Year of the Goat - Angels' Necropolis

Year of the Goat

Band: Year of the Goat

Album: Angels' Necropolis

Label: Ván Records

Release Date:
07.12.2012

Genre: Psychedelic Rock

Rezensent: Chris

Tracklist:
01. For the King
02. Angels' Necropolis
03. Spirits of Fire
04. A Circle of Serpants
05. Voice of a Dragon
06. This Will Be Mine
07. I'll Die For you
08. Thin Lines of Broken Hopes

Lineup:
Thomas Sabbath - Vocals, Guitar
Per Broddesson - Guitar
Don Palmroos - Guitar
Tobias Resch - Bass
Mikael Popovic - Mellotron, Vocals
Fredrik Hellerström - Drums

Danke an Ván Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Nach der granatenstarken EP "Lucem Ferre" gibt es nun also das Debüt von YEAR OF THE GOAT. Ob 2012 wirklich das Jahr der Ziege sein wird, darauf gehe ich in den kommenden Zeilen ein. Auch hier hat das Label Ván Records die Fühler ausgestreckt und sich diesen Top-Newcomer gesichert. Und ich bin mir sicher, dass nicht nur ich, sondern viele Freunde des psychedelisch angehauchten Rocks dieses Album sehnlichst erwartet haben.

Musikalisch ist die sechsköpfige Formation in ihren spielerischen Breitengraden definitiv ganz vorne mit dabei. Ausgefeilte, vertrackte, ausufernde und detailverliebte Stücke (Angels' Necropolis, Voice of a Dragon, Thin Lines of Broken Hopes) bestehen direkt neben kurzweiligen Krachern, die ohne viele Kompromisse geradeaus gehen (Spirits of Fire, This Will Be Mine, I'll Die For You). Jedoch muss man hier auch klar anbringen, dass sich die stimmlichen Ergüsse seit der ersten EP deutlich verändert haben. Es geht weg vom düsteren Klangerlebnis dieser vier Songs, hin zu klarem Rockgesang, der immer wieder durch Background-Vocals unterstützt wird. Stellenweise bricht dieses Altbekannte dann aber doch noch durch, wie z.B. bei "A Circle of Serpents".

Das Artwork ist minimalistisch und birgt doch viele Details in sich, genau so wie die Klanggebilde von YEAR OF THE GOAT. Die Produktion ist, wie von Ván Records gewohnt, auf einem durchweg hohen Niveau angesiedelt. Da gibt es wahrlich nichts zu bemängeln.

Fazit: Der erste Eindruck dieses Longplayers war durchwachsen. Vor allem dadurch begründet, dass eine gewisse mystisch-unnahbare Note und dieser düster-bedrückende Gesang ihre Gestalt zusehends verändert haben. Nach einigen Durchläufen wuchs allerdings der Gefallen an diesem Album deutlich. Also wer schon die EP leiden konnte, sollte dem hier Gebotenen wenigstens zwei Durchläufe gönnen. Das lohnt sich vor allem von einer musikalischen Sichtweise aus, auch wenn man mit der neuen Gesangsdarbietung nur bedingt etwas anfangen kann. 2012 wird wohl nicht das Jahr der Ziege werden, jedoch dürfte sich das Album in den Top 30 der Rock-/Metal-Alben diesen Jahres durchaus seinen Platz sichern können.

Chris für Lady-Metal.com