Gun Barrel - Brace for Impact

Gun Barrel

Band: Gun Barrel

Album:
Brace for Impact

Label: Massacre Records

Release Date: 23.03.2012

Genre: Heavy Rock & Metal

Rezensent: Hardy

Tracklist:
1. No Survival on Arrival
2. Brace for Impact
3. Dancing on Torpedoes
4. Books of Live
5. Start a Riot
6. Stand your Ground
7. Diamond Bullets
8. With Might and Main
9. The wild Hunt
10. Turbölence and Decadence
11. Big Taboo

Lineup:
Patrick Sühl - Vocals
Rolf Tanzius - Guitars
Tomcat Kintgen - Bass
Toni Pinciroli - Drums

Besten Dank an Massacre Records zur Verfügungstellung des Albums

Beurteilung

“Brace for Impact” nennt sich der neue und tatsächlich schon fünfte Output der rheinländischen Vollblutrocker GUN BARREL. Nachdem die Jungs in der jüngeren Vergangeheit zusammen mit FREEDOM CALL und IN LEGEND die deutschen Bühnen in Schutt und Asche gelegt haben, liegen die Erwartungen der Fans sicherlich alles andere als tief. Es dürfte somit nicht nur für alteingesessene Fans interessant sein, ob das dirty Rock'n'Roll-Quartett den hohen Ansprüchen gerecht werden kann.

Jeden, der während den ersten Minuten von der Angst gepackt wird, kann ich beruhigen. Es wurde nicht ausversehen eine CD mit Naturklängen gekauft. Der Gewittersound entpuppt sich glücklicherweise als Intro und wird nach kurzer Zeit von dem Song “No Survival on Arrival” abgelöst, welcher gleich in die Vollen geht. Geboten wird ein schneller Up-Tempo-Kracher, wie sie auf “Brace for Impact” glücklicherweise reihenweise vorhanden sind.
Auch “Books of Live”, “With Might and Main” oder “The wild Hunt” schlagen in eine ähnliche Kerbe und erinnern stark an Bands wie GAMMA RAY oder PRETTY MAIDS. GUN BARREL bewegen sich mit ihren schnelleren Songs irgendwo im Bereich zwischen klassischem Heavy- und modernem Powermetal. Ich vermute stark, dass sich für diesen Sound eine Menge Mattenträger begeistern lassen.

Doch wie steht es um den ruhigeren Bereich der Platte? Zu meiner Verwunderung wird erstaunlich frei agiert und zwischen den unterschiedlichen Songs finden zum Teil sogar regelrechte Stilwechsel statt. Während „Dancing on Torpedoes“ stark an AC/DC erinnert, fallen mir bei den Songs „Start a Riot“ und „Stand your Ground“ Parallelen zu ROSE TATTOO auf. Ich hoffe, dass durch diese vielen Vergleiche nicht der Eindruck entsteht GUN BARREL würden in ihrer Musik lediglich alte Produkte ihrer Genre-Kollegen kopieren. Dies ist überhaupt nicht der Fall! Die Formation bietet eigenständigen Heavy-Rock, der durch seine gelungene Produktion lediglich Erinnerungen an die Erfolge anderer Bands aus diesem Bereich wach rüttelt.

Der Höhepunkt der Scheibe findet sich meiner Meinung nach übrigens bei Track Numero Sieben mit dem Titel „Diamond Bullets“. Hier werden alle positiven Eigenschaften der anderen Stücke quasi in einem Hit gebündelt. Da diesem Song eine ruhigere Passage vorausgeht, bekommt er auch von seiner Platzierung her die Möglichkeit geboten, den Hörer aus seinem Sessel zu pusten.

Fazit: GUN BARREL erfinden das Heavymetal-Rad mit ihrem fünften Album sicherlich nicht neu. Ich glaube aber auch kaum, dass dies Ziel der Gruppe war. Stattdessen wird sich wild in den Bereichen Rock'n'Roll, Heavy-Rock und Powermetal ausgetobt. Was hierbei heraus kommt, ist eine bunte Mischung aus tollen Songs, die eine Menge Spaß machen. Leider sind GUN BARREL immer noch ein Geheimtipp. Ich würde mich freuen, wenn sich dieser Status durch das wirklich klasse Album „Brace for Impact“ ein wenig upgraden lässt.

Hardy für Lady-Metal.com