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Anreise / Check In

Irgendwie haben die Macher vom WITH FULL FORCE einen Deal mit dem Wettergott. Zumindest bis Sonntag 21:30 Uhr. Wenn es schon im letzten Sommer heiß war, so war das WFF 2015 schlichtweg die Hölle. 

Sonntag 37 Grad, so die Prognose. Da hatten wir vor den Bühnen wohl locker mit 50 Grad im prallen Sonnenschein zu rechnen. Besonders die Tentstage versprach ein einziger Brutkasten zu werden.

So machte ich mich denn am Freitag gegen 09:00 Uhr auf den Weg von Berlin zur wohl härtesten Bühne Ostdeutschlands in Löbnitz (Sachsen). Mit gemischten Gefühlen und reichlich bewaffnet mit Sonnencreme.
Glücklicherweise hatten die Autobauer aus Wolfsburg mein altersschwaches Vehikel mit einer Klimaanlage versehen, so dass es zumindest bei den 160 km Fahrt hitzefrei gab.

Bereits im Vorfeld erreichte die erste Hiobsbotschaft die Fans. Der geplante Auftritt von RISE OF THE NORTHSTAR musste krankheitsbedingt abgesagt werden. Dafür wurden als Ersatz FEED THE RHIO von der Insel eingeflogen. Doch nun genug der Vorrede, auf geht’s auf dem Highway to Hell.

Tatsächlich kam ich bis zur Autobahnabfahrt Dessau Ost ohne jeglichen Stau. Warum mich mein Navi aber bereits jetzt von der Autobahn runterholte hat sich mir bis heute noch nicht so richtig erschlossen. Schulterzuckend folgte ich den Anweisungen der netten Dame im elektronischen Gerät, und kam in Bitterfeld/Wolfen durch ein gigantisches Industriegebiet (Chemiepark hört sich immer so gesundheitsgefährdend an), um dann einer Straße gen Löbnitz zu folgen, die an unzähligen Badeseen (künstlich angelegte Baggerseen) vorbeiführte und in mir nicht nur einmal den Wunsch weckte, einfach einen Zwischenstopp einzulegen und das kühle Nass zu genießen. In Anbetracht meines wieder einmal viel zu engen Zeitplans verbot sich ein derartiges Abenteuer aber von selbst.

Glücklich ist, der ein Navi hat. So sehr ich auch argwöhnisch jedes einzelne Schild am Straßenrand beäugte, Werbung für das WFF war nirgends zu finden. Hier wurde mir ein „See in Flammen“ ans Herz gelegt, dort spielte eine AC/DC-Coverband. Nun mag es sein, dass das WFF nicht unbedingt den Bewohner der Gegend als bevorzugte Zielgruppe hat und der hartgesottene Fan wusste natürlich auch ohne bunte Plakate, wo man am ersten Juli-Wochenende so richtig Moshen und Headbangen konnte, aber irgendwie hätte mir das eine oder andere Plakat doch die Sicherheit gegeben auf dem richtigen Weg zu sein. Denn …

 … Ausschilderungen, die zum WFF-Gelände hätten führen können, waren ebenso wenig zu finden. Wenn schon keine bunten Plakate so hätte ich wenigstens dreierlei Hinweisschilder erwartet. Tatsächlich fand ich dann aber doch noch eines, genau 1.4 km vor dem Check In. Für alle Navilosen Mosher sicher ein hartes Brot. Da hätte es ruhig das eine oder andere Schildchen mehr, auch schon im weiteren Umkreis, sein dürfen.

Befremdlich war auch, dass ich mich jetzt, da ich besagtes Schild endlich gefunden hatte, noch immer auf einer nahezu menschenleeren Straße befand. Nur ein einziges Auto kam mir entgegen, von einem Run auf das Festivalgelände keine Spur. Natürlich, die Pforten des WFF hatten sich bereits am Donnerstag zur Wurm-Up Party geöffnet und die meisten Besucher hatten längst ihre Zelte aufgebaut. Aber so gar niemanden zu sehen hätte ich nun auch nicht erwartet. Für alle die also, die auf die Party am Vorabend der Konzerte verzichten können, sei empfohlen erst am Freitag anzureisen, das hat auf jeden Fall einen entspannten Charakter.

So kann ich jetzt auch nicht wirklich beurteilen, wie die Zufahrt, das Check In, die Bändchenausgabe und all das Organisatorische am Donnerstag funktionierten.
Und überhaupt … leider musste meine Redakteurin aus gesundheitlichen Gründen zu Hause bleiben und so wird vieles in diesem Bericht aus Sicht des V.I.P.-Bereiches beschrieben sein. Zähneknirschend muss ich eingestehen, dass sowohl Fotos als auch Bericht unter dieser Personalunion ein wenig gelitten haben.

Eine der letzten Meldungen, die mich vor meiner Abreise erreichten, war die, dass es noch genug Karten vor Ort geben würde. Und das Versprechen vom WFF, dass keiner ohne Ticket fürchten muss, nach Hause geschickt zu werden. Interessanterweise versuchten dennoch einige Ticket(schwarz)-Händler auf der menschenleeren Straße ihre Karten an den Mann / die Frau zu bekommen. Ein aussichtsloses Unterfangen. Leider habe ich verpasst nachzufragen, was sie sich bei dieser Aktion wohl gedacht haben.

