Goregast - Desechos Humanos

Bandname

Band: Goregast

Album: Desechos Humanos

Label: F.D.A Rekotz

Release Date: 09.09.2011

Genre: Deathmetal / Grind

Rezensent: Hellania


Trackliste:
01. Desechos Humanos
02. Puerco De Dinero
03. Hornor The Dead
04. Corta La Coleta
05. Nice Guy Next Door
06. Necrophagic Pathologist
07. The Boozer
08. Capa
09. Unslave Yourself

Lineup:
Rico Unglaube – Gesang
Steve Kleinert - Gitarre
Rico Krause – Gitarre
Ronny Thiel – Bass
Josch Stritze – Schlagzeug


Ich bedanke mich bei Goregast, die dieses Album zur Verfügung gestellt haben.

Beurteilung

Die Band aus Berlin versank leider in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit, doch ihre Fans haben sie nicht fallen gelassen. GOREGAST sind zurück und präsentieren sich so stark wie nie zuvor. Das neue Album „ Desechos Humanos“ schlägt ein, wie ein Bombenhagel. Hartes Riffing gepaart mit exzellenter Drum Technik und einem Sänger, der nicht nur den aggressiven Growl beherrscht, zieren die Scheibe.


Musikalisch ist sich das Quintett treu geblieben und zelebriert immer noch ein wahres Gemetzel in ihren Titeln. Die Songs sind brutal und roh, aber auf der anderen Seite auch feiner strukturiert und auf gar keinen Fall Mainstream. Wer 0815 Death Metal erwartet, ist hier definitiv falsch. Abwechslung steht ins Haus und macht sich gerade im stetigen Tempowechsel bemerkbar. Rasant ist das gesamte Album und hält nicht inne, die volle Breitseite zu zeigen. Die Truppe versteht es, sich immer neu zu erfinden und ihr satter Grundsound ist das Markenzeichen. Auffällig ist nicht nur der Wiedererkennungswert, sondern auch die Vielseitigkeit der textlichen Komponente. Neben englischen Songs befinden sich eine Vielzahl an spanischen Tracks auf dem Album, die auch in der Sprache umgesetzt sind. So bleibt man international und künstlerisch frei. „Corta La Coleta“ hebt sich durch den brachialen Gesang hervor und ist nur eins von vielen Beispielen, in denen die Virtuosität und auch die jahrelange Erfahrung extrem zur Geltung kommen. Taktegebend ist immer wieder das Schlagwerk, welches die Blast Beats nur so herausschleudert und das Grundgerüst der Titel darstellt. Ebenso werden die Gitarren unterschiedlich eingesetzt und klingen mal soft und weich oder aggressiv. Zudem gehen die Melodien in die Ohren und sorgen beim Hören für Spaß und den Wunsch nach mehr. Vergleichbare Bands wären Ghoul oder Atrocity, aber nur in Ansätzen.

GOREGAST haben ihren Weg gefunden und überzeugen auch grandios bei Livegigs. Sänger Rico Unglaube stirbt wahrlich bei jedem Takt und wirkt authentisch. Die Spielfreude ist, ob auf Platte oder Live, immer gegeben und begeistert beim Zuhören. Langweile wird eliminiert, denn kein Song gleicht dem Anderen. Jeder trägt seine persönliche Charakteristik und wird bis ins Detail vorbereitet.


Natürlich finden sich auch typische Grindmerkmale, die sich im Gesang widerspiegeln, der mal als Shout erklingt oder als rotziger tiefer Growl. Abschließend lässt sich sagen, dass „Desechos Humoans“ extrem gelungen ist, durch perfekte Klangqualität glänzt und die Message der Berliner in die Herzen der Fans trägt. Es ist erfreulich, dass diese Band den Weg in die Öffentlichkeit erneut gefunden hat und nicht inne hält, ihr Brandmal den Menschen aufzudrücken.


Fazit: Wie eingangs schon angemerkt, glänzen die Berliner durch Technik und Erfahrung. Ihre Musik hat Wiedererkennungswert und ist auf keinen Fall Mainstream. Ihre Kombination von Grind und Death Metal ist ausgereift und exzellent umgesetzt. Langeweile findet der Hörer sicher nicht auf der Scheibe, sondern Abwechslung, Spielfreude sowie rasantes Tempo. Das Album ist gelungen und es bleibt zu hoffen, dass das Nächste nicht so lange auf sich warten lässt!