Icon In Me - Head Break Solution

Icon In Me

Band: Icon In Me

Album: Head Break Solution

Label: MDD Records

Release Date: 22.07.2011

Genre: Thrash Metal

Rezensent: Flo

Tracklist:
01. Intro - Suicide World
02. Wasted Ways
03. Face It
04. The Quest
05. Un-Slaved
06. Lost For Nothing
07. Flood Kills
08. Nuclear Drama
09. Tired And Broken
10. Through The Sights
11. Aspects Of The Unknown
12. Solid Child

Lineup:
Tony JJ - Vocals
D. Frans - Guitars
Artyon - Guitars
Konstantin - Bass
Morten - Drums

Danke an MDD Records für das zur Verfügung stellen des Albums

Beurteilung

Da kommen gleich mal Erinnerungen hoch: Das Intro könnte von Behemoth sein. Der zweite Song hat im Gegensatz dazu etwas Slayer-artiges, und dabei bleibt es auch, denn was der Hörer hier geboten bekommt, ist knallharter Thrash Metal, und zwar diesmal aus Russland. Icon In Me nennt sich diese Band und mit Head Break Solution liefern die Moskauer ihren dritten Langläufer ab. Mit leichten Core-Anleihen bewaffnet, gehört man nicht mehr nur in den Thrash Metal, was in diesem Fall sehr gelungen ist, da sich die Mischung einwandfrei ineinander fügt.

„Wasted Ways“ schlägt zu Beginn ein wie eine Bombe - gehörig, gnadenlos und ohne Kompromisse. So muss Thrash Metal inklusive Mitsing-Faktor klingen. Mit einem akustischen, leicht orientalisch angehauchten Intro wird man bei „The Quest“ begrüßt, was sich aber nach nicht allzu langer Zeit in einen Nackenbrecher ändert, wobei man sich Schlagzeugtechnisch bis zum schnellen Blastbeat vorwagt, was einen sehr guten Kontrast gibt. Ein clean gesungener Refrain zeigt dabei zusätzlich die Vielseitigkeit der Band. Und die kraftvolle Ladung geht weiter bei „Un-Slaved“, dem fünften Track, zudem ähnlich dem vorherigen Song, auch hier ein cleaner Refrain. Bis hin zu „Nuclear Drama“ bewegt man sich überwiegend auf der Überholspur, was das Tempo betrifft, während mit „Tired And Broken“ ein ruhiger Song mit fast durchwegs normalem Gesang geboten wird, eingehüllt in eine leichte Keyboard-Wand. Man kann diesen Song als kleine Verschnaufpause des Albums sehen - die Ruhe vor dem letzten Angriff zum Endspurt. Um die Gitarren zu thematisieren, kann man ein einwandfreies Daumenhoch anschlagen, denn die Solo-Guitar liefert hier feinfühlige Arbeit ab, was zur Grundlage hat, dass die Soloparts überwiegend im ruhigeren Bereich angesiedelt sind. Brachial und mit ordentlich Groove hingegen gibt sich die Rhythmus-Guitar über das ganze Album hinweg, was besonders bei den core-beeinflussten Stücken gut wirkt.

Eine komplette Steigerung von 0 auf 100 wird mit dem vorletzten Song „Aspects Of The Unknown“ dargestellt, die nach guten vier Minuten zum Ende hin noch richtig auf Hochtouren geht. Und so sind wir auch schon bei Nummer Zwölf mit „Solid Child“, und hier kann man sagen: Nomen est Omen, denn hier gibt es wirklich noch einmal zum Finale gewaltig auf die Zwölf. Und da bietet auch mal die Solo-Guitar einen schnelleren Part, so dass das Ohr des Hörers nicht ungeschoren davonkommt.

FAZIT: Thrash Metal gemischt mit Deathcore in einer Perfektion, die man nur selten zu Ohr bekommt. Und dies ist somit auch ein Geheimtipp für jeden Metalhead, der in seiner Sammlung noch einen Stilmischer bzw. einen Exoten haben will, denn aus Russland kommt nicht alle Tage so ein Werk wie „Head Break Solution“ von Icon In Me. Und das darf man sich auch zu Herzen nehmen, denn wie der Albumtitel verrät, hier wird man zum Headbangen animiert.

Flo für Lady-Metal.com