Ereb Altor - Fire meets Ice

Ereb Altor

Band: Ereb Altor

Album: Fire meets Ice

Release Date: 26.07.2013

Label: Cyclone Empire

Genre: Viking/Doom Metal

Rezensent: Michi

Tracklist:
01. FIRE MEETS ICE
02. THE CHOSEN ONES
03. NIFELHEIM
04. MY RAVENS
05. SACRIFICE
06. HELHEIMSFÄRD
07. THE DECEIVER SHALL REPENT
08. POST RAGNARÖK
09. OUR LEGACY

Line-Up:
Ragnar – Vocals, Guitar, Bass
Mats – Vocals, Guitar, Bass, Keys
Tord - Drums

Danke an Cyclone Empire für das Bereitstellen des Materials.

Beurteilung

Nur kurz nach ihrem letzten Release "Garstrike" melden sich die Schweden von EREB ALTOR wieder zurück und bringen einen neuen Silberling zum Vorschein, welcher auf den Namen "Fire meets Ice" hört. Waren bei ihrem letzten Album noch vermehrt Black Metal Einflüsse zu hören, wie man sie bei den Schweden eigentlich nicht gewohnt war, berufen sie sich mit "Fire meets Ice" wieder auf ihre Wurzeln zurück und doomiger Viking Metal mit Bathory als Inspirationsquelle schallen aus den Boxen.

Bereits der erste namensgebende Song "Fire meets Ice" gibt einen wundervollen Einblick in das Album und verpackt alles, wofür EREB ALTOR steht, in einem Lied. Ein atmosphärisches und schwermütiges Piano leitet das Stück ein und wird sogleich von schweren Gitarrenriffs abgelöst, welche eine beklemmende Stimmung schaffen. Auch das Schlagzeug bewegt sich eher im langsamen Bereich, auf Blastbeats wird verzichtet, was sich jedoch nur positiv auf die Atmosphäre der Songs auswirkt. Der Gesang variiert zwischen rauchigem Kehlgesang und krächzenden Black Metal Schreien, man fühlt sich von dem ganzen Arrangement in die düstere Welt der nordischen Mythologie versetzt und man wird das Gefühl nicht los, eine metaphysische Reise durch Niflheim angetreten zu haben. Genau dorthin führt uns dann auch der dritte Song des Albums. "Nifelheim" besticht vor allem durch seinen unglaublich emotionalen Kehlgesang und den Wechsel zwischen akustischen Gitarrenparts und dem verzerrten, vor Verzweiflung ergriffenen, Refrain. Dieses Motiv zieht sich durch das ganze Album, sowohl akustische Intermezzi als auch tiefe Riffs, unterlegt von dezenten Keyboard Einsätzen kommen zum Vorschein. Monoton wird es jedoch nie, jeder Song hat etwas Einzigartiges, egal ob ein epischer Chor, oder furchteinflösende Rhythmen, die von der Ankunft der Drachenschiffe künden. Sein Ende findet das Album dann durch den Song "Our Legacy", welcher weitaus heller und leichter wie der Rest des Albums zu sein scheint. Wie schon beim ersten Song, setzt hier das Piano ein und eine traurige Melodie, von der Gitarre getragen und vom Gesang unterstützt, untermalt das Bild des Endes der Reise, durch die nordische Mythologie und Sagenwelt. Zugleich lässt sie jedoch auch darauf hoffen, dass uns EREB ALTOR ein weiteres Mal dorthin mitnehmen werden.

Fazit: Trotz der ganzen Parallelen die immer gerne (und  zurecht) zwischen EREB ALTOR und Bathory gezogen werden, sind sie weitaus mehr, als nur die Erben von Quorthon. Mit "Fire meets Ice" schaffen es die Schweden ein sowohl beklemmendes, als auch episches Werk zu Tage zu bringen, welches sich vor allem durch seine Einzigartigkeit und Atmosphäre einen Namen machen kann. Was hier produziert wurde, liegt fernab der kommerzialisierten Pagan Branche, sondern beinhaltet den wahren Geist dreier Künstler.

Michi für Lady-Metal.com