Illuminata – A World So Cold

Illuminata

Band: Illuminata

Album: A World So Cold

Label: Twilight

Release Date: 25.11.2012

Genre: Gothic Rock/Metal

Rezensent: Roba

Tracklist:
1. Ashes Of Times
2. Cold Hands Warm Hearts
3. End My Agony
4. Silent Poet
5. The Divine Puppet
6. The World Collector
7. Dead Warden Dreamer
8. A Frame Of Beauty
9. Endless
10. Lost In Picturesque
11. Metamorphobia II

Lineup:
Joanna – vocals
Katarzyna – vocals, flute
Sabrina – keyboard, vocals
Luki – guitar
Christoph – bass
Tom – drums

Besten Dank an Twilight für das Material

Beurteilung

Nach dem Infosheet vermischt Illuminata Filmmusik mit Gothic Metal begleitet von zwei fantastischen weiblichen Stimmen. Nun ist es beim Gothic Rock bzw. Metal so, dass der Schuh schon dermaßen ausgelatscht ist, wie kaum ein zweiter. Wodurch sich Bands, die diesen Schuh tragen, beziehungsweise Labels, die diese Schuhe vermarkten, immer neue Genrebezeichnungen oder Promotexte ausdenken, um das Schuhwerk als etwas Niedagewesenes oder völlig Neues zu bewerben. Eine Sache, die ich nicht unterstützen kann und will. Entweder man steht dazu, dass man einfach Gothic Metal macht oder veröffentlicht oder man macht andere Musik. Denn ein Metaller fällt auf so etwas selten rein. Denn am Ende ist es ja egal, welches Genre es ist, es muss zünden, das ist es! Wie ist das nun bei Illuminata?

Das Intro ist wirklich sehr gut, könnte locker bei den Piraten von Disney auftauchen. Also hoffen wir mal, dass es so weitergeht. Doch oh Weh! Schon die einsetzenden Klavierspuren das ersten Songs lassen es befürchten und mit zunehmender Länge des ersten Volltitels erhärtet sich der Verdacht: Noch so ein Durchschnittsalbum. Dabei ist die Musik an sich "nicht schlecht". Ist aber bei weitem tiefste und langweiligste Klischeemukke und mal ehrlich, den Damen, die da Singen, tolle Gesangskunst zu unterstellen, ist fast schon eine Beleidigung für mein Musikverständnis. Sowas kann man bei DSDS vielleicht akzeptieren, aber nicht in einer Szene, wo Kunst noch als Kunst verstanden wird. Soll heißen, die beiden Damen haben beide nur sehr durchschnittliche bis schlechte Stimmen. Ich will ehrlich nicht wissen, wie sich das Live anhört. Die Songstrukturen sind auch langweilig, klingt wie die zwanzigste Epicakopie oder welche große Band man auch nehmen will.

Fazit: Es ist ohrenscheinlich, hier wird aus Sand Mutterboden gemacht. Mal von dem unendlich kommerziellen Drumherum abgesehen ( Kundenverarsche?), warum können manche Musiker nicht zu dem stehen, was sie machen? Wenn ich nunmal uninnovative Mukke mache, ist das nicht schlimm, aber dann muss man dazu stehen! Nicht jeder muss den Metal in seinen Variationen immer neu erfinden. Die Antwort ist: Weil sie am Ende auch nur auf den Kommerzzug aufspringen wollen. Sonst machst du als Musiker nicht solche 0815 Musik. Jeder mit künstlerischem Anspruch will sich selbst in der Musik wiederfinden. Doch Illuminata könnte auch aufhören zu existieren, keinen würde es interessieren und ein Verlust wäre es auch nicht. Echt schade, denn Gothic Metal kann echt bewegend sein. Aber nicht so!

Roba für Lady-Metal.com