Unlight - The Katalyst Of The Katharsis

Lady_Metal

Band: Unlight

Album:
The Katalyst Of The Katharsis

Label: War Anthem Records

Release Date: 25.04.2014

Genre: Black Metal

Rezensent:
Flo

Tracklist:
01. Six Dark Suns
02. The Katalyst Of The Katharsis
03. Grand Nexion
04. Strix Infaustus
05. The Seven Libations
06. Triangle Of Manifestation
07. Promethean Might
08. Staub Und Asch
09. Antipole Divinity
10. T.A.O.L.
11. Laudanum
12. Temphioth

Lineup:
Lord Grond – drums
Blaspherion – guitars, vocals
Ratus – guitars
Nefastus - bass

Vielen Dank an War Anthem Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Nach vier Jahren gibt es nun endlich wieder ein weiteres Kapitel in der Diskographie der deutschen Black Metal Institution UNLIGHT zu verzeichnen. Das lang ersehnte Werk trägt den Namen "The Katalyst Of The Katharsis" und wartet mit zwölf halsbrecherischen Hymnen auf die Hörerschaft. Angefügt sei auch noch, dass man auf diesem Album die geballte Ladung Black Metal erwarten darf und nicht mit der gewohnten Black/Thrash-Mixtur, wie man sie von älteren Alben der Band kennt, gestillt wird. ODER? Wollen wir mal sehen, was die Scheibe zu bieten hat.

Und da geht es auch schon in voller Fahrt mit Maximalschub los. Hohe Soundqualität macht sich breit und zieht ab dem ersten Ton alles in den Bann, was in der Lage ist die Musik wahrzunehmen und wenn es nur die 4 Wände Eurer Häuser sind, sehr geehrte Leser, denn diese dürfen sich auf eine Klang-Massage der harten Weise gefasst machen. Blastbeats gehören hier zur Grundausstattung und werden von mächtigen Ohrwurm-Riffs begleitet.
Die Dreierschaft "Six Dark Suns", "The Katalyst Of The Katharsis" und "Grand Nexion" begrüßt in diesem Sinne alle verwöhnten Seelen und im Underground behaftete Seelen, wobei sich UNLIGHT tendenziell einen guten Status erarbeiten können. Das beweist bereits der Anfang des Albums.

Irgendwann muss doch mal was anderes kommen, oder? Ja, es ist soweit. Nun begeben wir uns zur nächsten Mutprobe. Auch das träge Tempo will beherrscht sein und so folgt eine Black Metal 'Balladen' namens "Strix Infaustus". Das jähe Ende dieses kleinen Ausflugs in langsame Gefilde lässt sich erahnen und wird wieder mit zwei weiteren Knallern aufgepeppt.
Mittlerweile sind wir bei "Promethean Might" angekommen. Dieser Song trifft nun nicht wieder das Gegenteil, sondern ist im Midtempo angesiedelt, sodass auch dieser Bereich abgedeckt ist.
Als nächstes folgt der einzig deutsch betitelte Song "Staub und Asch", der zudem mit einem gut verständlichen Text und mit längster Spielzeit im Album punkten kann. Weiterhin schmücken den Song ein anspruchsvolles Gitarren-Solo sowie gezielte epische Parts, die im Einklang mit dem gewählten Tempo und Rhythmus des Schlagzeugs eine perfekte Kombination bis zum Fade-Out am Schluss bilden.

Die Zeichen stehen gut, aber was kommt nun? Man glaubt es kaum, aber auf "Antipole Divinity" wollen UNLIGHT offenbar ihre Wurzeln bzw. ihre Vergangenheit noch einmal einberufen. Der Black-Anteil sinkt von 100 auf gefühlte 0, während der Thrash Metal die Herrschaft übernimmt. Ein einziger Song in diesem Format. Welche Intention hatten die vier Herren da?
Mit dem Finale erinnert dann wieder ein mächtiges Dreiergespann an den Beginn: "T.A.O.L.", "Laudanum" sowie "Temphioth" ziehen ein weiteres Mal die Spannungsspitzen in den Grenzbereich. Einfach extrem! Und damit schon wieder ein Black Metal Album aus Deutschland, das sich keinesfalls verstecken braucht.

Fazit: Gut - Besser - UNLIGHT! Und dabei handelt es sich um das bisher sechste Album seit ihrer Gründung im Jahre 1999. Eine lange Zeit, aber mit "The Katalyst Of The Katharsis" könnte dieser Band ein Wachstumsschub gelingen. Die Chancen stehen nach Gehörtem zumindest nicht schlecht. Interessant ist auf jeden Fall die kleine Stilbereinigung, welche sich mit dem aktuellen Album aufgetan hat. Nunmehr gibt die Band Vollstoff im Black Metal, auch wenn sich im Album noch ein Titel der alten Schiene befindet. Nichtsdestotrotz ein klares -Weiter machen!- an die Band. Ein klares -Kaufen!- an die Szene.

Flo für Lady-Metal.com