Motörhead - Aftershock

Motörhead

Band: Motörhead

Album: Aftershock

Release Date: 18.10.2013

Label: UDR Music

Genre: Rock 'n' Roll

Rezensent: Havoc

Tracklist:
01. Heartbreaker
02. Coupe De Grace
03. Lost Woman Blues
04. End Of Time
05. Do You Believe
06. Death Machine
07. Dust And Glass
08. Going To Mexico
09. Silence When You Speak To Me
10. Crying Shame
11. Queen Of The Damned
12. Knife
13. Keep Your Powder Dry
14. Paralyzed

Lineup:
Ian Fraiser "Lemmy" Kilmister - Vocals, Bass
Mikkey Dee - Drums
Phillip Campell - Guitars

Besten Dank an Netinfect für die Bereitstellung des Albums.

Beurteilung

Mit Aftershock gehen Motörhead bereits in die 21. Runde und geben damit, nach dem plötzlichen Konzertabbruch beim diesjährigen Wacken:Open:Air, auch wieder die Marschrichtung vor: Rock and Roll! Als einer der ältesten und qualitativ hochwertigsten Acts in der Szene ist Motörhead allseits bekannt. Mikkey Dee, nicht zuletzt bekannt durch Auftritte im schwedischen Dschungelcamp oder als eifriger Unterstützer Bastian Schweinsteigers, bringt gewohnt die Drums zum erbeben. Phil Campell, welcher bereits seit knapp 30 Jahren die Gitarre schwingt und natürlich die Ikone im Rock und Metal schlechthin, Ian „Lemmy“ Kilmister an seinem Rickenbacker Bass.

Musikalisch bleiben sich Lemmy und die Jungs auf dem wie gewohnt von Cameron Webb in Los Angeles gemixten und produzierten Album treu und bieten wieder dreckigsten Rock and Roll vom Feinsten. Bereits mit dem Opener „Heartbreaker“ wird dem Hörer klargemacht, dass auch auf „Aftershock“ keine Gefangenen gemacht werden. Packende Riffs und wuchtiger Bass untermalen auch den nächsten Track „Coup De Grace“, bis bei „Lost Woman Blues“ das Tempo etwas gezügelt wird. Jedoch beweisen die Rocker auch hier, dass der Rock and Roll  Midtempo funktioniert. „End Of Time“, „Do You Believe“ und „Death Machine“ drücken wieder ordentlich auf die Tube und erinnern stellenweise wieder an die alten Glanztaten aus den späten Siebzigern. Mit „Dust And Glass“ begeben sich Lemmy und Co. in bluesigere Gefilde und schaffen eine Blues-Ballade á la Kilmister. „Going To Mexico“, „Silence When You Speak To Me“ und „Crying Shame“ schaffen es nicht nur durch ihre hervorragenden Texte zu glänzen und liefern wieder Motörheadsound vom feinsten. Den Abschluss bilden „Queen Of The Damned“, „Knife“, „Keep Your Powder Dry“ und „Paralyzed“ bei denen der verstärkte Einsatz der Gitarre deutlich zu vernehmen ist.

Fazit:
Alles in Allem verhält es sich bei jedem Motörhead Album gleich, frei nach Lemmy: „The Chase is better than the Catch“ ist die Vorfreude auf ein neues Album und die dazugehörige Tour jedes mal am größten. Die Alben selbst bieten zwar immer eine gehörige Portion Rock and Roll und stehen völlig ausser Konkurrenz, doch auf Granatensongs wie „Ace Of Spades“, „Overkill“, Bomber“ oder „Killed By Death“,um nur einige wenige aus dem umfangreichen Repertoire zu nennen, warte ich seit Jahren vergeblich. Das Album kann sehr viel und bietet für den Hörer sehr viel Abwechslung, doch das Sahnehäubchen bleibt uns leider noch verwehrt. Trotzdem kann ich ruhigen Gewissens eine Kaufempfehlung aussprechen, da dies hier „Jammern auf hohem Niveau“ ist und Motörhead mit „Aftershock“ das machen worin sie die Besten sind: Rock and Roll!

Havoc für Lady-Metal.com