Vanderbuyst - Flying Dutchmen

Lady_metal

Band: Vanderbuyst

Album: Flying Dutchmen

Label:
Ván Records

Release Date: 07.12.2012

Genre: Hard Rock

Rezensent: Chris

Tracklist:
01. Frivolous Franny
02. Waiting in the Wings
03. Give Me One More Shot
04. The Butcher's Knife
05. Tears Won't Rinse
06. Never Be Clever
07. In Dutch
08. Johnny Got Lucky
09. Lecherous
10. Flying Dutchman
11. Welcome to the Night

Lineup:
Jochem Jonkman - Vocals, Bass
Willem Verbuyst - Guitar
Barry van Esbroek - Drums

Danke an Ván Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

In den letzten Jahren hat sich das deutsche Label Ván Records zu einem meiner Favoriten gemausert. Mit einem Gespür für Bands, die ihren ganz eigenen Stil erschaffen und mitunter auch polarisieren. Für die holländischen Nachbarn haben sie dabei ein ganz besonderes Faible entwickelt. So auch beim Trio VANDERBUYST, die hier ihr zweites Album vorlegen und es gekonnt "Flying Dutchmen" getauft haben.

Erwartet habe ich persönlich dieses Release schon länger. Vor allem um zu hören, ob sie mit dem Debüt mithalten oder an dieses anschließen können. "Frivolous Franny" gibt den Auftakt als schmissig-fetzige Rocknummer mit Blues- und 70s-Einflüssen. Der Folgesong schließt daran nahtlos an, bevor es mit "Give Me One More Shot" einen akustisch-besaiteten Einstieg gibt. Könnte eigentlich problemlos als Ballade durchgehen, die viel Charme und doch Hilflosigkeit versprüht. Gerade die Reibeisen-Stimme eines Herrn Jonkman macht diesen Song ganz besonders interessant. Geradezu großartig die Gitarrenläufe beim Track "The Butcher's Knife". Aus diesem Grund, und auch wegen dem Titel, dürfen die Fleischwarenfachverkäuferinnen dieser Welt gerne romantisch-verträumt auf die Knie gehen. "Never Be Clever" ist ein Gute-Laune-Rocker, der gerade bei der Gitarrenarbeit an Van Halen und ihre Großtaten zu erinnern vermag. "In Dutch" und der Titelsong sind die Hymnen aufs Vaterland - im ganz eigenen VANDERBUYST-Stil vorgetragen.

Fazit: Das Trio aus den Niederlanden erfindet sich selbst nicht neu - und überrascht dennoch. Hard Rock, vollgepackt mit viel 70s-Style, aber ohne Schlaghosen und Blues-Einflüsse paaren sich mit einer markanten Reibeisen-Stimme und einer Menge Eier in der Hose zum wohl besten Holland-Export seit es Gouda gibt. Natürlich ist das hier, wenn man den Titelsong mal ausnimmt, kein Hard Rock zum im Suff mitgröhlen. Es ist Rockmusik mit Anspruch, die intensiver gehört werden will als 95 % der heutigen Scheiben und doch eine Menge Spass macht. Es groovt an jeder Ecke und lädt (mindestens) zum Fußwippen ein, selbst wenn man langsamere Töne angeschlagen werden. Wer den Vorgänger mochte, kann auch mit diesem Werk völlig zufrieden sein. Für Neulinge im VANDERBUYST-Universum sei es auch empfohlen, denn allein die Gitarrenarbeit von Willen Verbuyst ist es wert eines, wenn nicht sogar zwei, Ohren zu riskieren.

Chris für Lady-Metal.com