Urlog - Vernichtung

Bandname

Band: Urlog

Album: Vernichtung

Label: Sturmglanz Black Metal Manufaktur

Release Date: 31.03.2012

Genre: Black Metal

Rezensent: Hellania


Trackliste:
01. Dein Leben Dem Hass Geopfert
02. Die Posaunen Des Totes
03. Ragnarök
04. Salus Liberator Diabolus
05. Schlacht
06. Untergang
07. Vlad Tepes
08. Wotan
09. Verdammnis
10. Catholic Virgin

Lineup:
Fimbultyr - Gesang
Marbas - Gitarre/Bass
Sangius – Schlagzeug

Ich bedanke mich bei Sturmglanz, die dieses Album zur Verfügung gestellt haben.

Beurteilung

URLOG ist eine erfolgreiche Band aus Deutschland, die nach vielen Querelen, endlich zu sich selbst gefunden hat. Nach vielen Mitgliederwecheln ist die optimale Formation gefunden und man will endlich durchstarten. Mit dem letzten Album „Harjaz.“, wurde der erste Schritt in die richtige Richtung getan und das aktuelle Album „Vernichtung“ hat die Truppe ihre musikalische Heimat endgültig gefunden. Nordische Mythologie, Endzeitszenarien oder historische Begebenheiten sind Thematiken, die die Band abdeckt und individuell gestaltet. Man darf also erneut auf ein gewaltiges Werk bauen, das mit Pauken und Trompeten, wie ein Bombenhagel einschlägt.

Direkt, laut und brutal wird aufgespielt und nicht lange gezögert. Gnadenlos rattern die Gitarren und das Schlagzeug erzeugt den Grundtakt. Dennoch fließt auch Melodie ein und das gesamte Werk ist zeitweise nicht so aggressiv. Trotzdem bleibt dieses Gefühl der Grundtenor und wird extrem durch den harten Shout betont. Man legt viel Wert auf das Textverständnis und grade die deutsche Sprache bietet ein großes Repertoire an Schlagworten, die dem brachialen Anliegen entgegen kommen. Die Stimme ist etwas lauter eingestellt, als die Instrumente und dröhnt markant hervor. Die monotonen Riffs werden durch kleine Soli unterbrochen, die Auflockerung und Spaß bringen sowie das spielerische Talent erkennen lassen. Die Songs sind wandelbar und zeigen Kreativität, indem wechselnde Rhythmen einfließen, bleiben jedoch in den Strukturen gleich. URLOG hat Wiedererkennungswert und weist einfache Gitarrenläufe auf. Kurze knackige Akkorde, die an die frühen Werke aus den 80er erinnern, als die Techniken noch nicht ganz so ausgereift waren.


Fazit: Man könnte sagen, URLOG ist typisch deutsch, aber ohne jegliche politische Wertigkeit. Die sprachliche Verarbeitung eröffnet ein ganz anderes Musikerlebnis und stellt auch die Songs in ein anderes Licht. Sie klingen äußerst hart und finden in der instrumentalen Begleitung die passende Umsetzung. Es besteht allerdings die Gefahr, dass der Hörer irgendwann genervt ist, weil die Aufbauten zu durchsichtig sind und die Songs sich kaum unterscheiden. Ein Dauerbrenner könnte dieses Album nicht werden, zumindest nicht für Fans, die etwas mehr Anspruch haben. Roh und einfach wird gearbeitet, obwohl vielleicht noch mehr drin wäre.

Hellania für Lady-Metal.com