J.B.O. - Killeralbum

J.B.O.

Band: J.B.O.

Album: Killeralbum

Label: Megapress / Soulfood

Release Date:
19.08.2011

Genre: Fun Metal

Rezensent:
Chris

Tracklist:
01. Dr. Met
02. Rock'n'Roll Märtyrer
03. Killer
04. Armageddon
05. Dadadidadadadei
06. Drei Akkorde
07. Familienanzeige
08. Ich bin Dein
09. Kalaschnikow
10. Jenseits
11. Tony Marshall
12. Download
13. Heimatlied
14. Reklame
15. 3 Tage Blau
16. Nein Mann

Lineup:
Vito C. - Vocals, Guitar
Hannes "G.Laber" Holzmann - Vocals, Guitar
Ralph Bach - Bass
Wolfram Kellner - Drums

Beurteilung

Ursprünglich wurde die Band als Spaßprojekt gegründet - mittlerweile haben J.B.O. schon über 20 Jahre, massig Konzerte und drei Top 10-Platzierungen in den deutschen Albumcharts hinter sich. Mit dem "Killeralbum" liegt jetzt das mittlerweile neunte Studioalbum der Truppe aus Erlangen vor.

Nach den eher mäßigen Vorgängeralben mit wenigen Krachern für die ewige J.B.O.-Anhängerschaft steigt die Formkurve nun wieder etwas weiter nach oben. Es gibt lediglich drei Coversongs auf "Killeralbum". Das ist wenig und natürlich auch etwas schade, da viele beantragte Versionen von den Rechteinhabern nicht erlaubt wurden. Als allgemeines Liedgut kann man da "Jenseits von Eden" anführen. Der Song "Nein Mann" von Laserkraft 3D dürfte auch noch einigen im Gehörgang klingen. "Dr. Met" (im Original "The Doctor" von den Doobie Brothers) dürfte dabei schon etwas unbekannter sein.

"Jenseits" ist dabei eine typische "Wir machen aus Schlager Metal"-Hymne, die tierisch Spaß macht. "Dr. Met" dagegen ist ein lässiger Rocksong, der den Heavy Metal preist. "Nein Mann" dagegen dürfte auf jedem Konzert mit Sicherheit als absolut partytauglich durchgehen und die Masse zum mitsingen animieren. Auf diesem Song gibt sich auch Doro Pesch kurzzeitig die Ehre.

Die typischen Hörspiel-Witzeleien, an ihrer Zahl vier, müssen nicht sein - gehören aber einfach dazu. Dagegen sind "Ich bin dein" und "Heimatlied" doch eher schwache Songs. "3 Tage Blau" ist, wie der Titel verspricht, ein waschechter Saufsong. Gehört auch irgendwie dazu, wäre aber verzichtbar gewesen.

Doch es gibt einige sehr positive Momente, die durch Songs präsentiert werden, deren Nachhaltigkeit wohl länger sein dürfte als eine Sauforgie mit Kumpels auf einem alkoholbetonten Festival. Dazu gehören neben den schon erwähnten "Jenseits" und "Dr. Met" zum Beispiel das balladeske "Dadadidadadadei". Lieblich werden hier politik-kritische Texte ins Mikrofon gesäuselt. "Drei Akkorde" zeigt, dass auch simpel gute Songs gestrickt werden können und nimmt dabei gleich noch einige Metal-Kollegen indirekt mit aufs Korn. Dann ist da noch der Song "Download", der auch die jüngere Generation mit einem kritischen und einem lachenden Auge betrachtet.

FAZIT: J.B.O. haben es wieder geschaftt zu überraschen. Das offensichtlich an Iron Maiden angelehnte Cover ist dabei mitunter das beste der Bandgeschichte. Allerdings wird wieder mal klar, dass die große Stärke und Intensität der Erlanger in Coverversionen und ruhigen Tönen liegt. Daher gibt es auch ein paar Abzüge, denn die ersteren sind diesmal leider spärlich gesät. Natürlich sind und bleiben J.B.O. eine Band, die nur dann gefällt, wenn man auch öffentlich zu einem gewissen Spassfaktor stehen kann.

Chris für Lady-Metal.com