Bei der Anfahrt zum Presse-Center war ich dann wieder auf Gedeih und Verderb auf meine Navi (hoch lebe die Technik) angewiesen. Wohl konnte man den Haupteingang nun nimmermehr verfehlen, der V.I.P./Presseeingang war gleichwohl mitnichten ausgeschildert. Selbst der Security, der an den Zufahrtsstraßen wachte, konnte mir keine endgültige Auskunft geben. Doch letztlich fand ich auch so ohne größere Probleme den Weg. Ein weißer Container, in der prallen Sonne stehend, war das Ziel meiner Träume. Auch hier war von dem gefürchteten Andrang wenig zu erkennen. Die Schlange bestand lediglich aus fünf Leuten und die Abfertigung verlief zügig. Was auch notwendig war. Allein die Vorstellung hier in der knallenden Sonne Stunden auf Bändchen und Fotopass warten zu müssen, hatte etwas Ernüchterndes.
Nur um sicher zu gehen, fuhr ich noch einmal die staubige Piste zurück um den Haupteingang des Festivals in Augenschein zu nehmen. Aber auch hier herrschte gähnende Leere. Der echte Mosher rückte wohl doch schon Donnerstag an.

Nun denn, zurück auf den V.I.P.-Parkplatz und mit einem viel zu schweren Rucksack und zwei Kameras auf dem Buckel zu Fuß in Richtung V.I.P.-Zelt. Völlig durchgeschwitzt und nach Luft hechelnd  hatte ich 15 Minuten später selbiges erreicht und feierte mein Ankommen mit einer eisgekühlten Apfelschorle. Sieht man von meinen eigenen körperlichen Defiziten einmal ab, die mir den Fußmarsch zu einer Qual machten, war es letztlich doch eine entspannte Anfahrt und ein reibungsloser und schneller Check In.

Camping / V.I.P.

Als ich dann nach 30 Minuten endlich wieder in der Lage war mich zu bewegen, machte ich erst das eine, dann das andere Auge langsam auf und sah mich verstohlen um.
Das V.I.P.-Zelt war großzügig bemessen, Tische, Bänke und Stühle im ausreichenden Maße vorhanden und an der Wand hing der TV, auf dem die Konzerte der Mainstage live übertragen wurden. Und natürlich durfte die Bar nicht fehlen. Alkoholfreie Getränke, Bier, Cocktails – an Flüssigkeiten gab es fast alles, was das Herz begehrte. Eigentlich beste Voraussetzungen für Redakteure und Fotografen, wenn … ja wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär.
Denn wie schon im letzten Jahr war von einem Stromanschluss weit und breit nichts zu sehen. Aus Erfahrung klug geworden hatte ich meinen eigenen Verteiler mitgebracht und machte ich auf die Suche. Brütende Hitze trieb mir den Schweiß in die Augen und nebenbei fragte ich mich, wie es die Camper wohl fertig brachten bei solchen Temperaturen in ihren Zelten zu schlafen. Nun für die Hitze in den Zelten konnte man den Veranstaltern nun wahrlich keinen Vorwurf machen, aber ein V.I.P. / Presse-Zelt ohne Stromanschluß??? Schließlich fand ich doch noch eine Strippe, die über eine freie Steckdose verfügte. Schnell meinen eigenen Verteiler eingestöpselt, Handy und Laptop angeschlossen und der Tag war gerettet.

Im Biergarten vor dem V.I.P.-Zelt herrschten um die Abendstunden, den Umständen entsprechend, fast angenehme Temperaturen und luden zu einem Plausch unter Kollegen ein. Auch der eine oder andere Musiker ließ sich hin und wieder blicken. Und wem es immer noch zu heiß war … der V.I.P.-Bereich verfügte auch über eine eigene Wasserstelle. Wenn man sie denn fand. Denn die war in einer Ecke hinter der V.I.P.-Tribüne versteckt.

Wo wir nun schon einmal bei der Tribüne sind – sie ist und bleibt ein weiteres großes Rätsel beim WITH FULL FORCE. Einen Blickwinkel auf die Bühne bot sie quasi überhaupt nicht, da sie seitlich von ihr stand und allenfalls einen Blick auf den Platz vor die Bühne zuließ. Mit ein wenig guten Willen konnte man sich vielleicht noch an der Atmosphäre erfreuen, aber mehr war beim besten Willen nicht zu machen. Von Fotos ganz zu schweigen.

Nun mag man den Veranstalter zugestehen, dass er auf seiner eigenen Site natürlich die besten Fotos präsentieren möchte und so hatte der Haus- und Hoffotograf des Festivals auch Zugang zu Bereichen, die für alle anderen Fotografen tabu waren (was aus Sicherheitsgründen auch nachvollziehbar ist), aber leider boten sich dieses Jahr auch keine Alternativen an. 2014 gewährten freundliche Securitys auf höfliche Nachfrage noch den einen oder anderen Shot von der Behinderten-Tribüne. Dieses Jahr? Komplette Fehlanzeige. So musste der gemeine Fotomann auf spektakuläre Totalen wohl oder übel ganz verzichten. Was für mich nicht wirklich nachvollziehbar ist, denn schließlich soll das WFF ja auch über andere Kanäle promotet werden. Aber nun war es halt so, und letztlich hatten ja alle mit diesen Bedingungen zu kämpfen.

Der Rest des V.I.P.-Bereiches ist schnell abgehandelt. Ausreichend Toiletten und freundliches Personal, die selbst bei den tropischsten Temperaturen und nach unendlichen Stunden am Zapfhahn noch immer ein Lächeln für die Gäste übrig hatten. Glücklicherweise kam es auch fast nie zu längeren Wartezeiten an der Bar. Wenn es noch einen Grill gegeben hätte, wäre die Versorgung perfekt gewesen.

Und noch ein anderes Novum gibt es zu erwähnen. Wer das Festival kennt, weiß, dass das Gelände von einer Vielzahl von künstlich angelegten Baggerseen umgeben ist, die sich auch für die Möwen mitten im Flachland verantwortlich zeichnen. Immer wieder ein ungewöhnlicher Anblick, wenn diese über den Zelten kreisen. Diese Seen konnte man bis dato immer nur aus der Ferne bewundern, von Zäunen umgeben und mit Schildern versehen, die ein Bad zur Lebensgefahr machten. Wie die Veranstalter es schafften wird wohl ihr Geheimnis bleiben, aber zumindest der See, der direkt neben der V.I.P.-Zufahrt lag, war 2015 mit einem Security versehen, der das Treiben der gebeutelten Besucherschaft überwachte. Tatsächlich konnte man in diesem einem See offiziell baden, was sicher nicht nur ich mehr als dankbar zur Kenntnis nahm.

