Hateskor - Paint My Fear

Hateskor

Band: Hateskor

Album: Paint My Fear

Label: Noisehead Records

Release Date:
21.10.2011

Genre: Melodic Death Metal

Rezensent:
Chris

Tracklist:
01. Far Beyond the Stars
02. Mirror's Eye
03. My Inferno
04. Ten Days, Ten Nights
05. My Golden Void
06. Pool Of Decadence
07. The Curse
08. Tears Of Fire
09. Where They Belong

Lineup:
Mcleod - Vocals
Skorza - Guitars, Backing Vocals
Charly - Bass
Filtho - Keyboards
Raulicio - Drums

Vielen Dank an Noisehead Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Melodic Death Metal aus Spanien soll es also sein. Ein Land mit dessen Musik-, und vor allem der Metal-Szene, ich bisher nur wenig vertraut bin. Die Formation HATESKOR gibt es seit 2010 und wurde von Gitarrist Alex Skorza in Madrid gegründet. Der Bandgründer entschied sich ein klares musikalisches Konzept zu verfolgen: Melodic Death Metal vermischt mit schneller finnischer Schule. Als erstes fällt das eher stümperhaft gezeichnete Cover ins Auge. Im rechten schwarzen Teil ist ein Mensch (Männlein oder Weiblein?) abgebildet, der/die seine/ihre Hand in den weißen linken Abschnitt streckt. Dazu ein in Blut geschriebener Schriftzug des Albumtitels und das Bandlogo. Naja, davon will ich mich jetzt mal nicht zu sehr beeinflussen lassen und widme mich dem musikalischen Anteil.

Im Hinblick auf die Geschichte der Band wird klar, wer hier eindeutig der Bandkopf ist. Das virtuose Gitarrenspiel von Skorza weist viele Soli auf und gibt sich auch in den Riffgewittern deutlich markant. Teilweise ist das für meinen Geschmack wirklich etwas zu viel des guten, da vor allem die Vocals und Drums deutlich in den Hintergrund getrimmt wurden. Vom Bass-Spiel ist dann nur stellenweise ein kleines Aufleuchten zu bemerken. Hinzu gesellen sich noch kitschig-klimpernde Keyboards, die teilweise in den Ohren stechen und manchmal der Musik eine gehörige Portion Bombast verpassen und dann wieder ziemlich fehl am Platz wirken. Technisch ist das alles auf keinem schlechten Niveau, wenn auch der Vokalist gerne noch etwas mehr markante Eigenschaften entwickeln könnte. Hier und da noch eine Prise Ohrwurmcharakter und eine ausgereiftere Produktion beim nächsten Album könnten diese Gruppe einem deutlich größeren Publikum erschließen. Als Anspieltipps kann man sich die Songs "My Inferno" und "Ten Days, Ten Nights" vormerken.

Fazit: HATESKOR machen das, was sie hier bieten, mit Leidenschaft und viel Liebe zum Detail - teilweise schon fast zu viel. Das große Manko der Platte ist die Produktion, die sich doch sehr auf das Gitarrenspiel des Bandgründers beschränkt. Wenn man hier beim nächsten Mal ein größeres Augenmerk auf die Band als ein gesamt-fuktionierendes Kollektiv legt, wäre auch das Hören der Scheibe mit weniger Anstrengung verbunden. Posotiv ist noch zu vermerken ,dass "Paint My Fear" komplett ohne nervig-weinerlichen Klargesang auskommt, wodurch eine gewisse Grundaggressivität nicht durchbrochen wird. Alles in allem eine Scheibe für Liebhaber des Genres.

Chris für Lady-Metal.com