Laceration - Paralyzed and Frozen in Light

Lady_Metal

Band: Laceration

Album: Paralyzed and Frozen in Light (EP)

Label: Eigenproduktion

Release Date:
2010

Genre: Death/Black Metal

Rezensent: Flo

Tracklist:
01. Paralyzed and Frozen in Light
02. Deliverance
03. The Trail Of Warriors
04. The Flames Of Inhumanity
05. Slaughter The Virgin
06. Lunar Eclipse

Lineup:
Udo Augustinov - Gitarre, Vocals
Sebastian Brunner - Gitarre
Martin Brandhuber - Bass
Stefan Schmidt - Schlagzeug

Vielen Dank an Laceration für das zur Verfügung stellen der EP.

Beurteilung

Heute liegt uns wiedermal eine Demo-Produktion vor, nämlich die aus dem Hause LACERATION, einer jungen Band aus dem Raum Töging am Inn, also Oberbayern. Stilmäßig haben wir es mit einer Mischung aus Death und Black Metal zu tun und das Scheiblein trägt den Namen "Paralyzed and Frozen in Light", bestehend aus sechs Titeln.

Auf ein atmosphärisches Intro widerfährt dem Zuhörer danach ohne große Ankündigung knallharter Prügel. Ein Wurf ins kalte Wasser, mit dem man nicht gerechnet hätte. Und Musik, die mächtig Staub aufzuwirbeln vermag. Nämlich den Staub, der über die bayerische Szene gewachsen ist, nachdem es nur mehr sehr wenige Bands gibt, die sich den traditionellen Subgenres des Metal verschreiben. Auch wenn man hier eine Stilmischung bekommt, ist das Gesamtbild dennoch mehr als solide.

Death/Black Metal, mit einer kleinen Attitüde Thrash in Form von mächtigem Staccato-Riffing und heavy klingenden Melodien. Und das wichtigste: viel Ideenreichtum! Schwierig wird es dann nur noch bei der Einordnung der Strukturen in die jeweiligen Einzelgenres Death und Black Metal. Generell kann man zur musikalischen Darbietung beim Großteil der Songs eindeutig Death Metal feststellen. Der Schwarzmetall macht sich dafür sehr im Kreisch-Gesang und teilweise im Rhythmusbild bemerkbar.

Als Höhepunkte darf man neidlos die beiden mittleren Kracher "The Trail Of Warriors" und "The Flames Of Inhumanity" anerkennen. "Deliverance" bahnt sich mit purer Kompromisslosigkeit den Weg in die Ohren, während bei "Slaughter The Virgin" - und das ist auch der einzige Kritikpunkt - etwas zu viel Abwechslung vorkommt. Der Gesamteindruck wird durch die Solobegleitung der Gitarre und die übermäßige Riff- und damit verbundene Melodie-Vielfalt eher geschwächt, so dass man schon fast an technischen Metal denkt.
"Lunar Eclipse" hingegen trumpft wieder mit einer eigenen Art auf und an dieser Stelle darf auch gesagt werden, dass sich die Band zukünftig eher in diese Richtung bewegen wird.

Fazit: Für eine EP haben sich LACERATION mächtig ins Zeug gelegt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn die Produktion ist sehr gut, der Sound schön klar, das Schlagzeug voluminös. Experimente sind in der heutigen Zeit sehr gängig, aber für die Töginger Band hat sich die gekonnte Kombination aus Melodie, Epik und Gnadenlosigkeit bewährt. Man darf gespannt sein, was die Truppe in Zukunft kreiert, aber zugleich und dennoch diese EP "Paralyzed and Frozen in Light" empfehlen.

Flo für Lady-Metal.com