Hate - Solarflesh

Hate

Band: Hate

Album: Solarflesh

Label: Napalm Records

Release Date: 30.01.2013

Genre: Blackened Death Metal

Rezensent: Hardy

Tracklist:
01. Watchful Eye of Doom
02. Eternal Might
03. Alchemy of Blood
04. Timeless Kingdom
05. Festival of Slaves
06. Sadness Will Last Forever
07. Solarflesh
08. Endless Purity
09. Mesmerized

Lineup:

Adam the first Sinner – Vocals, Guitars
Destroyer - Guitars
Mortifer - Bass
Hexen - Drums

Besten Dank an Napalm Records zur Verfügungstellung des Albums

Beurteilung

Es ist einige Jahre her, dass ich mit der polnischen Dampfwalze HATE in Kontakt gekommen bin. Vor mittlerweile weit über zehn Jahren machte mich ein alter Schulkammerad auf die damals frisch erschienene EP „Victims“ aufmerksam. Seitdem habe ich die Band irgendwie aus dem Blick verloren. Doch diese eine Scheibe rotierte über die Jahre immer wieder in meiner Anlage. Nun habe ich die Gelgenheit, das aktuelle Werk mit dem astrophysikalisch angehauchten Namen „Solarflesh“ unter die Lupe zu nehmen. Warten wir mal ab, was uns in den dunklen Ecken dieses Universums so alles erwartet.

Kaum hat man das einleitende Intro überstanden, schon geht es in die Vollen. HATE spielen auch 2013 eine schwarzeingefärbte Version des polnischen Deathmetals. Parallelen zu Truppen wie VADER, BEHEMOTH und DEVILISH IMPRESSIONS sind somit deutlich zu hören, doch glücklicherweise bleiben die ersten Sünder trotz allem ihrer eigenen Linie treu. Der brachiale Sound ihrer Kollegen wird mit mystisch klingenden Downtempo-Passagen gemischt, wodurch jeder Wutausbruch nur noch blutrünstiger erscheint. Liebe Hörer, ihr solltet aufpassen, welches Monstrum ihr beim Erwerb dieses Albums weckt.

Die Vocals von Herrn Adam klingen erfrischend hasserfüllt und lassen den heimischen Schimmelpilz vor Angst ins Bad der Nachbarn flüchten. Um einen starken Kontrast zu schaffen wurden mehrere Tracks zusätzlich mit Chorgesang hinterlegt, wordurch immer wieder Assoziationen zu ROTTING CHRIST wachgerüttelt werden. Abgerundet wird diese düstere Atmosphäre durch stampfendes Riffing und gezielt eingesetzte Doublebase-Angriffe. Ohne Schutzhelm ist das Betreten der Baustelle diesmal strengstens untersagt!

Glücklicherweise schaffen es HATE aggressiv und zeitgleich auf technisch hohem Niveau zu arbeiten. Niemals kommt Partylaune auf, wie es bei anderen blackened Deathmetal-Bands häufig der Fall ist. Stattdessen werden schlechtgelaunte Hymnen geboten, die eher zu einem Abend passen, an dem wenig gelacht aber viel getrunken wird.

Fazit: HATE haben ein abwechslungsreiches Riffing und jede Menge Hass im Gepäck. Wer noch einen Reiseführer zum Mittelpunkt der Hölle sucht und Dante gerade verpasst hat, sollte sich unbedingt an die Jungs aus Polen wenden. Ich für meinen Teil bin davon überzeugt worden, dass es HATE immernoch schaffen, gut gespielten Deathmetal in einem eigenen Stil zu versehen. Wer auf Metal der extremen Spielart steht, darf sich dieses Album gerne zu Gemüte führen.

Hardy für Lady-Metal.com