Grimforst - Friede herrscht, wo nichts mehr lebt

Grimforst

Band: Grimforst

Album: Friede herrscht, wo nichts mehr lebt

Label: Cursed Records

Release Date:
  21.06.2012

Genre:  Black Metal

Rezensent: Hardy

Tracklist:
01. Dämmerung
02. Wolf
03. Rom brennt
04. Bei Mondesschein und Sternenhelle
05. Blitzkrieg
06. Folterknecht
07. Uruz
08. Friede herrscht, wo nichts mehr lebt

Lineup:
Grimnir - Vocals
Greif - Guitars
Ternoc – Guitars
Vargrim Goroth - Bass
Arminius - Drums

Besten Dank an Cursed Records zur Verfügungstellung des Albums

Beurteilung

GRIMFORST veröffentlichten kürzlich ihr zweites Album mit dem nicht zu knapp geratenen Titel „Friede herrscht, wo nichts mehr lebt“. Bereits einige Besetzungswechsel hat die Gruppe überstehen müssen und steht nun mit einem neuem Sänger an der Spitze wieder in den Startlöchern um den Krieg gegen die Trommelfelle der Hörer aufzunehmen.

Schon bei den ersten Gitarrenklängen fällt auf, dass sich die Produktion im Vergleich zum ersten Album deutlich verbessert hat. Alle Instrumente sind klar herauszuhören und bieten somit mehr als nur den Soundmatsch manch anderer Veröffentlichung aus dem Blackmetal-Sektor.
Musikalisch orientieren sich die Österreicher stark an Bands wie NEGATOR, FLAMMENSTURM, GRAUPEL oder alten MINAS MORGUL. Zu erwarten ist somit rhytmischer Blackmetal mit rockigen Einschlägen (in diesem Zusammenhang erscheint mir vor allem „Mondesschein und Sternenhelle“ besonders erwähnenswert).

Häufig bewegen sich die Stücke im Midtempo-Bereich, allerdings gibt es auch Titel, die ihren Blinker nach links setzen um zu Überholen („Blitzkrieg“). Langsame Passagen finden sich auf dieser Scheibe nur äußerst selten. Allerdings glaube ich kaum, dass sich die Zielgruppe an der fehlenden Romantik aufhängen wird.

Die Instrumente werden allesamt fachmännisch zum Einsatz gebracht und bei manchen Schlagzeugeinlagen werden die Mundwinkel der Fans sicherlich nach oben wandern. Auch die Rhytmen der Leadgitarre laden beinahe durchgehen zum Headbangen ein.
Das Problem, welches ich mit dem Album habe, ist die leider nur gering vorhandene Innovation. Alle guten Ideen scheinen mir zumindest bei den oben genannten Bands schon einmal vorhanden gewesen zu sein. So erinnert mich die Idee über den Untergang Roms zu singen an „Die Feuer sind entfacht“ von FLAMMENSTURM oder die kurzen Rockeinlagen an „Niemals gelebt“ von NOCTE OBDUCTA.

Fazit: GRIMFORST legen mit „Friede herrscht, wo nichts mehr lebt“ ein Album vor, welches zwiespältige Gefühle in mir weckt. Musikalisch gesehen liefern die Österreicher ein rundes Werk ab, dass sich durchaus von manchen Genrekollegen abheben kann. Eigenständige Melodien und gut gespielte Instrumente werden es sicherlich schaffen, die Matten der Fans auch live ordentlich kreisen zu lassen. Allerdings erinnert der Sound der Gruppe stark an andere Bands, die bereits wesentlich innovativere Werke ausgekoppelt haben. Es lohnt sich somit durchaus in diese Platte reinzuhören. Um sich jedoch einen bleibenden Namen in der Szene zu sichern, sollte die Truppe ihren eigenen Stil noch ein wenig ausbauen.

Hardy für Lady-Metal.com