Yggdrasil - Irrbloss

Yggdrasil

Band: Yggdrasil

Album: Irrbloss

Label: GM Music

Release-Datum: 25.04.2011

Genre: Folk Metal

Rezensent: Smash

Tracklist:
1. Höstmörkrets Natt
2. Bergtagen
3. Skaldefader
4. Irrbloss
5. Tokikvad
6. Norrland
7. Uppåkra
8. Kungabål

Lineup:
Magnus O. Wohlfart - Vocals, Guitars, Keyboard
Gustaf Hagel - Bass, Backing vocals
Benny Olsson - Guitars, Backing vocals
Jacob Blecher - Drums


Vielen Dank an Metal Message und GM Music für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

YGGDRASIL gehörten noch nie zu den Vertretern des feuchtfröhlichen Folk Metals. Ihre Kompositionen gehen mehr in die Tiefe, bauen auf Atmosphäre auf und haben durchaus auch melancholische Züge. So verfahren sie auch auf ihrem neuen Album "Irrbloss", dem dritten Longplayer in der Band-Discography.

Schon der Opener "Höstmörkrets Natt" gibt die Marschrichtung vor: es geht um die Entwicklung einer epischen Atmosphäre, die aber zwielichtig und nebelhaft ist und in der schwermütige und dunkle Emotionen verarbeitet und umgesetzt werden. Die Melodielinien verstehen zwar schon mitzureißen, allerdings muss man sich dazu auf diese Art der Atmosphäre einlassen können.

Vereinzelt gibt es harmonischere Melodie-Lichtblicke wie bei "Bergtagen", doch im Gros bleibt die Stimmung in dieser melancholischen Vorgehensweise verankert. Gelegentliche harschere Ausbrüche mit leichten schwarzmetallischen Einflüssen interagieren stimmig mit dieser Atmosphäre und verstärken die düsteren Eindrücke. Mir fehlt insgesamt aber etwas die Abwechslung, denn das Album arbeitet sich in dieser Machart voran, ohne einen wirklichen Höhepunkt zu entwickeln. Man kann sich – wenn man mit der Musik warm wird – in diese Stimmung einfühlen und sich von ihr mittreiben lassen, doch ganz große Momente bleiben auf "Irrbloss" aus.

FAZIT: "Irrbloss" ist ein typisches Album des vielschichtigen, auf tiefgründiger Atmosphäre aufbauenden Folk Metals. Das Songwriting ist solide, allerdings auch nicht mehr. YGGDRASIL bleiben auf jeden Fall ihrer Linie treu, allerdings wird den Schweden wohl auch mit diesem Release noch nicht der große Durchbruch gelingen. Da hat die diverse Konkurrenz in dem Bereich einiges mehr zu bieten.

Smash für Lady-Metal.com