Da ich beim WITH FULL FORCE nicht selbst zelte, blieb mir der Gang über einen der Zeltplätze bei drückender Hitze nicht erspart (Schließlich sollte man ja einmal gesehen haben, von was man schreibt). Derer gab es vier, die so um das eigentliche Festivalgelände verteilt waren, dass den meisten Besuchern lange Wege zu den Tribünen erspart blieben.
Auch als sehr angenehm werden es die Camper empfunden haben, dass man sein Zelt direkt neben dem Auto aufbauen konnte. Kein lästiges reinfahren, ausladen, rausfahren, reinlatschen, aufbauen, wieder raus latschen (weil man garantiert irgendwas im Auto vergessen hat) und wieder rein. Der Nachteil ist natürlich, dass man während des Festivals nur sehr schwer mit seinem Auto vom Gelände kommt. Da aber das Mitbringen von Speisen und Getränken in beliebiger Menge erlaubt war und sich im näheren Umkreis eh weder Supermarkt noch Tankstelle befanden, konnten die meisten wohl damit leben.

Allerdings … so ein Supermarkt auf den Zeltplätzen, das wäre doch auch mal eine Idee gewesen, oder? Wer vergisst schon nicht einmal solch unwichtige Dinge wie Zahnbürste oder Grillkohle. Vielleicht mag ja einer der härtesten Mosher am Morgen ein Glas frische Milch? Oder Müsli. Wer packt schon Obst und Gemüse ein, wenn man den Platz doch für Bier braucht? Und die Brötchen für die echten Thüringer auf dem Grill liegen immer noch beim Bäcker.

Sanitäranlagen waren für jeweils zwei der Zeltplätze ausgelegt. Glaubhaft versichern konnte man mir, dass zumindest morgens um 07:00 Uhr und abends um 19:00 Uhr das Duschen kein Problem darstellte und es zu diesen Zeiten auch keine lange Wartezeiten gab. Ein Geldautomat war ebenso vorhanden wie eine Bar, einige Essstände und natürlich auch ein Bierstand. Wenn schon keine frische Milch am frühen Morgen, so doch ein kühles Blondes.
Ein wenig enttäuscht war ich allerdings von dem Frühstückszelt, in dem es nur minimale Sitzgelegenheiten gab. Eine wirkliche Frühstückskultur konnte da wohl nimmer aufkommen. Eher das belegte Brötchen abfassen, bezahlen und zurück zum eigenen Zelt. Schade eigentlich.

Der clevere Besucher hatte neben Bier, Auto und Zelt natürlich auch ein Notstromaggregat, einen Kühlschrank und seine eigene DJ-Anlage dabei. Die Bass-Boxen natürlich nicht zu vergessen.
Weihnachtsbäume, Weihnachtsmänner … Geschenke?
So ließ es sich dann sicher trotz des allgegenwärtigen Staubes noch immer 3-4 Tage gut aushalten.

Festivalareal

Mittlerweile war es schon kurz nach 15:00 Uhr. 16:05 Uhr hatte ich den ersten Fototermin auf meinen Plan, Zeit also, sich auf dem eigentlichen Festivalgelände noch einmal umzuschauen.

Die Totalen von der V.I.P-Tribüne offenbarten zu allererst Eines. Das Wetter forderte schon von Beginn an seinen Tribut. Von den ca. 30‘000 Besuchern hatten es zu dieser – zumindest für Hardcore-Fans – eher unchristlichen Zeit gerade mal ein paar Hundert auf das Areal geschafft. Da stöhnten die Händler nicht nur der Hitze, sondern auch der ausbleibenden Einnahmen wegen. Aber Händler wären keine Händler, wenn sie nicht eh immer ob der fehlenden Kundschaft kurz vor dem Ruin ständen. Zumindest ihrer eigenen Aussage nach. Unbestritten jedoch ist, dass die Standmieten 2015 noch einmal kräftig anzogen, was sich zwangsläufig auch auf die Preise niederschlug.

Wasser 2.50, Cola, Schorlen etc. 3.00 EURO. Das Standartbier ebenfalls 3.00 Euro. Auch die Speisen hatten sich im Vergleich zum Vorjahr verteuert. Noch konnte man diese Preise für ein Festival dieser Größenordnung durchaus als moderat bezeichnen, aber wenn der Veranstalter bei der Preisentwicklung nicht bald gegensteuert, wird dieser Slogan irgendwann zur Farce.
Nun mag man mir entgegenhalten, dass bei Top-Acts das Bier schon mal locker 5.00 Euro kostet. Richtig. Nur ist so ein Act nach 2-3 Stunden wieder vorbei und wer 100 Euro für eine Karte von beispielsweise AC/DC kaufen kann, der kann sich sicher auch noch 5.00 Euro für ein Bier leisten. Bei einem Festival aber, zumal bei diesen Temperaturen, da schaut die Sache schon ein wenig anders aus. Ich selbst zum Beispiel habe schon einmal mindestens 10 Getränke pro Tag gekauft und ich war noch nicht einmal betrunken. Was darin liegen mag, dass der Alkoholgehalt bei Apfelschorle wohl gleich Null ist. Aber 100 Euro nur für Getränke an drei Tagen …

Der Fairness halber muss man aber auch erwähnen, dass der Veranstalter 2015 allen Besuchern das Mitbringen von 1 Liter alkoholfreien Getränken auf das Areal gestattete. Das mag auf den ersten Blick wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirken, aber man konnte sein leeres Behältnis an den Wasserstellen ja auch kostenlos wieder auffüllen. Mit ein wenig Geduld – gerade in den heißesten Stunden konnte ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass sich mehr Leute an den Hähnen mit dem kühlen Nass, denn an der Mainstage versammelten – wäre es zumindest theoretisch möglich gewesen, diese 100 Euro zu sparen. Das Wasserkonzept an sich bewährte sich im Großen und Ganzen trotz der tropischen Temperaturen aber ganz gut, was man ja im letzten Jahr nicht unbedingt behaupten konnte. Respekt!

