Eye beyond Sight - The Sun and the Flood

Eye beyond Sight

Band: Eye beyond Sight

Album: The Sun and the Flood

Label: Massacre Records

Release Date: 23.03.2012

Genre: Groove Metal

Rezensent: Hardy

Tracklist:
01. Sick Society
02. Redemption
03. Fro Stars to Scum
04. Self Possession
05. That Hurts
06. God's Bit
07. Blast
08. Screams from your Childhood
09. We care
10. The Sun and the Flood

Lineup:
Tamás Patonyi – Vocals
Attila Sill – Guitar, Vocals
Zoltán Machala – Guitar
Juraj Tóth – Bass
Bálint Varga – Drums

Besten Dank an Massacre Records zur Verfügungstellung des Albums

Beurteilung

EYE BEYOND SIGHT haben es in den letzten Jahren zu einer festen Größe in der slowakischen Musik-Szene gebracht und durften die Massen schon als Vorband von SEPULTURA ins Schwitzen bringen. Der 2007 erschienene Erstling „Dies ad Quem“ wurde damals noch selbst released und somit bin ich gespannt, was die neue Scheibe, diesmal in einer Labelproduktion entstanden, zu bieten hat.

Bereits die ersten angeschlagenen Gitarrenseiten lassen die Nackenmuskeln zucken und laden zum Headbangen ein. Hier wird eine moderne Mischung aus Trashmetal und Metalcore geboten, die den Hörer zum Abgehen provoziert. In beinahe jedem Song herrscht ein steter Wechsel zwischen doomigem Midtempo-Riffing und brachialen Uptempo-Einlagen. Manche Songs profitieren hierbei eher von der düsteren Atmosphäre („Redemption“), andere wiederum von den unvorhersehbaren Breaks und den dreckigen Punkeinschlägen („Self Possession“, „Screams from your Childhood“).

Besonders gut gefällt mir der Gesang von Tomi und Doki, der zwischen tiefen Growls und hardcorigem Gruppengesang variiert. Zu Beginn von „That Hurts“ wird sogar mit einer Art Sprechgesang aufgewartet.

Entspricht die Musik am Anfang der Platte noch eher dem modernen Trashmetal aus dem Hause EKTOMORF, bekommen die Lieder im weiteren Verlauf immer stärkere Death-Einschläge (Spätestens ab „God's Bit“ sind diese stets mit von der Partie).

Insgesamt erinnert mich der Stil dieser Musik sehr stark an Bands wie UNDERTOW, CROWBAR oder ZATOKREV. Allerdings wird hier meist etwas schneller ans Werk gegangen, als es bei den Genrekollegen der Fall ist.

Fazit: „The Sun and the Flood“ versteht es zu überraschen und eine gewisse Abwechslung zu bieten. In einem Moment möchte man die Augen schließen und genießen, im nächsten fühlt man sich zum Violent Dancing verführt. Ich kann diese Platte eigentlich nur jedem empfehlen der in diesem Bereich ein wenig offen ist. Allerdings möchte ich auch jeden warnen, der vielleicht mit Musik à la „Chaos A.D.“ von SEPULTURA rechnet. EYE BEYOND SIGHT gehen insgesamt recht modern ans Werk. Old-Schoolern sei also ein vorsichtiges Probehören empfohlen, bevor ins Regal gegriffen wird.

Hardy für Lady-Metal.com