Violet Moon - Path Of Vengeance

Violet Moon

Band: Violet Moon

Album: Path Of Vengeance

Label: Eigenproduktion

Release Date: 16.04.2011

Genre: Brutal Power Metal of Death

Rezensent:
Chris

Tracklist:
01. Path Of Vengeance
02. Dead End
03. Shadows
04. Sweet Madness
05. One Tear
06. Time To Say
07. Goodbye My Friend
08. Circle Of Blood
09. Invisible War
10. Emo
11. Bed Of Thorns
12. Thank You

Lineup:
Carsten Pintér - Screams, Guitars
Anna Amok - Growls, Synth
Funze Spago - Guitars
Sebi Knetzgore - Bass
Daniel Dan Vour - Drums

Vielen Dank an VIOLET MOON für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Im Jahr 2003 gründete sich die Band VIOLET MOON. Ist es Death, Power oder Melodic Metal? Die Antwort ist leicht: von jedem ein bisschen. Im Jahr 2008, nach einem Debütalbum, löste sich die Formation auf. Doch nach einigen Musikercastings und Songwriting von neuem Material begann die Band die Aufnahmen zum aktuellen Album "Path of Vengeance". Für die Aufnahmen in den Aexxys Art Studios zeichnete sich kein Geringerer als Stephan Fimmers (Necrophagist) verantwortlich.

Aus bayerischen Landen (u.a. Regensburg, Amberg und Erlangen) machen sich VIOLET MOON also auf, den Pfad der Rache zu beschreiten. Mit dem selbst benannten Stil "Brutal Power Metal of Death" lassen sie dabei ordentlich die Boxen erbeben. Die Stilbeschreibung trifft es auch ganz gut, jedoch sind weitaus mehr Einflüsse zu hören. Dort sind unter anderem noch Elemente des Black Metal, Gothic, Thrash Metal, Prog oder klassischen Heavy Metal eingebaut. Die Vocals bewegen sich zu einem großen Teil im Scream-Bereich, die von bewusst melodischen Gitarrenläufen untermalt werden. Dazu gibt es noch einige Growls der sonst eher dezente im Hintergrund tätigen Keyboarderin Anna zu hören. Die Drums sind vor allem in der zweiten Hälfte von "Circle of Blood" mächtig treibend und animieren einen zum Mitnicken.

FAZIT: Natürlich kann man einigen Songtiteln wie "Shadows" oder "Circle of Blood" fehlenden Einfallsreichtum und Klischeehaftigkeit vorwerfen. Auch das Einstreuen weiblicher Vocals, wie bei "One Tear" zu hören, kennt man schon. Hier sind sie jedoch auch wirkungsvoll platziert. Der Bayern-Fünfer bringt einen frischen Sound mit ordentlich Spritzigkeit und Spielfreude hervor. Kleinere, verspielte Überraschungsmomente wie die Zwischensequenz "Time To Say" oder das Solo von "Bed of Thorns" sorgen dabei für Abwechslung. Neben technischen Finessen und Können haben VIOLET MOON einiges an Potential vorzuweisen. Diese Band sollte man antesten und in Auge und Ohr behalten.

Chris für Lady-Metal.com