Voices of Destiny - Power Dive

Band: Voices of Destiny

Album: Power Dive

Label: Massacre Records

Release Date:
27.01.2012

Genre: Epic/Gothic Metal

Rezensent: Laura

Tracklist:
1. Intro
2. Power Dive
3. My Separation
4. Dreams Awake
5. Kami
6. Untouchable
7. Being Worth
8. Dedication
9. Your Hands
10. Red Winter’s snow
11. Outro
12. Smoke and mirrors (Digipak bonus track)

Lineup:
Maike Holzmann - Vocals
Chris Gutjahr - Guitars
Lukas Palme - Keyboards
Jens Hartwig - Bass
Erik Seitz – Drums

Besten Dank an Massacre Records für das Material.

Beurteilung

Wer wissen möchte, wie Voices of Destiny klingen, braucht sich nur das Genre anzuschauen: Female Fronted Gothic Metal. Musikalisch und konzeptuell gesehen gibt es keine für mich feststellbaren Unterschiede zu Nightwish und Co. 

Das Intro führt einen an einem Strand entlang, wo das fröhlich-entspannte Pfeifen in einem plötzlichen Schrei endet, womit das Album beginnt, man wird in die Theatralik des Gothic-Metal eingezogen. Das Album besteht ausschließlich aus wuchtigen und energiegeladenen Stücken.
Bis auf zwei Ausnahmen beginnt jedes Lied mit Gitarre und Keys. Innovativ ist es nicht, aber der Sound von hoher Qualität. Und es ist ein großes Lob an die Instrumente insgesamt zu richten, da sie stark zeigen, was Gothic Metal kann: imposantes orchestrales Theater.
Der Gesang von Maike ist in den Soprantonlagen so klar und engelsgleich, wie man es erwartet. Leider versucht sie sich bei „Dreams Awake“ und „My Separation“ auch in einem tieferen, stärkeren Gesang, der misslingt. Es klingt, als könnte sie sich während des Singens nicht zwischen Engelsstil und Powerfrau entscheiden, sodass der Versuch misslingt.
Die männlichen Growls machen genau das, was sie sollen: einen aggressiv-energiereichen Kontrast zu Frau setzen.
Mein Highlight auf dem Album war „Being Worth“, da hier einmal ein anderer, atmosphärischer Ton angestimmt wird, der gen Ende wieder die klassischen Züge dieses Genres annimmt. „Red Winter´s Snow“ ist wegen der abwechslungsreicheren Parts zwischen Ruhe, Sturm und Sopran ein würdiger Vertreter des Gothic Metals ist.

Ich wollte eigentlich die Lyrics nicht erwähnen, aber ich muss es trotzdem tun: Diese auf diesem Album sind der deutliche Beweis dafür, dass in einer Fremdsprache mehr akzeptiert werden kann; auf Deutsch würde es einfach nur plump klingen.

Fazit: Wer Gothic Metal mag, wird Voices of Destiny in die Riege seiner Bands mit aufnehmen können. Die Musiker beweisen ihr Können und haben ein solides Album abgelegt. Für die Zukunft würde ich der Band mehr Experimentierfreude wünschen.

Laura für Lady-Metal.com