Das Angebot an Speisen und Getränken war exzellent. Asiapfanne, Baguette, Bowle, Brezelverkauf, Buletten, Chili, Club Mate, Cocktails, Crêpes, Currywurst, Döner, Dresdner Handbrot, Eis, Falafel, Fingerfood, Fisch, Gebratene Leber, Hähnchen, Hamburger, Haxe, Hot Dog, Kaffee, Knoblauchbrot, Langos, Met, Mutzbraten, Nudeln, Obst, Pilzpfanne, Pizza, Pommes, Pulled Pork, Reis mit diversem Gemüse, Rippchen, Rostbratwurst, Saft, Schaschlik, Schnitzelburger, Steak, Vegetarisch / Vegan …. Und das ist bei Weitem noch nicht alles gewesen.
Auch die Qualität stimmte, soweit ich das einschätzen kann. Natürlich verbot es sich ob meines Körperumfangs von selbst, all die Leckereien in ihrer Gesamtheit zu probieren.

Mühsam befreite ich mich schlürfend aus dem Schlaraffenland um ein weiteres Novum des WFF zu testen. Das groß angekündigte WLAN für alle. Kostenfrei. Dazu hatte sich das WITH FULL FORCE StarDSL-Germany als Partner ins Boot geholt. Vorbei ging es als an der Händlermeile mit einer schier unüberschaubaren Anzahl an Angeboten (u.a. von Animal Rock S.L.,ARGENT s.r.o., BDHW Clo. & Rec., Buckaneer Merch GmbH, Chameleon Clothing, Cheikh Gueye, Cosmos, Decihell, DeinShirt.de UG, DLS Merchandising, E.M.P. Merchandising Handelsgesellschaft mbH, Faris Fartussi, Festivalz, Forensick Music, Golandsky, Greenpeace e.V., GRM SHOP, Hardcore Help Foundation, King Cobra, Managment, Maxisport, Moon dance, Morbid Generation Records, One Life One Crew, PETA2 - Jugendmarketing PETA Deutschland e.V. c/o Freies Netzwerk Berlin, pop bizzart, Reality Records VZW, Rebels, riffs merchandise, Rock & Rule, Scratchwear, Seye, Shack Clothing, shop4rock, Stoff Wechsel, Timos Tarn Tempel, Underground Music Store) hin zu der jungen Dame mit den netten Lächeln. Eigentlich hätte man sich schon via Facebook für einen WLAN-Zugang voranmelden können, aber wie so vieles im Leben, hat auch das nicht wirklich funktioniert.

Überraschenderweise war ich allein am StarDSL-Stand, was mir ganz gelegen kam, hatte ich doch nicht mehr allzu viel Zeit.
„Moin“, begrüßte ich die lächelnde Dame mit unschuldigem Blick, „ich hab gehört hier gibt es kostenloses WLAN?“
„Ja, genau“
, antwortete sie mir.
„Was genau muss ich denn dazu machen?“
„Na du bekommst von mir einen WLAN-Code, dann verbindest du dein Handy mit unserem Anbieter und gibst den Code ein.“

Aha. Sie kramte aus ihrer Tasche ein kleines bedrucktes Zettelchen heraus. Plötzlich hielt sie inne.
„Wo hältst du dich denn vorzugsweise auf?“, fragte sie mich, „im Bereich des Biergartens?“ Mein Gott, sehe ich tatsächlich so versoffen aus?
„Hä?“, verständnislos blickte ich sie an, „Na überall doch. Mal vor der Bühne, mal hier hinten und ja, vielleicht das eine oder andere mal auch im Biergarten.“
Noch immer mit einem strahlenden Lächeln gesegnet erläuterte sie mir, dass StarDSL verschieden Points auf dem Festivalgelände errichtet habe. Einen hier hinten und einen weiter vorn in der Nähe des Biergartens. Und je nach dem wo man sich befand, brauchte man unterschiedliche Zugangscodes. „Na das kann ja heiter werden“, dachte ich bei mir und entschied mich letztlich doch für den Bereich des Biergartens. Zu meinem Erstaunen gab sie mir gleich zwei dieser wundersamen Codes.
„Wegen der großen Nachfrage kann es sein, dass wir dich mal rausschmeißen müssen. Dann gibst du einfach einen neuen Code ein. Deswegen gebe ich dir gleich zwei mit.“, klärte sie mich auf.
„Aber ihr könnt mich doch nicht einfach rausschmeißen“, stöhnte ich, „vielleicht schicke ich ja gerade ein Bild an meine Redaktion“.
„Ach du bist von der Presse?“. Bedeutungsvoll blickte ich auf mein blaues Bändchen und die zwei Kameras, die ich (mangels eines Safes auf dem Festivalgelände) beständig mit mir herumschleppte.
„Im Pressebereich habt ihr aber auch noch einmal einen extra Point. Der Zugangscode ist da überall ausgehängt.“
Nun, ich hatte keinen gesehen, aber wer bin ich, dass ich zweifle. Also bedankte ich mich artig, steckte die Zettelchen ein und machte mich wieder auf den Weg.

Vorbei ging es an Metal-Hammer-Stand an dem es neben Autogrammstunden und diversen Merchandising-Artikeln auch wieder den Airband-Contest zu bewundern gab.
Apropos Autogrammstunden. Tatsächlich habe ich die längsten Schlangen des Festivals bei den Autogrammstunden der beiden Präsentatoren METAL-HAMMER und IMPERICON gesehen. Alles in allem halte ich das für ein gutes Zeichen und zeigt die solide Organisation des WFF.

