Griffin L.O.G. - Breathe Into Me

Griffin L.O.G.

Band: Griffin L.O.G.

Album:
Breathe Into Me

Label:
Eigenproduktion

Release Date: Oktober 2011

Genre: Gothic Dark Metal

Rezensent:
Chris

Tracklist:
01. Ante Scriptum
02. Traumtrinker
03. Amorprometheus
04. The Nightmare Suicider (feat. Ambivalent)
05. Inferno
06. Breathe Into Me
07. Komm Tanz
08. Nachtfalter
09. Das Leben ist schön
10. Crows (Back Into The Line) (feat. Ambivalent & Mr. Davis)
11. Post Scriptum

Lineup:
Griffin - Vocals
Fell - Guitars
Bine - Bass
The Machine - Drums, Keyboards

Danke an Metal Message für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Nach dem zweiten Werk "Viva La Inquisición" im Jahr 2007, haben sich die Musiker von GRIFFIN L.O.G. ganze vier Jahre Zeit gelassen, um mit dem dritten Album "Breathe Into Me" erneuten Angriff auf die Gehöre der Rock- und Metal-Fans zu blasen. Dann wollen wir doch mal sehen (oder besser hören), ob das Album auch so perfekt geworden wie es der vierjährige Reifungsprozess zu versprechen mag.

Dabei entpuppt sich "Breathe Into Me" schon beim ersten Durchlauf als vielseitiges Werk, dass sich nicht so recht auf eine gewisse Hörerschaft festlegen möchte. Vielmehr präsentiert das gemischte Quartett ein Spektrum aus Gothic, Dark Metal und Deutschrock.

Das Intro "Ante Scriptum" und das Outro "Post Scriptum" umrahmen dabei neun Stücke. Ersteres eher getragen-leise, zweites eher laut-eindringlich. Dabei zeigen sie genau den Inhalt dieser Platte auf, die mal schnell und mal tragend daher kommt. Doch genau das verwirrt auch etwas, da man zuweilen beim Hören den bekannten Roten Faden zu verlieren scheint.

Gerade bei den Growl- oder Scream-anmutenden Passagen werden Erinnerungen an Bands wie Nachtblut oder Samsas Traum wach. Beim Stück "Amorprometheus" fühlt man sich doch dezent an Gruppen wie ASP erinnert. Doch genau das macht ihn umgehend mitsingbar und mitreißend. Dazu würde ich den Stücken "Komm Tanz" und "Nachtfalter" eine gewisse Clubtauglichkeit unterstellen. Mit "Das Leben ist schön" hat man dann auch noch eine Ballade im Repertoire.

Was mich vor allem beeindruckt hat, ist die in Eigenproduktion so druckvolle und klare Produktion. Hier findet jedes Instrument seinen angestammten Platz, damit dem Hörer auch ja nichts entgehen kann.

Dazu gibt es noch ein kleines Bonbon, in Form einer Bonus-CD. Diese liegt der limitierten Erstauflage bei und es sind noch einige Exemplare zu haben. Wobei man schon sagen kann, dass dieser Bonus mit 6 weiteren Songs, einer Demoversion und drei bearbeiteten Versionen durchaus stattlich ausgefallen ist.

FAZIT: Trotz der gemischten musikalischen Bandbreite die hier aufgefahren wird, können GRIFFIN L.O.G. mit "Breathe Into Me" durchaus Gefallen entfachen. So kann zum Beispiel der Harte-Töne-Liebhaber Songs wie "The Nightmare Suicider" feiern und der sanfte Gothic-Anhänger zu Songs wie "Breathe Into Me" in seine Gedankenwelten entfliehen. Genau deshalb wird es wohl auch schwierig tatsächlich den großen Durchbruch zu schaffen. Aber letztendlich ist das ja nicht immer alles was zählt. Alle Songs haben jedoch auch gemeinsame Kompomenten. Da wäre zum einen die extrem hohe atmosphärische Dichte und zum anderen die stets hörbare Qualität des Handwerks. Eine frische, abwechslungsreiche Scheibe.

Chris für Lady-Metal.com