Voodoo Highway - Broken Uncle's Inn

Voodoo Highway

Band: Voodoo Highway

Album: Broken Uncle's Inn

Label: Eigenproduktion

Release Date:
24.06.2011

Genre: Classic Hard Rock

Rezensent: Chris

Tracklist:
01. Intro (From 1972)
02. Till It Bleeds
03. The Fire Will Burn Away
04. J.C. Superfuck
05. Window
06. Running Around
07. Broken Uncle's Inn
08. Heaven With No Stars
09. Gasoline Woman
10. In Fact It's The Worst

Lineup:
Federico Di Marco - Vocals, Rhytm Guitar
Matteo Bizzarri - Guitar, Backing Vocals, Breaking Guitars
Filippo Cavallani - Bass Guitar, Vocals, Backing Vocals
Alessandro Duo - Organ, Guitar, Backing Vocals
Lorenzo Gollini - Drums

Danke an Massacre Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Oft hat mich schon das Gefühl beschlichen, dass diverse Bands aus bestimmten Ländern alle gleich klingen und sich an den üblichen nationalen Größen orientieren. Mit VOODOO HIGHWAY und dem selbst produzierten Debüt "Broken Uncle's Inn" liegt jedoch eine Truppe vor, die sich deutlich von allen Luca Turilli's und Rhapsody Of Fire's der italienischen Rock-Szene distanziert.

Mit dem Intro wird klar in welche Epoche die Band den Hörer mitnehmen will. Warum 1972 gewählt wurde, ist nicht ganz schlüssig. Klar ist jedoch, dass dieses Jahr ein wichtiges für den, heute als Classic Rock bezeichneten, Hard Rock dieser Zeit war. Kansas gründeten sich, die Eagles veröffentlichten ihr Debüt-Album und der Klassiker "Smoke On The Water" von Deep Purple erschien auf dem Album "Machine Head". Und genau diese Stilrichtung ist auch der Grundstock für das Werk des italienischen Fünfers. Der Klang ist geprägt durch die allgegenwärtige Hammond-Orgel, einigen progressiven Ansätzen, melodischem Gespür und psychedelischen Strukturen. Die Originaltiät und Authentizität der 70er kann eine Kapelle im Jahr 2011 natürlich nicht mehr erreichen.

Es liegt jedoch nahe, dass dies nicht das Ziel ist. Immer wieder mischen sie Elemente der späteren Entwicklung harter Rockmusik in ihre Songs. Die gar rotzige Art des Glam Rocks, wie z.B. Slade ihn hervor brachten, scheint immer wieder durch. Dazu gibt es hier und da eingängige Stadion-Rock-Refrains der Marke Guns'n'Roses. Dabei bedient man sich offensichtlich den besten Elementen der letzten 40 Jahre Rockmusik und will dies zu einem neuen ganzen verschmelzen lassen.

FAZIT: Die Punkte Songwriting und Virtuosität könnten noch ein paar Nachhilfe-Stunden vertragen. Die Lieder sind eingängig und machen auch Freude, aber auf Dauer ist das alles vorhersehbar und wird somit eintönig. Ihr Handwerk beherrschen sie dabei solide und für diese Veröffentlichung in ausreichendem Maß. Das Gefühl und die Emotion der 70er und 80er bleibt allerdings aus. Dieses Debüt ist jedoch mehr als nur eine lieblos zusammengewürfelte Mischung. Somit kriegt man einen guten Überblick über die Musik, die viele Jahre lang den Soundtrack für rebellierende Jugendliche gestellt hat. Feiern kann man zu den Kompositionen auch. Ordentliche Scheibe, die sich leider schnell abnutzt.

Chris für Lady-Metal.com