Das 3etagige FOH links liegen lassend befand ich mich nun endlich auf dem Platz direkt vor der Mainstage. Dieser war dreigeteilt. Fotograben und dahinter noch einmal zwei Plätze die durch Wellenbrecher voneinander getrennt waren. Als ewig nörgelnder Fotograf war mir der Fotograben bei der Höhe der Bühne natürlich viel zu schmal. Aber das könnt ihr getrost überlesen. Fotografen nörgeln ja, wie Händler, schon aus Prinzip über alles. Über das Licht, über die Bühne, über das ausbleibende Posing der Musiker … einfach über alles eben.
Die Aufteilung hinter dem Fotograben war auch klar. Der erste Teil des Platzes vor den Wellenbrechern war den Fans in der ersten (und zweiten und dritten) Reihe und dem Moshpit vorbehalten, auf dem zweiten Teil des Platzes drängten sich die nicht ganz so bewegungsfreudigen Fans.

Für mich immer wieder ein gewöhnungsbedürftiger Anblick ist die Bühne des WFF, welche bei dieser Größe nur eine Leinwand rechts neben selbiger  zu bieten hat. Irgendwie wirkt das Ganze in der Frontansicht unsymmetrisch und man sollte doch meinen, dass 30‘000 Besucher auch mit zwei Leinwänden ganz gut bedient wären. Da es aber sonst niemanden zu stören schien, ist das wohl eher eine Macke von mir. Auf der Leinwand wurde gerade wieder für eine andere Aktion des WFF Werbung gemacht. „Gebrüll gegen Müll“, soll heißen, wer einen vollen Müllsack abgibt bekommt dafür eine CD. Gute Idee. Vielleicht hat es ja der Putzkolonne ein wenig an Arbeit erspart.

Das war es so im Groben mit dem Festivalgelände. Was ich euch schuldig bleiben muss ist die Tauchstation von SONY, wo man nach Handys tauchen konnte und die Tentstage, also die Zeltbühne, wenn man dieses überdimensional Gebilde überhaupt noch Zelt nennen kann. Aber nächstes Jahr wird es ja wieder ein WFF geben.

Running Order

Freitag

Und dann ging es endlich das erste Mal vor die Bühne. 16:05 Uhr SUICIDAL ANGELS. Zumindest die vier Griechen auf der Bühne schienen nicht allzu große Probleme mit den Temperaturen zu haben (was durchaus an ihrer südländischen Herkunft gelegen haben mag) und legten sich schon mal ordentlich ins Zeug. Technisch spielten sie im Vergleich zu anderen Bands auf durchaus hohem Niveau, doch so leidenschaftlich sie ihr Trashmetal auch von der Bühne ballerten, die müde Zuhörerschaft konnte sie kaum aus ihrer Lethargie reißen. Selbst die härtesten Hardcore-, Punk- und Metalfans lagen größtenteils an den wenigen schattigen Plätzen des Geländes antriebslos herum oder blieben gleich in ihren Zelten. Tatsächlich habe ich bei einem WITH FULL FORCE noch nie so wenig Leute vor der Mainstage gesehen.

Kurze Erholung - zumindest der Fotograben lag im Schatten, und sparte den gebeutelten Fotografen so einiges an UV-Strahlen, dann ging es in ins Zelt vor die Tentstage.

17:05 Uhr Betraying The Marttyrs, eine der wenigen Bands die ihren Metal und Deadhcore (oder irgendwas zwischendrin halt)  mit epischen Keyboardklängen unterlegen. Im Schatten der Zeltbühne herrschten wesentlich angenehmere Temperaturen. Die offenen Seitenwände sorgten dafür, dass kein Hitzestau entstand und die hier, in wesentlich größerer Anzahl als vor der Mainstage, versammelten Fans sorgten dafür, dass schon mal so etwas wie Festivalstimmung aufkam. Auf der Bühne selbst wurde Wasser gespuckt, mit dem Keyboard getanzt, Luftsprünge vollführt und das Publikum quasi reanimiert. Mit Erfolg. Für mich einer der starken Auftritte auf dem WFF. Danach gönnte ich mir erneut eine kurze Pause. Schließlich würde es ab 18:30 Uhr ziemlich stressig werden.

Auf dem Weg ins V.I.P.-Zelt bot sich mir auf dem Gelände noch immer das bekannte Bild. Nur die Härtesten der 30.000 Besucher kämpften sich durch die Staubwolken und der Moshpit vor der Mainstage wirkte gleichfalls noch immer lahm. Die Wasserstellen hingegen waren gut belagert und die allseits beliebte Erdbeerbowle floss in rauen Mengen.

Dass ich auf PRO PAIN verzichtet habe, mag sich im Nachhinein vielleicht als Fehler herausgestellt haben. Denn soweit ich das am TV im Pressebereich verfolgen konnte, gab es einige gute Gitarrensoli und eine solide Lichtshow. Trotzdem fanden sich auch jetzt noch nur die wirklich Hartgesottenen vor der Bühne.

18:30 Uhr Mainstage. Fair Factory. Die Sonne näherte sich langsam dem Horizont und die Amis hatten neben alt Bekannten auch schon den einen oder anderen Song von ihrem neuen (am 7.August erscheinenden) Album “Genexus” in der Setlist. In neuer Formation zelebrierten sie einen starken Sound und gnadenlosen Industrial Death. Nun endlich wurde es auch vor der Mainstage etwas voller. Wenn bisher selbst Lieblingsbands bewusst verpasst oder allenfalls im Liegen erlebt wurden, schien das WFF jetzt langsam zu erwachen.

Im Laufschritt (na ja nicht wirklich - aber es liest sich halt besser) ging es zurück zur Tentstage, wo uns 19:05 Uhr Booze & Glory ihre Aufwartung machten. Angekündigt als eine knallgeile Oi!-Skin-Band sorgten sie in dieser Eigenschaft für tolle Stimmung und einen hohen Mitmachfaktor im Zelt. Mitsingen und Spaß haben war angesagt.

