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Band: Nothgard

Album: Age of Pandora

Label: Trollzorn

Release Date: 12.09.2014

Genre: Epic/Melodic Deah Metal

Rezensent: Julian

Tr
acklist: 
01. Of Light and Shadow
02. Age of Pandora
03. Blackened Seed
04. Black Witch Venture
05. In Blood Remained
06. Anima
07. Obey the King
08. Wings of Dawn
09. Mossback Children
10. No one holds the Crown

Lineup:
Dom R. Crey - Leadguitar, Vocals, Studiokeyboard
Daniel Kinninger - Second Lead Guitar, Backing Vocals
Vik. S - Bass, Backing Vocals
Skaahl - Rhythm Guitar
Dominik Ziegler - Drums

Danke an TROLLZORN für das Bereitstellen des Albums.

Beurteilung

Nothgard sind längst kein unbeschriebenes Blatt mehr und reihen sich irgendwo unter Namen wie Wintersun, Euphoreon und Frosttide ein. Nicht zuletzt das „Partnerprojekt“ Wolfchant hat in dieser Liste schon lange seinen Platz und spätestens seit dem Einstieg von Gitarrist Dominik bei Equilibrium sollte man sich seine anderen Projekte mal angesehen haben. Wer in der Kategorie „Epic Death Metal mit technischem Gitarrenspiel“ nicht nur das Unwort des Jahres sondern auch seine musikalische Leidenschaft findet, darf sich die Scheibe ruhig genauer anschauen.

Los geht es selbstverständlich mit dem obligatorischen Filmscore-Opener der auf keiner Epic Metal Platte fehlen darf. Ohne die Tracklist überhaupt gelesen zu haben weiß ich, dass mich ein wunderschönes, wenn auch pathostriefendes Orchesterintro erwartet. Bingo. Trotz der Tatsache dass derartige Opener bei Epic Metal quasi zur Serienausstattung gehören, bin ich angenehm überrascht. Kein billiges Synthie-Gedöns, keine platten Samples. Das Intro dröhnt mit annähernder „Hans-Zimmer-Qualität“ aus den Boxen und würde jedem millionenschweren Fantasystreifen mehr als gerecht werden.

Nun zum eigentlichen Inhalt. Die einzelnen Songs variieren angenehm im Tempo, Die Orchestersamples sind angenehm präsent ohne die Band zu überlagern. Das Songwriting ist abwechslungsreich und drückt das Genre in eine recht moderne Richtung, und die dritte Gitarre sorgt für Spielraum und satten Sound. Lediglich die Vocals treffen nicht immer ganz meinen Geschmack. Insgesamt ist das Album angenehm abgemischt ohne overproduced zu wirken und die Aufnahmequalität kann sich hören lassen.

Fazit: Ein episches Brett das perfekt an seinen Vorgänger anschließt und sich stilistisch etwas an „Embraced by Fire“ der Partnerband Wolfchant annähert. Im Vergleich zu „Warhorns of Midgard“ brauchte ich zwar geringfügig länger um mich einzuhören, aber nach 3-4 Durchläufen bin ich schon wieder voll im Trinkhornmodus. Geil!

Julian für Lady-Metal.com