Proll Guns - Fucking Troublemaker

Band: Proll Guns

Album: Fucking Troublemaker

Label: NRT-Records

Releasedate: 22.05.2015

Genre: Western Thrash&Roll / Thrash Metal

Rezensent: Olli

Tracklist:

01. Fucking Troublemaker
02. Horseflesh Barbecue
03. From Texas To Hell

Lineup:

Evil Ed – Lead Vocals & Bass Guitar
The Burner – Vocals & Guitar
Cra „“Y“ Maker – Drums

Saloon Girls:
Miss Candy Rose
Miss Sherly Colt

Danke an NRT-Records für das Material.

Beurteilung

Die Proll Guns bringen nach ihrem Debütalbum"And The Western Blood Runs" eine EP als Vorgeschmack für ihr zweites Album raus, das auf den Namen "Horseflesh BBQ" hören soll. Die EP namens "Fucking Troublemaker" umfasst drei neue Songs, die allesamt in dieselbe Richtung preschen. Flotter Thrash Metal, der nach vorne prescht und auf die Zwölf geben will. Immer wieder vom Banjo ergänzt hat die Band durchaus einen gewissen Wiedererkennungswert und die EP weiß auch bis zu einem gewissen Grad zu unterhalten. Die Lyrics werden dem Bandnamen auf den ersten Blick gerecht, wobei das Ganze mit einem Augenzwinkern vorgetragen wird und dadurch auf den zweiten Blick weniger flach ist als befürchtet. Der Gesang ist sicher Geschmackssache, bewegt er sich irgendwo zwischen gutturalem Gesang und dem aus dem Hals gepressten Gegröhle, das man im Deutschrock häufig antrifft. Klingt aber extrem maskulin und passt damit perfekt zum angestrebten Klangbild und Image der Band.

Die einzelnen Songs zu beschreiben, wäre bei dieser EP mit 3 Songs nicht zielführend, wer sich bis hierhin angesprochen fühlt, kann einfach mal reinhören. Letztlich liegt hier aber auch mein größter Kritikpunkt. Abgesehen von den Texten und einem Sample in "Horseflesh Barbecue" unterscheiden sich die Songs kaum voneinander. Während die Band insgesamt, wie schon beschrieben, einen gewissen Wiedererkennungswert hat, sind die Songs extrem ähnlich. Für ein komplettes Album wäre mir das auf Dauer zu langweilig, vielleicht können die Proll Guns auf der Full Length das Ganze mit ein, zwei balladesken Nummern auflockern oder hin und wieder schlicht das Tempo wechseln, ansonsten laufen sie Gefahr, allzu belanglos vor sich hin zu plätschern. Insofern tu ich mich mit Bandvergleichen hier auch schwer, das gezeigte auf der EP hat einfach viele Thrash Trademarks, ohne aber deutlich auf bestimmte Bands hinzuweisen. Der Western Einschlag ist originell umgesetzt, ohne dabei Country Klischees durchzukauen.

Fazit: Die Proll Guns sind nicht als Hintergrundmusik für Mußestunden mit einem guten Buch geeignet, als Partymusik oder vielleicht auch, um nachts auf der Autobahn mal kurz wach zu werden, kann man diese EP allerdings gut auflegen. Ganz überzeugt bin ich zwar nicht, weil mir die Abwechslung und die ganz großen Ideen fehlen, aber das Album werde ich mir trotzdem vormerken. Vielleicht wird da auf dem Gaspedal variiert und die eine oder andere Idee gezündet, um auf dem guten Fundament wirklich Großes zu erschaffen. Einfach mal weiter machen.

Olli für Lady-Metal.com