Das erste Mal ging es hier musikalisch weg vom reinen Metal und Core. 2014 hatte das WFF ja mit Motörhead und Vollbeat zwei Headliner aufgeboten, die auch nicht unbedingt der Szene zuzurechnen waren. Das sparte man sich in diesem Jahr und blieb, was die Headliner-Slots anging, sozusagen “unter sich”. Welches das bessere Konzept ist mag ich an dieser Stelle nicht beurteilen. Zweifelsohne zieht ein Top-Headliner aus dem (beispielsweise) Rock’n’roll-Bereich noch einmal ein paar Tausend Tagesbesucher, aber ob sich das dann wirklich auch finanziell rechnet, steht auf einem anderen Blatt. Zumal der Hardcore-Fan seine Meinung zu solchen Acts mit Abwesenheit und Ignoranz dokumentiert.

Die Temperaturen wurden langsam etwas angenehmer, der Stress blieb. Ohne Pause zurück vor die Mainstage. 19:45 Uhr Terror. Eigentlich war die Vorankündigung schon Visitenkarte genug: “Wer Sinnlichkeit sucht, ist bei diesem Wutklumpen völlig falsch: Terror drückt dich roh, direkt und ohne jedes Gelaber mit der Kauleiste tief in den Dreck vor der Bühne, um dann auf deinen Hinterkopf herumzutrampeln.

Nun mag man von Terror halten was man will, Fakt ist, neben dem derben Hardcore auf der Bühne und einer ordentlichen Show gab es endlich auch ein nicht zu übersehendes Lebenszeichen der Crowdsurfer- und Moshfraktion. Jetzt waren auch die Securitys im Graben das erste Mal richtig gefragt. Während der Großteil dieser ihren Job mit Professionalität und Abgeklärtheit erledigten hatte man vereinzelt das Gefühl, dass Einige ihre Berufung eher darin sahen, die Crowdsurfer, die es schafften bis zum Graben zu “surfen“, zu bestrafen, denn für ihre Sicherheit zu sorgen. Das von diesen übereifrigen Sicherheitsmenschen auch mit den Fotografen nicht gerade zimperlich umgegangen wurde, ist dabei nicht wirklich was Neues.

Nebenbei gesagt ist Terror live um Klassen besser als auf den bisher veröffentlichten Alben. Wie auch immer. Spätestens jetzt hatte das WFF 2015 endgültig begonnen.

Enter Shikari um 19:05 Uhr auf der Tentstage habe ich schweren Herzens ausfallen lassen. In meinem Alter braucht man schließlich auch mal Erholung.

Gegen 21:05 Uhr (ja, der Zeitplan wurde noch immer zu 100 Prozent eingehalten) ging es auf der Mainstage weiter mit Carcass.

Die Fraktion der Mosher war bei den Briten im Vergleich zu Terror nicht ganz so zahlreich, was sie lapidar damit kommentierten: “Ihr wisst genau warum wir so eine kleine Crowd haben - weil Carcass-Fans keine Idioten sind!” Was vielleicht nicht ganz so bierernst gemeint war, entbehrt trotzdem nicht einer gewissen Wahrheit. Anspruchsvolle Riffs und eine gute Leadgitarre verschmolzen mit dem Leichenwassergegurgel  von Jeff Walker zu einem Extrem-Metal, bei dem man nicht nur Moshen sondern durchaus auch mal zuhören konnte.

Pause und 22:35 Uhr zurück vor die Mainstage. Parkway Drive - der Headliner des Abends. Mit einer riesigen Wolke aus Konfetti und Luftschlangen eröffneten sie ihren Gig. Der Platz vor der Bühne war brechend voll und jetzt konnte man den Veranstaltern die angestrebte Besucherzahl von 25’000 - 30’000 auch abkaufen. Die Stimmung war des Festivals würdig und eine wahre Flut an Crowdsurfern rollte in Richtung Bühne. Schwerstarbeit für Securitys. Auch für die Fotografen wurde es zu einer Tortur zu dem einen oder anderen wirklich guten Shot zu kommen. Es gab viel Feuer, vermummte Bengalos und diesmal auch zahlreiche Circle-Pits vor der Bühne. Songs wie “Horizons”, “Carrion” etc., aber auch die neue Hit-Single “Vice Grip” animieren das Publikum zu Sprechchören und ausgelassener Stimmung. Und trotzdem:

Für mich wirkten die Australier ein wenig zu abgeklärt und defensiv. Etwas schneller und härter hätte es da teilweise schon zugehen können. Die Meisten sahen die Parkway Drive jedoch als einen würdigen Headliner und ich verabschiedete mich nach Belphegor, der ersten Band in der Knüppelnacht, in meinen wohlverdienten Ruhestand.

Samstag

Wer meinte der Freitag war so hart, dass es kaum härter ginge, der sah sich schon in den frühen Morgenstunden des Samstags getäuscht. Ja, es ging noch schlimmer, noch heißer. Das Leben ist hart, wir sind härter. Also auf ein Neues.

Wieder ging es vorbei an den unzähligen Badestellen, einem Yachthafen, Hotels und irgendwie drängte sich mir die Frage auf, warum man das WFF nicht in eine dieser zivilisierteren Gegenden ansiedelte. 30’000 Leute an vier Tagen, das wäre doch schon mal ein ordentlicher Wirtschaftsboom für die Gegend. Und auch der Fan würde sich beim Verlassen des Festivalareals endlich mal nicht im (quasi) Niemandsland wiederfinden. Nun ich bin mir sicher, an den Veranstaltern des WFF liegt es bestimmt nicht. Ich mag mich hier nicht in Politik üben, dafür bin ich eh ungeeignet, aber dass der gemeine Metal-Fan um Welten besser ist als sein Ruf, sollte sich mittlerweile auch bis in die Rathäuser dieses Landes herumgesprochen haben.
Tatsächlich gab es auch auf dem WFF 2015 keine gravierenden Zwischenfälle, die den Anzugträgern und „Möchtegernweltverbesseren“ in die Hände gespielt hätten. Sieht man mal von einem kleinen Zwischenfall Samstagnacht im V.I.P-Zelt ab (über den wir hier höflich den Mantel des Schweigens breiten wollen), der schnell unter Kontrolle gebracht wurde.

