

Label: Pulverised Records

Release Date: 28.01.2012

Genre: Black Metal

Rezensent: Hardy

Tracklist:

01. Stary Throne Of It
02. Is Venit Ex Abyssus
03. Black Holes, Death Planets
04. The Scenario
05. Surrealistic Shade Of Color Black
06. Dethroned
07. Inner Psy-Trip
08. The Dual Hypostasis Of Nihil
09. Magic Chaos Psychedel

Lineup:
Serpent - Vocals
N.e.c.r.o - Guitars
Golgotha - Bass
I.K. - Drums

Besten Dank an Pulverised Records zur Verfügungstellung des Albums

Beurteilung

Ach ja, das gute alte Griechenland. Während ROTTING CHRIST durch Eurpoa touren und die Songs ihrer Anfänge zum Besten geben, schicken sich ENSHADOWED an, neues Material zu präsentieren. Ganze 10 Jahre ist die letzte Scheibe „Intensity“ alt. Fans der okkulten Panzerstaffel wurden in der Zwischenzeit lediglich mit Compilations und Split-Veröffentlichungen gnädig gestimmt. Doch diese Zeiten sind nun endlich wieder vorbei. Die schwarze Gemeinde fordert ein Blutopfer, das seinesgleichen sucht. Ob die neue Scheibe mit dem obskuren Namen „Magic Chaos Psychedelia“ die wütende Menge besänftigen kann, soll unseren Lesern natürlich keinesfalls vorenthalten werden.

Die Songs beschränken sich diesesmal größtenteils auf beinahe erschreckend konventionelle Spielzeiten. Dies hat zur Folge, dass große Experimente oder progressive Einschübe ausbleiben. Stattdessen wird sich stark an dem Stil des „True Norwegian Black Metal“ orientiert. Vorallem BEHEXEN, ANGANTYR und TAAKE scheinen hier als Vorbilder fungiert zu haben. Ob dieser Sound als brilliant oder doch eher langweilig einzustufen ist, dürfte somit stark mit den Erwartungen des Hörers zusammenhängen. Wer gar keine Lust darauf hat, mit bösen Überraschungen konfrontiert zu werden, wird sich mit Sicherheit an der Beständigkeit des Albums erfreuen. All jene, die stattdessen mit einer individuellen und einzigartigen Scheibe gerechnet haben, werden hingegen etwas in die pechschwarze Röhre schaun müssen.

Doch was genau wird musikalisach eigentlich geboten? Songs wie „Dethroned“ oder „The Dual Hypostasis Of Nihil” erzeugen durch saubere Gitarrenarbeit à la DARK THRONE. Die Drums glänzen zudem immer wieder durch extreme Geschwindigkeitswechsel. Während in einem Moment nur dezente Toms und Beckenklänge wie der Bach aus einer winterlichen Weihnachtslandschaft vor sich hin plätschern, dröhnen bereits wenige Sekunden später Doublebase-Gewitter und faustgroße Hagelkörner aus den Boxen. Gerade das Zusammenspiel aus morbiden Klampfen und wechselhaftem Schlagzeugsound schafft es dem Hufträger einen warmen Empfang zu bereiten. Leider schaffen es nicht alle Songs diese Qualität zu halten. Gerade der Beginn des Albums zieht sich in die Länge und benötigt einige Zeit, bis er erstmal richtig in Fahrt gekommen ist.

Fazit: ENSHADOWED liefern mit „Magic Chaos Psychedelia“ mal wieder ein rundes Werk ab. Für meinen Geschmack ist es diesmal allerdings fast schon etwas zu rund geworden. Diesem Kreis ist die Quadratur verloren gegangen, an der man sich stoßen kann. Trotz souveräner Leistung an den Instrumenten wird der Hörer an keiner Stelle wirklich verunsichert oder provoziert. Ich persönlich hätte mir hier etwas mehr Spucke in meinem Kaffee gewünscht.

Hardy für Lady-Metal.com