Legacy Of Emptiness - Legacy Of Emptiness

Legacy Of Emptiness

Band: Legacy Of Emptiness

Album: Legacy Of Emptiness

Label: Ketzer Records

Release Date: 04.07.2011

Genre: Symphonic Melodic Black Metal

Rezensent: Flo

Tracklist:
01. Possessed
02. Valley Of Unrest
03. Whispering Voices
04. Ringer Of Death
05. Cross The Sea
06. Onward!
07. Departure

Lineup:
Eddie Risdal - Guitars, Vocals, Programming
Kjell-Ivar Aarli - Bass
Øyvind Rosseland - Keyboards

Danke an Ketzer Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Symphonisch Melodischer Black Metal aus Norwegischen Landen der Band LEGACY OF EMPTINESS. Als eher unbekannte Band haben sich die drei Herren um Eddie, Kjell-Ivar und Øyvind unter nicht gerade wenig Konkurrenz zu beweisen, was sich natürlich auf die Durchsetzungsfähigkeit des Albums erschwerend auswirkt.

Das kurze Keyboard-Intro führt den Hörer schnell in die Richtung des Ziels, einem mit knallhartem und schnellem Schlagzeug umrahmten ersten Song "Possessed", der musikalisch zeitweise an diverse Stilgrößen wie ältere Catamenia oder Anorexia Nervosa erinnern mag. Der akustische Schlussteil bringt einen Schuss Abwechslung hinzu und vermag durch seine Spielweise und Instrumentierung -Gitarre, Klavier und Akkordeon- wie eine kleine Expedition in folkige Gefilde zu punkten.

Gefolgt von einem weiteren Meisterstück mit dem interessanten Namen "Valley Of Unrest", das mit fast acht Minuten Spielzeit auf jeden Fall nicht zu kurz geraten ist, versuchen sich LEGACY OF EMPTINESS auch im atmosphärischen Subgenre. Der dritte Song "Whispering Voices" dürfte wie eine kleine Wende im Album wirken, denn die Melodien des Keyboards rücken etwas mehr in den Vordergrund, werden melodischer und klingen einerseits nun symphonisch aber auch modern.

Gegen Ende des Albums gibt es noch zwei nennenswerte Titel. Zum einen wäre dies "Cross The Sea" als dreiteiliges Stück. Beginnend mit einem langsamen schweren Rhythmus wandelt sich der Song in einen kompromisslos-schnellen Nackenbrecher im Mittelteil um, sodass zum Schluss alle Geschütze noch einmal in vollem Geratter die Mähnen zum Kreisen bringen können.
"Onward!" gesellt sich dazu als vom Heavy Metal angehauchter Track, der mit einer genialen Orgelmelodie auftrumpft. Ein anmutender Zwischenteil spaltet auch diesen Song -fast schon obligatorisch bei LEGACY OF EMPTINESS- in zwei epische und diesesmal zusammengehörige Teile, da die Melodieführung gleich bleibt.

Als Outro rundet "Departure" das Album auf dezente Weise ab und lässt zudem noch das Artwork, bei dem ein kleines besatzungsloses Holzboot von einem Ufer wegtreibt, auf den Hörer wirken.

Fazit: Selten bekommt man solche Werke wie "Legacy Of Emptiness" zu Ohr. Die Songstrukturen sind ausgeklügelt und perfekt ineinander gebunden, was auch letztlich durch die vielfältige Anwendung von Subgenres gesteuert wird. Man muss feststellen, dass das Keyboard im ganzen Album ein Melodieinstrument ist, und die metaltypischen Instrumente wie Gitarre und Bass in erster Linie für die rhythmische Umrahmung verantwortlich sind. Nichtsdestotrotz gibt es vereinzelt Solos, die in ihrer Art und Spielweise optimal verarbeitet wurden. Die Gewichtung für die beiden Genre-Worte Symphonic und Melodic darf man eindeutig mehr in Richtung Melodic legen. Eben dies soll ein Hinweis dafür sein, dass dieses Album nicht jedes Black Metallers Vorstellungsmuster bestätigen wird, jedoch für Liebhaber von Melodien, oder aber auch Power Metaller bzw. Dark Metaller direkt als Tipp gesehen werden darf.

Flo für Lady-Metal.com