Hunted - Welcome The Dead

Hunted

Band: Hunted

Album: Welcome The Dead

Label:
Massacre Records

Release Date: 29.07.2011

Genre:
Heavy Metal

Rezensent:
Chris

Tracklist:

01. Welcome The Dead (Intro)
02. Silence Of Minds
03. Chosen
04. Aria (In Memoriam)
05. The Incident
06. Impaled
07. Scars
08. I Want Nothing
09. Shadows
10. The Heart Collector

Lineup:

Chris G - Vocals
Daniel Owen - Guitar
Steven Barberini - Guitar
Jonathan Letson - Bass
Matthew "Animal" Thomas - Drums

Vielen Dank an Massacre Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Hier liegt also das Debüt-Album der Band HUNTED aus Cardiff, Wales vor. Mit diesem Longplayer schlagen sie ein weiteres Kapitel in der Vermischung verschiedenster Genres auf und suggerieren ganz klar "Reiner Heavy Metal ist tot!". Wer war dieser Reiner nochmal? Diese Frage gilt es an anderen Orten zu klären. Hier kriegt man auf jeden Fall einen Stilmix aus Heavy Metal mit progressiven, thrashigen und Power Metal-Einflüssen geboten.

Nach der Demo EP "Alone" 2009 und der Albumveröffentlichung in Eigenregie im November 2010 konnten HUNTED einen weltweiten Deal mit Massacre Records unterschreiben, die nun das erste Album offiziell unter die Leute bringen wollen. Möchte man die Gruppe mit bereits bestehenden Bands vegleichen, kann man Einflüsse von Dream Theater, Iron Maiden, Opeth bis hin zu Blind Guardian nennen. Dieser bunte Reigen macht auch eine geradlinige Bewertung etwas schwerer als gewohnt.

Der Opener "Silence Of Minds" wirkt mit vielen verschiedenen Abschnitten etwas konfus. Einen musikalischen roten Faden erkennt man beim ersten Hören nur geringfügig. Ebenso geht es mit "Chosen" weiter. Geradezu uninspirierte Passagen reihen sich aneinander und Atmosphäre kommt hier nur teilweise zum Vorschein. Doch die negativen Eindrücke einer pseudo-progressiven Herangehensweise können auch die Thrash-Momente nicht aufbessern, bei denen HUNTED ordentlich Energie und Authentizität versprühen. Großes Potential beweisen die Waliser bei melodischen "Aria (In Memoriam)", das sogar einen echten Refrain aufweist und insgesamt die einzelnen Passagen stimmig miteinander verbindet. Auch das Nevermore-Cover wirkt qualitativ ordentlich präsentiert. Jedoch merkt man hier die ganz klare Problematik des Songwritings.

FAZIT:
Technisch ist die Leistung der Band im soliden Bereich angesiedelt. Sänger Chris macht öfter Ausflüge in den Falsett-Bereich, was nicht jedermanns Geschmack treffen wird. Die Produktion könnte im Gesamten noch ein kleines bisschen sauberer sein, aber geht in Ordnung. HUNTED müssen noch einiges an ihrer Musik verbessern, um einen bleibenden Eindruck bei den Metalheads dieser Welt zu hinterlassen. Besonderer Kritikpunkt ist das unausgereifte Songwriting, dass aber durchaus gute Ansätze besitzt und daher mit weiterer Erfahrung wohl ausgebaut werden kann. "Welcome To Dead" ist somit ein Album im Mittelfeld des bisherigen Erscheinungsjahres 2011. Den Tot sollte man aber noch nicht willkommen heißen, denn es besteht noch Hoffnung.

Chris für Lady-Metal.com