Gehenna - Unravel

Lady_Metal

Band: Gehenna

Album: Unravel

Label: Indie Records

Release Date: 14. Oktober 2013

Genre: Black Metal

Rezensent: Flo

Tracklist:
01. The Decision
02. Unravel
03. Nothing Deserves Worship
04. Nine Circles of Torture
05. A Grave of Thoughts
06. Lead to the Pyre
07. End Ritual
08. Death Enters

Lineup:
Dolgar – Bass
Sanrabb - Giutar & vocals
Skinndød – Guitar
Slaktaren – Drums

Vielen Dank an Indie Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

GEHENNA listen mit "Unravel" ein weiteres Album in ihre Diskographie. Die jüngste Release ist somit die Zweite im Hause Indie Recordings. Seit 1993 und damit bereits über 20 Jahre gibt es die Norweger, wobei sie eher der Underground Szene zuzuordnen sind.

Es ist einfach immer wieder die Ästhetik der norwegischen Bands, womit sie sich von ihren skandinavischen Nachbarn unterscheiden. Trägheit in den Songs macht es möglich, sich auf die hymnenhaften Details zu konzentrieren. Der Charakter der Band äußert sich vom ersten Song "The Decision" an als sehr düster.
In "Unravel" hingegen wird das Tempo um einiges angehoben. Mit tiefen Riffmelodien in sehr eintöniger Aufmachung geht die Reise los. Dabei kommt trotz der Schnelligkeit ein depressiver Unterton zum Vorschein, der nicht zuletzt durch die oftmaligen Wiederholungen der wenigen Riffs im Song erreicht wird.
Die Produktion ist dabei durch ihre Reinheit sehr gelungen, auch wenn der Gesang etwas zu thrashig ist.

"Nothing Deserves Worship" beginnt sehr träge und mündet im gemütlichen Blastbeat, gleich wie beim Vorgänger. Stilistisch bekommt man wieder tiefe Riffs zu Ohr, wobei man aufgrund der ähnlichen Struktur meinen könnte, diese bereits im vorherigen Song gehört zu haben. Und damit stellt sich die Band auch in ein gewisses Randlicht. Hier merkt man einfach, dass die Ideenvielfalt begrenzt ist.

Einzig "A Grave Of Thoughts" setzt durch sein anmutiges Tempo und seinen anderen Aufbau Akzente im Verlauf des Albums. Dissonanzen geben dazu einen guten Eindruck und ebenfalls der stetige Aufbau des ersten Riffs in immer höhere Lagen, bis es zur Wiederholung gelangt, wirkt gekonnt.
Über die Songs und durch das ganze Album hinweg fällt auch auf, dass die verschiedenen Rhythmen am Schlagzeug ausschließlich mit dem Hi-Hat gespielt werden und durch Crash-Becken betont wird. Hier würde schon ein sporadischer Wechsel auf das Ride-Becken Kontraste erzielen.

Fazit: GEHENNA schaffen es mit ihrem neuen Album "Unravel" nur schwer zu überzeugen. Es fehlt einfach die Würze und die Vielfalt, auch wenn die Produktion nicht von schlechten Eltern ist. Trotzdem bleiben viele Songs wegen ihrer Monotonie auf der Strecke. Hier könnte man noch viel mehr Ideen und Vielfalt einbringen. Bleibt am Schluss nur die Frage, ob das die Band so wollte oder nicht besser konnte?
Für Fans wird es wohl den gewünschten Erfolg erzielen und sollte deshalb auch nicht im Regal fehlen. Für anspruchsvolle Black Metaller könnte es zu einfältig ausfallen.

Flo für Lady-Metal.com