Locus Neminis - Weltenwanderung

Locus Neminis

Band: Locus Neminis

Album: Weltenwanderung

Label: Eigenproduktion

Release Date: 21.04.2012

Genre: Symphonic black death metal

Rezensent: Roba

Tracklist:
01. Spiegelbild der Vergangenheit
02. Weltenwanderung
03. Wenn die Nacht den Tag Verdrängt
04. Ein Neuer Anfang
05. Wanduhr
06. Totes Licht
07. Mut zum Letzten Schritt
08. Virus
09. Die Begegnung

Lineup:
Xarius - vocals
J.P - guitar
Antimaterie - synths
F.E - guitar
Demian - bass
Ramiz - drums

Besten Dank an die Band für das Material

Beurteilung

Vor fast einem Jahr brachten die Österreicher aus dem "No-mans-land" (Locus Neminis) ihr Debut in Eigenregie raus. Selbst rausgebracht, selbst produziert. Hört man sich dass fertige Produkt an, muss rein objektiv schon staunend ein dickes Lob an die Band und Franz Enkner für die Produktion aussprechen. Geboten wird melodischer Black Death vom Feinsten mit einem klaren, kraftvollen Sound, der die Musik perfekt unterstreicht und keine Wünsche offen lässt. Gehen wir jedoch ins Detail. Warum symphonic black death? Symphonisch deswegen, weil sehr viel Orchester und andere klassische oder ambient Soundsphären zum Einsatz kommen, die Musik jedoch nie überlagern. Warum black? Kreischende Gitarren, dissonante Riffings, hohes Geschrei, Blast Beats und Melancholie. Bleibt noch der Death. Den findet man gerade zum Ende des Albums hin immer mehr, auch wenn die tiefen Crowls schon von Anfang an zum Einsatz kommen. Jedoch häufen sich die schweren Stacatto Riffs zum Ende hin immer mehr und bringen Gewalt und Abwechslung. Es ist quasi ein schleichender Prozess, wie die langsame Verrohung der Seele, die am Ende ihre Bahn bricht und in ihrer Umwelt wütet. Sehr interessant ist auch der Akustikgitarreneinsatz, der einen Extraschub an Atmosphäre liefert.

Fazit: Eines der besten Debuts, die ich bis jetzt hören durfte. Extrem professionell, individuell, brachial, mitreißend. Hier wurde alles richtig gemacht, was richtig zu machen ist. Es wurde eine perfekte Symbiose von Atmosphäre, Black Metal und Death kreiert, die einen einfach in den Abgrund mit brutaler Endgültigkeit zerrt.

Roba für Lady-Metal.com