Vogelfrey - Zwölf Schritte zum Strick

Vogelfrey

Band: Vogelfrey

Album: Zwölf Schritte zum Strick

Label: TrollZorn

Release Date:
18.05.2012

Genre:
Mittelalter / Folk Metal

Rezensent:
Chris

Tracklist:
01. Intro
02. 6 Vaganten
03. Düsterpflicht
04. Schuld ist nur der Met
05. Der Tod und das Mädchen
06. Lindwurm Massaker
07. Freitod
08. Sommer
09. Der Tusch!
10. Lebenslehre
11. Flamme bin ich sicherlich
12. Galgenvogel

Lineup:
Jannik - Gesang, Rauschpfeife, Flöten, Bouzouki
Dennis - E-Gitarre, Background-Gesang
Chris - E-Bass, Background-Gesang
Johanna - Cello
Alex - Geige
Dominik - Drums

Vielen Dank an TrollZorn für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Die nächste Band, die es zu reviewen gilt, kommt aus dem nordischen Hamburg und nennt sich VOGELFREY. Musikalisch widmen sie sich dem Folk Metal und das hier vorliegende, via Trollzorn erschienene, "Zwölf Schritte zum Strick" ist ist das zweite Album der sechs Vaganten. In zwölf (sic!) Songs nimmt die Gruppe einen mit auf die Reise vom Wirtshaus zum Schafott.

Mal erlebt man zünftige Trinkgelage und frivole Darbietungen, aber auch düstere Weisen und bildreiche Balladen mischen sich darunter. Einflüsse aus Folklore und Mittelalter-Musik treffen auf energiegeladenen Rock und Metalriffs. Darunter mischen sich klassische Elemente, wie filigrane Streicher. Zusammen bauen sich somit atmosphärische Klangbilder auf, die wiederholt abrupt durch wütend anmutende (so weit man das in diesem Genre bezeichnen kann) Gitarrenattacken durchbrochen werden. Da mir der Vorgänger "Wiegenfest" schon bekannt war, kann man sagen, dass die Hamburger mittlerweile mit mehr Druck, wilder und tanzbarer agieren. Nachdem die Band schon ihre Qualitäten auf dem Summerbreeze unter Beweis stellen konnte, werden sie im Sommer 2012 das Wacken Open Air in einen Hexenkessel verwandeln. Da kann man durchaus von einem Schritt in die richtige Richtung sprechen - und dieser wird wohl nicht geradewegs zum Henker führen.

Fazit: Zuerst sei gesagt, dass das Interessanteste an diesem Album das Konzept ist. Musikalisch und lyrisch durchlebt man alle Emotionen, die wohl ein Verurteilter auf dem Weg zum Tod durch den Strang miterlebt hat. Was der Sechserpack hier bietet ist individuell und facettenreich. Stellenweise kann man es auch durchaus als innovativ bezeichnen. Jedoch bleiben sie den Wurzeln des Folk-Metals und Mittelalter-Genres treu. Große Überraschungen wird man mit diesem Album nicht erleben, aber die Freunde mittelalterlicher Spielmannszunft werden ihren Gefallen finden. Und auch darüber hinaus werden sich wohl einige Anhänger finden. Wurde auch Zeit, dass mal ein bisschen frischer Wind durch die Genrehallen des Mittelalter-Rocks weht.

Chris für Lady-Metal.com