Und wo wir schon mal bei der Infrastruktur der Gegend sind. Für alle genervten Camper, die auf das Feeling eines Festivalcamps verzichten können, sei hier einer der vielen Zeltplätze in der näheren Umgebung empfohlen. Zumeist an den Ufern eines Sees liegend, sollten da das Duschen und das Befriedigen anderer menschlicher Bedürfnisse wesentlich entspannter ablaufen. Nun ich bin alt, vielleicht ja ein Geheimtipp für ältere Fans.

Als ich den mir bekannten Weg zum V.I.P.-Parkplatz einbiegen wollte, wurde ich von einem Security höflich aber bestimmt gestoppt. Die Zufahrtswege wurden über Nacht kurzerhand geändert und der gestern noch gültige Weg war heute gesperrt. Also hieß es umdrehen, mit dem Auto ca. zwei Kilometer zurück und über andere Pfade hin zum Festivalgelände. Das mag, so man mit Auto unterwegs war, nicht wirklich ein großes Problem gewesen sein, für besucherfreundlich halte ich das jedoch keineswegs. 

Bevor ich mich erneut ins Getümmel stützte, noch ein kleiner Zwischenstopp im Pressecenter. Laptop an und geschaut, was es so Neues in der Welt gibt.
Im Übrigen habe ich mich letztlich doch für den Pressezugang in Punkto Internet entschieden und auf jegliche Selbstversuche mit verschiedenen LogIn-Points und Codes verzichtet. Die Verbindung war relativ stabil, aber so stabil sie auch war, so langsam war sie auch. Ein Bild von 1 MB zu uploaden würde maximal in einem Zeitfenster von 30 - 60 Minuten funktionieren und so verzichtete ich auch dieses Jahr unwillig auf zeitnahe Live-Bilder via Facebook.

15:00 Uhr, Mainstage. Dr. Living Dead. In ihren Totenkopfmasken ganz nett anzuschauen, eine wirklich große musikalische Zukunft wage ich den Briten allerdings nicht zu prognostizieren. Erstaunlich aber war es wieder einmal zu sehen, wie schnell aus 50, 500 Menschen werden. Ein paar Riffs angespielt und wie von Zauberhand erschienen die Fans vor der Mainstage. Um Vorherzusagen, dass es um diese Uhrzeit nicht viel mehr werden würden, dazu musste man nun wirklich kein großes Orakel sein. Es war drückend heiß. So blieb auch jeder Versuch das Publikum in Bewegung zu bringen vergeblich.

Gleich nach den obligatorischen ersten drei Titeln ging es im Sauseschritt rüber zur Tentstage und den Schatten des Zeltes. 15:20 Uhr Texas in July. Doch auch unter dem Kuppeldach steigen die Temperaturen nun stetig, so dass sich Texas in July nicht nur mit einem wirklich grottigen Sound und dem Verlust ihres Gitarristen auseinandersetzen mussten, sondern auch mit einem immer lethargischer werdenden Publikum. Sie gaben alles, standen aber mehr oder weniger auf verlorenen Posten, gleichwohl sie noch ab und an Stimmung in den Laden brachten.

Den Schatten nun nicht mehr verlassend, hielt ich mich die meiste Zeit im Pressezelt auf und verfolgte die nächsten Bands via Bildschirm. Viel kann ich dazu nicht sagen, da auch meine Konzentration mehr und mehr nachließ. Was mit aber auffiel war, dass die Kameraführung dieses Jahr nicht wirklich professionell war. Das mag zum Teil vielleicht auch dem Wetter geschuldet sein - egal wo man hin man blickte, man sah nur noch geschundene und erschöpfte Menschen - trotzdem gibt es da sicher noch Spielraum nach oben.

Gegen 17:10 Uhr wagte ich mich wieder nach draußen. Erneut vor die Tentstage. Serum 114 - deutschsprachiger Punkrock aus Frankfurt/Main. Für mich eine gute Band mit guter Musik und guter Show. Dass sich mittlerweile die meisten Fans in schattenspendenden Zelt in der Waagerechten befanden, machte es den Frankfurtern nicht einfacher. Trotzdem meisterten sie ihren Act mit Bravour.

Kurz nach Sechs gab es dann aber keine Ausreden mehr. War die Sonne auch noch so unnachgiebig, 18:30 Uhr Eskimo Callboy war ein unbedingtes MUSS. Der Kaspercore-Allesmögliche-Mix aus Castrop-Rauxel wurde mit einem keulenschwingenden Plüschhasen eröffnet und verwandelte im Anschluss die Mainstage in eine Partybühne. Es wurde gesungen, geklatscht, getanzt. Die Crowdsurfer, begaben sich wieder “on Tour”, die Circle Pits erwachten zum Leben. Sogar zwei Schlauchboote wurden gesichtet. Nach hinten raus schien den Feiernden allerdings ein wenig die Luft auszugehen. Aber sicher fand Eskimo Callboy auch unter den kritischen Augen von ALF ATOR, der sich unauffällig ins Publikum mischte, wohlwollende Zustimmung.

