Powerwolf - Preachers of the Night

Powerwolf

Band: Powerwolf

Album: Preachers of the Night

Label: Napalm Records

Release Date: 19.07.2013

Genre: Power Metal

Rezensent: Havoc

Tracklist:
01. Amen & Attack

02. Secrets Of The Sacristy
03. Coleus Sanctus
04. Sacred & Wild
05. Kreuzfeuer
06. Cardinal Sin
07. In The Name Of God (Deus Vult)
08. Nochnoi Dozor
09. Lust For Blood
10. Extatum Et Oratum
11. Last Of The Living Dead

Line-up:
Attila Dorn – Vocals
Matthew Greywolf – Guitar
Charles Greywolf – Guitar
Falk Maria Schlegel – Organ
Roel van Helden – Drums

Danke an Napalm Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Die Wölfe aus dem Saarland dürfte spätestens seit dem letzten Album „Blood of the Saints“ und der darauf folgenden exzessiven Tour für die meisten Headbanger ein Begriff sein. Orgeln, Choräle, schmetternde Riffs, eingängige Refrains, der rumänische Akzent des Sängers Attila Dorn und natürlich jede Menge Ohrwürmer war das Fazit des umjubelten Vorgängers, die Messlatte für den vorliegenden Nachfolger „Preachers of the Night“ liegt also sehr hoch. Nun dürfen wir gespannt sein, ob die Vorschusslorbeeren welche seit Wochen durch die Fachpresse und den einschlägigen Seiten verteilt werden, gerechtfertigt sind.

Das Schlagzeug wird zwar nicht erst seit diesem Album von Roel van Helden eingespielt, doch ist es das erste mal, dass dieser als nun vollwertiges Bandmitglied auch erstmals am kreativen Prozess des Songwritings teilgenommen hat. Dieser Tatsache ist möglicherweise auch die im Vergleich zum Vorgängeralbum zugenommene Geschwindigkeit geschuldet. Ansonsten hat sich weder personell noch spieltechnisch an den gewohnten (und guten!) Strukturen im Wolfsrudel geändert. Die Songs brillieren wie gewohnt durch sakrale Epik, bombastische Riffs und hymnenhaften Gesang.

Statt des gewohnten Intros startet das Album sofort mit der bereits im Vorfeld als Single und Video veröffentlichten Hymne 'Amen & Attack'. Hier fällt sofort auf, dass Frontwolf Attila die Einzählung im Refrain in deutscher Sprache singt. Die drei folgenden Nummern, 'Secrets of the Sacristy', 'Coleus Sanctus' (wer hat im Lateinunterricht aufgepasst ;D) und 'Sacred & Wild' sind gewohnt eingängige Hymnen in bester Powerwolfmanier. Mit 'Kreuzfeuer' betreten Powerwolf zumindest textlich Neuland. Der Song ist zu gleichen Teilen in Lateinisch und Deutsch verfasst. Mit 'Cardinal Sin' und 'In The Name Of God (Deus Vult)' geht es dann wieder zurück in gewohnte Fahrwasser, bevor mit 'Nochnoi Dozor', einem Tribut an den gleichnamigen Roman von Sergej Lukianenko, eine Powermetalhymne vor dem Herrn zelebriert wird. Den Abschluss bildet das Songtrio um 'Lust For Blood', 'Extatum Et Oratum' und dem abschließenden 'Last Of The Living Dead', welches am Ende zu rauschendem Wind ausfaded.

Fazit: Mit ihrem fünften Album schaffen es Powerwolf erneut ein Album mit einer enormen Hitdichte abzuliefern, ausnahmslos alle Songs haben Ohrwurmcharakter und laden zum sofortigen mitbangen ein. Es ist faszinierend zu hören, wie die Band es geschafft hat sich innerhalb der eigenen Genregrenzen dermaßen weiterzuentwickeln und sich trotz alledem treu zu bleiben. Obwohl die Songs einen Gang schneller und eine Schippe härter geworden sind, als man es noch von den Vorgängeralben gewohnt ist, hören sie sich allesamt einwandfrei nach Powerwolf an. Zugegeben, beim ersten Hördurchgang war der deutschsprachige Gesang bei 'Kreuzfeuer' schon sehr befremdlich, doch nach einigen Durchläufen ist der Track zu meinem absoluten Lieblingssong auf dem Album avanciert. Mit dem Killertrack 'Nochnoi Dozor' werden wir Powerwolf wohl auch noch die nächsten Jahre auf den Tanzflächen in den einschlägigen Metalclubs begegnen. Bisher eines der absoluten Highlights des Jahres für mich, ich bin gespannt wie die Jungs das Live rüberbringen werden. Ich kann das Album mit absolut gutem Gewissen weiterempfehlen.

Havoc für Lady-Metal.com