Leaves' Eyes - Meredead

Leaves' Eyes, Meredead, Napalm Records, Lady_Metal

Band: Leaves' Eyes

Album: Meredead

Label: Napalm Records

Genre: Symphonic Metal

Release Date: 22.04.2011

Lineup:
Liv Kristine - Vocals
Alexander Krull - Vocals
Torsten Bauer - Guitar
Sander van der Meer - Guitar
Roland Navratil - Drums

Tracklist:

01. Spirits Masquerade
02. Etain
03. Velvet Heart
04. Krakevisa
05. To France
06. Meredead
07. Sigrlinn
08. Mine Taror er ei Grimme
09. Empty Horizon
10. Veritas
11. Nystev
12. Tell-Tale Eyes

Danke an Napalm Records für das Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Eine weitere Band traut es sich ihre vertrauten Pfade zu verlassen. Das ist die wohl wichtigste Erkenntnis des mittlerweile vierten Studioalbums von Leaves' Eyes. Epische Metalsongs mit viel Bombast haben sie auf den beiden Vorgängern mit schon mit einigem Können zelebriert.

Jetzt ist es Zeit etwas mehr Folk in die Musik einfließen zu lassen, aber dabei immer noch Wiedererkennungswert zu behalten. Kein einfaches Unterfangen. Liv Kristine brilliert zu großen Teilen auf dieser Veröffentlichung, wenn stellenweise auch etwas die Luft auszugehen scheint. Insgesamt ist ihre Stimmfarbe auch etwas anders geworden - oder kommt zumindest verändert rüber. Mir persönlich fehlt der Wiedererkennungswert, den sie auf den Vorgänger-Scheiben zweifelsohne hatte. Dazu ist Mastermind Krull lediglich auf einem Song der Scheibe gesanglich vertreten.

Es kommen Instrumente zum Einsatz, deren Aussprache wohl einigen Anhängern Probleme bereiten dürfte. Genau so verhält es ich auch mit einigen Stücken der Platte. Back to the Roots ist das Motto, wenn Frau Kristine in finnischer Sprache durch einige Stücke der Platte schwebt.

Fazit: Folk-Anleihen werden hier mit viel Liebe zum Detail in die Songstrukturen eingeflochten und klingen keinesfalls aufgesetzt. Dabei geht allerdings die druckvolle Härte aus den Songs weitestgehend verloren. Doch man weiß ja bekanntlich, dass Stillstand der Tod ist und somit kann man nur Respekt zollen, dass eine weitere Band den Schritt zu neuen Ufern wagt. Somit entrinnen sie gekonnt dem Orchesterwettrüsten des Genres und stechen ein weiteres Mal aus der Masse der Veröffentlichungen hervor. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Album Anerkennung bekommt. Diese hat es zweifelsohne verdient, denn in "Meredead" steckt viel Liebe. Und das hört man.

Chris für Lady-Metal.com