Jungle Rot - Order Shall Prevail

lady-metal.com

Band: Jungle Rot

Album: Order Shall Prevail

Label: Victory Records

Release Date: 30.06.2015

Genre: Death Metal

Rezensent: 
Julian

Tracklist:
01. Doomsday
02. Paralyzed Prey
03. Blood Revenge
04. Fight where you Stand (ft. Max Cavalera)
05. Order Shall Prevail
06. The Dead Pestilence
07. I cast the first Stone
08. E.F.K.
09. Trench Tactics
10. Nuclear Superiority


Lineup:
Dave Matrise - Guitar, Vocals
Geoff Bub - Guitar
James Genenz - Guitar, Bass
jerry Sturino - Bass
Eirc House - Drums

Vielen Dank an Victory Records und Gordeon Music für die Bereitstellung des Albums!

Beurteilung

Hin und wieder stolpert man in meinem Aufgabenbereich über Bands die es schon seit Äonen zu geben scheint, und die wohl schon fast so lange existieren wie der Rezensent selbst, obwohl man noch nie von Ihnen gehört hat.

 

Ob dies nun am mangelhaften Bekanntheitsgrad der Band liegt, die trotz mäßiger öffentlicher Anerkennung weiter unnachgiebig produziert, oder an einer tatsächlichen Bildungslücke des Schreiberlings – Das sei nun mal dahingestellt.

Auf jeden Fall findet man immer wieder aufs Neue etwas Weizen im Spreu, und Die Mannen der seit 1994 bestehenden Oldschool-Death Metal Band „Jungle Rot“ aus dem Staate Wisconsin sind definitiv mehr Weizen als man sich erhoffen kann. Mit einer beachtlichen Menge an Releases, Tourdates und sonstiger Referenzen ist es mir fast peinlich zuzugeben, dass die Band bisher vollkommen an mir vorbeigerauscht ist.

Stolze acht Alben, eine EP, drei Demos sowie eine Live-DVD, Mehrere Musikvideos und zahlreiche Live-Termine zählen die Amis bis Dato. Die neunte Scheibe, "Order Shall Prevail",  steht für 30. Juni in den Startlöchern und darf von Lady-Metal.com schon mal vorab begutachtet werden.

Das aktuelle Werk reiht sich mit Mid- bis Downtempo Deathmetal nahtlos an die bisherigen Releases, obwohl der Musikerverschleiß der Band schier kosmische Ausmaße annimmt. Zu der aktuellen fünfköpfigen Stammbesetzung reihen sich satte 12 Ex- Members und einige Gastmusiker, auf dem aktuellen Album kein geringerer als Mastermind Max Cavalera (Soulfly, Cavalera Conspiracy, Killer be Killed, Ex-Sepultura, Ex-Nailbomb).

Der Sound lehnt sich im Grunde an alte Death-Thrash Knüppel wie Slayer oder Suffocation, wirken dabei aber deutlich moderner und eigenständiger als manche andere Bands aus der Sparte. Das Songwriting ist allererste Sahne, keine Holprigen Übergänge, keine ungekonnten Passagen die wie Fremdkörper wirken, um einen „eigenen“ Touch hinzuzufügen. Erstklassige, eingängige Songs mit wuchtigen Grooves und ein absolutes Idealtempo für jeden Headbanger sorgen auch nach über 20 Jahren im Business noch für Freude beim Hörer. Death Metal altert einfach nicht! Schnörkel, Gekniedel und Musikalische Experimente findet man hier nicht, der Sound wird auf das wesentliche reduziert und das ist auch gut so. Alles andere wäre reine Zeitverschwendung.

Alles in allem ein sehr Rundes, stimmiges Paket aus den Ecken und Kanten des Oldschool Death Metal, mit einem schönen modernen Finish und Reifen Songwriting. Auch wenn das Album vermutlich keine Zukünftige Hymne enthält. Ich gebe hier ein klare 8/10 und empfehle Jungle Rot wärmstens weiter.

Julian für Lady-Metal.com