Ewigheim - Bereue Nichts

Band: Ewigheim

Album: Bereue Nichts

Label: Massacre Records

Release Date: 25.05.2012

Genre: Dark/Gothic Metal

Rezensent: Laura


Tracklist:
01. Heimkehr/ Bereue nichts
02. Staub
03. Stahl trifft Kopf
04. Morgenrot
05. Schatten
06. Schmutzengel
07. Was bleibt
08. Dürrer Mann
09. Der letzte Mensch
10. Mal ehrlich
(Digipak Bonus Track)


Lineup:
Yantit: Rhythmusgitarren, Programmierungen
Allen B. Konstanz: Gesang, Schlagzeug
Schwadorf: Leadgitarren


Besten Dank an Massacre Records für das Material.

Beurteilung

Ewigheim sind zurück!


Und das erste, was auffällt: Die Stimme von Allen B. Konstanz ist anders geworden. Sang diese auf Heimwege noch im typischsten Gothic-Stil, so ist nun Abwechslung angesagt. Es reicht von höherem, professioneller klingendem Gesang (Bereue Nichts, Stahl trifft Kopf) über die klassische Samsas-Traum-Theater-Präsentations-Stimme (Staub), bis hin zu Rammsteinähnlichen Klängen beim Bonustrack Mal Ehrlich,  wobei die klassischen Ewigheim-Töne auch zu finden sind (Was bleibt).


Auch sonst sind Änderungen und Abwechslung angesagt: Beim Line-Up fällt auf, dass aus dem Duo ein Trio geworden ist, Schwadorf ist nun für die Leadgitarren verantwortlich. Musikalisch bieten Ewigheim weiterhin ein breites Spektrum. Morgenrot und Dürrer Mann sind mehr elektronisch angelastet, der Refrain beider Lieder ist ewigheimtypisch eher eine fröhliche und eingängige Melodie, die Programmierungen ebenso - im Kontrast zu den Texten. Stahl trifft Kopf ist eher schwer und langsam gespielt, doomig schwer kommen die Titel daher. Bereue Nichts dagegen beginnt langsamer, entpuppt sich dann im Refrain als Rocknummer, Staub ist auch eher härterer Rock. Härter sind Ewigheim auch geworden, so ist diesmal keine Ballade wie Odem oder Mondtier dabei, wie sie noch auf Heimwege zu finden waren.
Die Einheit des Albums wird durch die wiederkehrerenden Programmierungen und  ähnliche Grundmuster gewährleistet. Es ergibt sich dadurch ein rundes Gesamtbild.


Textlich sind Ewigheim weiter von den Splatter-Bildern von Mord nicht ohne Grund abgewichen und auch die Käfermotive wie bei Heimwege sind nicht wieder zu finden. Sie sind poetischer geworden, aber auch zynischer. Motiv ist diesmal kaum weniger als das Leben selbst in seiner vollen Undankbarkeit. Dafür aber sind alle wirklich gleich vor Ewigheim.


Fazit: Ewigheim werden nach Reifezeit auch besser, es ist abwechslungsreiches und gut produziertes Album. Es ist spannend und intelligent - und jede Empfehlung wert.