Finsterforst - Rastlos

Band: Finsterforst

Album: Rastlos

Label: Napalm Records

Release Date: 23.11.2012

Genre: Epic Pagan Metal

Rezensent: Roba

Tracklist:
1. Nichts als Asche    
2. Fremd    
3. Am Scheideweg    
4. Stirbt Zuletzt    
5. Ein Lichtschein    
6. Rast    
7. Flammenrausch

Lineup:
Tobias Weinreich     - Bass
Simon "das S!" Schillinger - Lead, rhythm & acoustic guitars, synth & orchestral arrangements & programming
Sebastian "AlleyJazz" Scherrer - Keyboards
Johannes Joseph - Clean vocals, Accordion
David Schuldis - Rhythm guitars
Cornelius "Wombo" Heck - Drums
Olli Berlin - Haxian Vocals

Besten Dank an Napalm Records für das Material

Beurteilung

Finsterforst ist eine deutsche Pagan Metal Truppe, die sich in ihren Anfängen stark dem teilweise epischen, aber Humpaa verschrieben hatte. Charakteristisch war das Akkordeon, welches schwungvolle (und manchmal etwas nervige) Melodieparts übernahm. Schon mit "dem Tode nahe..." zeigten sie jedoch ihre dunkle, epische Seite, ihre Schokoladenseite quasi intensiver, und konnten bei mir damit Pluspunkte sammeln. Auch der klar hörbare Moonsorroweinschlag gefiel mir gut, gibt es doch viel zu wenige Bands, die diesen Stil spielen.
So war ich hellauf begeistert, als ich mir dieses Album zu Gemüte führen durfte. Als eingefleischter Moonsorrowfan wusste ich schon ab dem Intro, was sehr stark an Tulimyrsky erinnert, wo der Pfad hinführt. Es ist in der Tat ein von dem finnischen Vorbild geleitetes und inspiriertes Werk. Die Produktion ist bewusst darauf eingelegt und bis Gesang erklingt, könnte man meinen, die Sorvali-Cousins aus dem Saunaland hätten wieder zugeschlagen. Auch die Kompositionen haben diese Eigenschaft. Wirklich Finsterforst ist in meinen Ohren der Gesang, der sehr oft klar  und epischer ist und wenn geschrien, nicht ganz so schwarzmetallisch erschallt, wie der von Ville Sorvali. Hinzu kommt das Akkordeon, was aber sehr viel weniger Einsatz findet und dennoch dem Ganzen dieses eigene Element verleiht und man spätestens dann merkt, dass es Finsterforst sein muss. Neben den typischen Keys, nutzen die Herren aus dem deutschen Lande auch mehr orchestrale Instrumente als ihr finnisches Vorbild.

Fazit: All das fügt sich zusammen zu einem der atmosphärischsten Alben des Jahres 2012. Man könnte zwar bösartig behaupten, dass hier wenig Originelles aufzufinden sei und man die Band eigentlich Moonsorrow nennen könnte. Aber so einfach ist es nicht. Es ist Finsterforst, die wohl einer ihrer Lieblingsbands ein Denkmal gesetzt haben. Zumal Moonsorrow diesen Pagan Stil nicht mehr so spielen, sondern seid ihrem neuesten Album etwas ganz Eigenes.

Roba für Lady-Metal.com