Enthroned - Obsidium

Bandname

Band: Enthroned

Album: Obsidium

Label: Agonia Records

Release Date: 20.03.2012

Genre:
Black Metal

Rezensent: Hellania

Trackliste:
01. Sepulchred Within Opaque Slumber
02. Nonus Sacramanetvm – Obsidium
03. Horns Aflame
04. Deathmoor
05. Oblivious Shades
06. The Final Architekt
07. Petraolevm Salvia
08. Cracle Ov Void
09. Thy Blight Vacuum

Lineup:
Nornagest – Vocals, Guitar, Keyboard
Nguaroth - Guitar
Phorgath – Bass
Ahephaim – Drums

Danke an Agonia Records, die dieses Album zur Verfügung gestellt haben.

Beurteilung

Explosiv und energiegeladen, so kennt man ENTHRONED. Auch das neue Album „Obsidium“ soll dem in Nichts nachstehen. Die Belgier entwickeln sich stetig weiter und bringen immer neue Facetten in ihre Werke. Düstere Atmosphäre gepaart mit raffinierten Riffs und rasantem Tempo sind Kennzeichen dieser Truppe, die durch den markanten Gesang ein ausdrucksstarkes Gewand erhalten. Perfektion an allen Fronten ist das Gebot, denn auch das Cover der neuen Scheibe passt sich dem Konzept des Albums an.

Musikalisch herrscht ein Orkan der Schnelligkeit. Die Songs rattern alle wie ein MG - Feuer in die Ohren des Hörers. Die tief gestimmten Gitarren bilden mit dem Gesang den Mittelpunkt. Zeitweise herrscht eine leise Hintergrundmelodie, wie im Titel „ Sepulchred Within Opaque Slumber“, die geraden diesem Track einen melodischeren Charakter verleiht. Der Aufbau ist oft ähnlich gewählt und weist klare Strukturen auf, die aus hartem schnellen Geknüppel bis hin zu ruhigeren tragenden Parts bestehen. Der rauchige Shout setzt sich über alles hinweg und zeigt ein Ineinanderfließen auf, sodass kein Abbruch entsteht. Die Machart der Belgier ist klar erkennbar und unverwechselbar.

Soundeffekte sind nicht nötig, denn sie würden das radikale Bild nur stören. Man verlässt sich auf die Erfahrung der Musiker und ist damit auch gut beraten. Der satte Sound gehört zu ENTHRONED, wie die Nacht zur Finsternis. Das Werk im Ganzen betrachtet, spiegelt das Bild der Monotonie wieder, denn die instrumentale Umsetzung und die Gesangsstrukturen sind in jedem Song so gut wie identisch. Bass und Schlagzeug fungieren als Hintergrundbegleitung und runden „Obsidium“ ab.

Dennoch gibt es eine Schattenseite, die in einer aufkommenden Langeweile bestehen könnte. Aufgrund der Aufbauten sind die Songs durchschaubar und bieten wenig Neuerungen oder Überraschungen. Die Gefahr, dass man sich die Platte nur einmal anhört, ist definitiv gegeben. Man sollte dem Hörer in der Zeit des Überhangs mehr bieten können, gerade bei solch einem Erfahrungsschatz, wie es die Belgier vor zu weisen haben. Man setzt auf Geschwindigkeit und Brutalität und wagt nicht das Spiel mit wechselnden Tempi.

Fazit: Wer auf brutalen rohen Black Metal steht, dürfte mit „Obsidium“ eine neue Scheibe für die Sammlung gefunden haben. Harte Riffs, brachialer Gesang und rasches Tempo sind hier im Übermaß zu finden. Der Volksmund würde sagen:“Auf die Fresse!“ - denn das empfindet man beim Hören. Dennoch technisch sauber und vom Sound gut abgemischt, kann sich das neue Werk von ENTHRONED sehen lassen.


Hellania für Lady-Metal