Xerión - Cantares Das Loitas Esquecidas

Xerión

Band: Xerión

Album: Cantares Das Loitas Esquecidas

Label: Schwarzdorn Productions

Release Date: 13.08.2010

Genre: Celtic Black Metal

Rezensent: Flo

Tracklist:
01. Badaladas Funerais No Esmorecer Da Lua
02. O Espertar Do Xerión
03. A Alquímica Dexeneración Da Ialma
04. Onde A Victoria Agarda
05. Nas Verdes Fragas De Amh-Ghad-Ari
06. Cantares Das Loitas Esquecidas
07. Morte Na Iauga
08. Loitas Na Néboa
09. Pvtrefacta Anima Nostra

Lineup:
Nocturno - Guitars, Bass, Vocals & Programming
Daga - Keyboards
Iron - Guitars
O Rei Celta No Exilio - Uileann Pipe & Whistle

Danke an Schwarzdorn Productions für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

"Cantares Das Loitas Esquecidas" - "Lieder von vergessenen Schlachten" zu deutsch - nennt sich das aktuelle Album der spanischen Black Metaller von Xerión um Nocturno, der diese als Ein-Mann-Projekt startete und über die Jahre hinweg eine livetaugliche Truppe zusammenstellte. Das Album umfasst neun Songs und bietet neben gekonntem Schwarzmetall noch einen keltischen Einschlag, der nicht überhörbar ist.

Ein Intro, wie es fast schon traditionell anmutet, stellt der erste Titel "Badaladas Funerais No Esmorecer Da Lua" mit klassischem Klang von Gewitter mit Kirchenglocke und darauffolgendem mittelalterlichem Chorgesang. Ein perfekter Übergang findet sich schließlich zum zweiten Song "O Espertar Do Xerión" vor, der langsam aufgebaut wird, beginnend mit dem Bass und gefolgt von den Gitarren, dem Schlagzeug und schließlich einem einläutenden Schrei des Sängers.

Die Kombination der beiden Stile Black und Celtic, dessen musikalische Merkmale dem Pagan sehr nahe stehen, findet sich durch das ganze Album in einem gleichen Verhältnis zueinander. Das Keyboard fügt sich dazu wider Erwarten sehr dezent in die Songstrukturen, und wirkt somit niemals nervend.

Als der am vielfältigsten komponiert erweist sich mit "Nas Verdes Fragas De Amh-Ghad-Ari" als fünften Song, in welchem Nocturno sehr viele melodische sowie auch rhythmische Elemente auslebt. So herrschen schnelle Blastbeats genauso vor wie etwa ein akustischer Clean-Teil in der Mitte des Songs.
Gehörig auf die Tempotube drückt der Titel-Song des Albums, der sich somit einen optimalen Zeitpunkt ausgesucht hat, denn Nummer sieben ist im Gegenteil dazu eine wahre Bremse, zumindest die erste Hälfte. Das führende Melodieschema im langsamen Stil reicht auch durch die folgenden schnelleren Rhythmen des Schlagzeugs bis ans Ende und behält somit eine klare Linie für den Hörer bei, um an den eher schwerwiegenden ersten Teil zu erinnern.

"Loitas Na Néboa", das Cover des Songs "Nebelkämpfe" der Band Taunusheim, stellt an achter Position nicht nur durch den übersetzten Namen einen ganz eigenen Charakter im Vergleich zum Original dar und bietet folglich auch musikalisch nicht eine detaillierte 1:1-Kopie.

Fazit: Immerwieder aufs neue lässt sich ein gewisser Liedablauf feststellen, der mehrmals im Album vorkommt: eine eher ruhigere erste Liedhälfte schließt in eine brachialere, temporeichere zweite Hälfte. Songübergreifend sieht dies nach außen zwar wie ein langweiliges Muster aus, ist es aber in keinster Hinsicht, da durch die alleinige Rhythmus- und Stimmungsvielfalt eine große Abwechslung geboten wird, die dieses Album zu einem echten Geheimtipp für Schwarzmetaller, die gerne etwas Mythologie lieben, macht.

Flo für Lady-Metal.com