Fallbrawl - Pure Mayhem

Fallbrawl

Band: Fallbrawl

Album: Pure Mayhem

Label: Massacre Records / BDHW Records

Release Date:
07.12.2012

Genre: Hardcore

Rezensent:
Hardy

Tracklist:

01. Bring It On
02. Eyes For An Eye
03. Alliance
04. Stone Cold
05. Can You Dig It
06. Interlude
07. Clenched Fist
08. Mayhem
09. Hard To Forget
10. Restless
11. Burden Of Disease
12. The End

Lineup:
A.K. - Vocals
Paddy - Guitars
Stefan - Guitars
Walle - Bass
Norman - Drums

Besten Dank an Massacre Records zur Verfügungstellung des Albums

Beurteilung

Glatze gefettet, Basecap ins Gesicht gezogen, die Streetwear-Klamotten aus dem Schrank gefischt und bereit gemacht für die wöchentliche Wall of Death durch den Hausflur! Der Ruhrpott-Fünfer FALLBRAWL hat sein zweites Album veröffentlicht und möchte mit einem ordentlichen Moshpit junge Menschen wieder näher zusammenbringen.

Der Opener „Bring it on“ scheißt im wahrsten Sinne des Wortes auf verspielte Intros oder nette Floskeln zur Begrüßung. Stattdessen wird unmittelbar auf die Zwölf geknüppelt. Dieser Songs steht archetypisch für einige Tracks dieser Scheibe. Kurze Spielzeiten, starke Thrash-Einflüsse und Blastbeats bist der Circle die Schallgeschwindigkeit erreicht hat – Genau das ist hier Programm.

Leider wird immer wieder von diesem Grundlagenrezept für deutschen Hardcore abgewichen, um unkonventionelle Versuche zu wagen. Der Titel „Alliance“ versucht beispielsweise durch eine längere Hiphop-Einlage zu überzeugen, rutscht dadurch allerdings nur in die Crossover-Schublade. Ich persönlich finde dies äußerst schade, da der ansonsten recht brutale Sound diese unauthentischen Experimente meiner Ansicht nach gar nicht nötig hat. Einen weiteren solcher Ausrutscher stellt die Akustikeinlage „Interlude“ dar. Mir wäre es wesentlich lieber gewesen, wenn der Schuster in diesem Fall einfach bei seinen Leisten gebleiben wäre.

Die Leisten sitzen bei dieser Scheibe dafür umso besser. HATEBREED und BIOHAZARD können sich schonmal ihre Wollmützen aus den Wintersache suchen, denn bei der Konkurrenz ihrer deutschen Kollegen müssen sie sich wohl schon bald warm anziehen. FALLBRAWL sind und bleiben roh wie ein verschweißtes Steak in der Kühltheke der nahegelegenen Supermarktkette. Wer schon mit dem längst aufgelösten Underground-Urgestein GODDAMN oder den Szeneheroen SEVENTH STAR aufsteht, wird deshalb sicherlich auch mit den Jungs aus dem Ruhrpott etwas anfangen können.

Fazit:
Wer die netten Jungs von nebenan sucht, kann gleich wieder gehen, denn hier wird er sie mit absoluter Sicherheit nicht finden! Stattdessen wird rauher Hardcore im europäischen Stil gespielt, der sich jedoch auch gerne bei den metallastigen Kollegen aus Übersee bedient. Zu meinem Leidwesen werden manche Songs fast schon kaputtexperimentiert. Die Songs aus den traditionelleren Gefilden rocken dafür aber ordentlich die Hütte.

Hardy für Lady-Metal.com