Harakiri for the Sky - Arson

Harakiri for the Sky

Band: Harakiri for the Sky

Album:
Arson

Label: AOP Records

Release Date: 16.02.2018

Genre: Black Metal

Rezensent:
Hardy

Tracklist:

01. Fire, Walk With Me
02. The Graves We've Dug
03. Your Are The Scars
04. Heroin Waltz
05. Tomb Omnia
06. Stillborn
07. Voidgazer
08. Manifesto (Bonustrack on boxset and deluxe vinyl edition)

Lineup:
M. S. - All Instruments, Songwriting
J. J. - Vocals, Lyrics

Besten Dank an Sure Shot Worx zur Verfügungstellung des Albums

Beurteilung

Die Post-Blackmetaller von HARAKIRI FOR THE SKY schlugen mit ihrem ersten Langspieler 2012 ein, wie eine Stabgranate im Murmelglas. Kein Wunder also, dass inzwischen ein breit aufgestelltes Klientel Interesse an ihrer Musik bekundet. Wie different die Fans der Österreicher sind, zeigt schon ein kurzer Blick auf deren Konzerthistorie. Dort reiht sich das "Torn your Ties" neben eine gemeinsame Tour mit AGRYPNIE. Unterschiedlicher könnte das Publikum im schwarzmetallischen Sektor sicherlich kaum sein. Doch gerade dieser Umstand macht ja den Reiz an Musik aus. Und warum ausgerechnet HARAKRIKI FOR THE SKY diesen Reiz bieten können, möchte ich mir nun etwas genauer ansehen (äh... hören trifft es vermutlich besser).

Der Opener "Fire, walk with me" nimmt sofort Fahrt auf. Ein doomiger Unterbau wird mit einem eingängigen Gitarrenriff und einem erstaunlich gut verständlichen Text gepaart. Ich fühle mich bei diesem Song stark an die jüngeren Songs der schwedischen SHING erinnert. Auch hier wird Eingängigkeit und Melodie in ähnlicher Weise mit musikalischer Aggression vermischt. Diese brachiale Urgewalt schlägt während der folgenden Stunde immer wieder durch. So zum Beispiel bei dem bereits vorab veröffentlichten Song "Heroin Waltz".

HARAKIRI FOR THE SKY verstehen es, für Abwechslung zu sorgen. So verwundert es nicht, dass nicht jeder Track wie eine Keule in die Fressluke drischt. "The Graves we've dug" oder "Your are the Scars" klingen trotz wuchtigem Gitarrensound eher besinnlich und holen den Hörer wieder auf den Boden zurück. Doch gerade diese Bahn- und Talfahrt zeichnet "Arson" aus. Da die Songs trotz ihrer Wechselhaftigkeit gut ins gemeinsame Konzept passen, ergibt sich ein spannendes und zeitgleich stimmiges Album. Absolutes Highlight ist übrigens - zumindest meiner Ansicht nach - das alles vernichtende Solo in dem Song "Stillborn" nach dem ersten Drittel des Lieder. F#?$, so soll das klingen!

Fazit: HARAKIRI FOR THE SKY bedienen sicher kein Blackmetal-Klischee. Dementsprechend wird auch mit dem neuen Album "Arson" nicht jeder potentielle Hörer warm werden. Wer sich allerdings mit einer recht individuellen Mischung aus Blackmetal, Postrock und Doom anfreunden kann, ist bei dieser Band richtig aufgehoben. Besonders Fans von GHOST BATH, BODEN oder ANCST kann ich ein Probehören nur ans Herz legen!

Hardy für Lady-Metal.com