Wieder Stress. 19:15 Uhr Toxpack aus Berlin. Und damit man nicht aus der Übung kommt, wieder auf der Tentstage. Laufen, Schwitzen, Laufen, Schwitzen … zwischendrin ein paar Fotos. Für was braucht man eine Diät, wenn es das WITH FULL FORCE gibt? Deutschsprachiger Punkrock, ordentlich präsentiert und das immer noch hitzegeschädigte Publikum teilweise wiederbelebt. Mehr war wohl auch nicht drin.

Keine 30 Minuten später wieder vor der Mainstage. 19:45 Uhr Agnostic Front. Doch bevor es losging, gab es erst einmal richtig Verwirrung. Auf der Leinwand stand plötzlich, dass Agnostic Front nicht viertel vor Acht, sondern erst 21:00 Uhr spielen würden. So weit, so gut. Das eigentliche Ärgernis aber war, dass Kreator plötzlich ganz aus der Running Order verschwunden war. Lange Gesichter. Fragen. Als die Mitbegründer des New York Hardcore schließlich doch 19:45 Uhr die Bühne betraten erleichtertes Aufatmen. Wohl doch nur ein Versehen.

Agnostic Front, die nach 30 Jahren Bandgeschichte noch immer nichts von einem Stilwechsel halten (warum auch?), lieferten wieder ein Show ab, die manche Nachwuchsband vor Neid hätte erblassen lassen. Neue Songs, alte Hits (die tausende im Chor mitsangen) - gewohnt routiniert feuern sie ihre Riffs in die Menge. Der Moshpit vor der Bühne lebt wieder.

Was es dann ab 21:00 Uhr auf der Mainstage zu sehen und zu hören gab, bedarf eigentlich keiner weiteren Worte. Trash-Legende Kreator, starten ihr “Enemy Of God” gleich mal ordentlich mit Konfetti und Feuer. Mit LED-Leinwänden, Feuer und Rauch geht es zu den Klassikern wie “Extreme Aggression” oder “Phobia” weiter. Die bis dato besten Show-Effekte des Festivals. Selbstredend hatten Kreator mit einer Anfangszeit von 21:00 Uhr dazu auch beste Bedingungen. Das Leidwesen vieler Bands auf solchen Festivals ist ja, dass 75% von ihnen im grellsten Tageslicht spielen müssen. Da verpufft jeder noch so gut gemeinte Licht- oder Pyroeffekt einfach mal ungesehen im Nirwana.

Die nahezu perfekte Show der wohl größten deutschen Trash Metal Band geriet dann allerdings doch noch ins Stocken, als ein Flammenwerfer sich verselbstständigte und einfach weiter brannte. Erst ein Bühnentechniker rettet die Situation mit einem beherzten Handgriff.

Und damit es nicht zu langweilig wurde, verselbstständigte sich in der darauf folgenden Umbauphase auch gleich noch mal eine Luftschlangenkanone. Die war eigentlich für Heaven Shall Burn gedacht und musste nun wohl erst noch einmal nachgeladen werden, während die Bühne komplett eingesaut war und die Lichtträger von dem unfreiwilligen Behang befreit wurden. Jedenfalls dauerte der darauf folgende Soundcheck ungewöhnlich lange. Und … war auch noch völlig umsonst. Denn irgendwie brachten die Amps nicht das, was sie bringen sollten, so dass die einzige Festivalshow 2015 der Thüringer insgesamt ziemlich kraftlos wirkte.

Das Publikum liebte Heaven Shall Burn trotzdem (schließlich wurden sie ja sogar noch vor Slayer zur Wunschband Nr. 1 gewählt) und so war es nicht verwunderlich, dass auch vor der Bühne der Bär steppte. Die “Wall of Dead” hatte zwar anfänglich ein paar Schwierigkeiten aber nach der unmissverständlichen Ansage von der Bühne “Was ist das denn hier?  Wir sind hier beim With Full Force und bei Heaven Shall Burn … und das hier sieht aus wie eine Wall of Death in Fusion.”, funktionierte es denn doch. Crowdsurfer jetzt wieder in schier unendlichen Mengen und ein gigantisches Circle Pit, welches sich diesmal gar bis hinter das FOH erstreckte. Doch bei all der Euphorie konnte ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass der Headliner-Slot für die Thüringer ein wenig zu früh kam. Hektische, im starken Akzent vorgetragene Ansagen und ein sich unendlich wiederholendes in die Massen geschrienes “WITH FULL FORCE” verliehen dem ganzen Auftritt einen etwas provinzialen Charakter. Der starke musikalische Auftritt wurde von einem matschigen Sound zudem ziemlich beeinträchtigt.

Was folgte war das obligatorische Feuerwerk, das ich mir schenkte um rechtzeitig im Zelt und bei Knorkator zu sein.
Die Berliner Opern-Metal-Fuzzis erfüllten alle Erwartungen zu 100 Prozent und zählten ohne jeden Zweifel zu den Top-Acts des Festivals. Und das wohl mittlerweile schon zum 12. Mal, wenn ich mich nicht verzählt habe. Hand in Hand betraten sie die Bühne und warteten dann erst mal artig ab, bis das Feuerwerk zu Ende war. Warum kann ich mir leider nicht so richtig erklären, denn beim besten Willen hätte keiner mehr vor die Bühne gepasst. Selbst außerhalb des Zeltes drängten sich die Besucher in mehreren Reihen um doch noch den einen oder anderen Blick auf das Chaos auf der Bühne zu erhaschen. Stumpen vertrieb uns derweil die Zeit mit einem Gedicht, dessen Wortlaut hier wiederzugeben unschicklich wäre. Für ganz Neugierige: Es ging um “genitale Verkrustungen.” Dann ging das Gesangsgenie mit seinen Mannen in die vollen. Die Mannen, die ab dem zweiten Titel von Jen Majura an der Rhythmusgitarre unterstützt wurden, und die standesgemäß von Stumpen mit einer Dusche begrüßt wurde.
Ob “Ding inne Schnauze”, “Schüchtern” oder “Alter Mann” das Zelt ging vom ersten Song an ab und die Party konnte tatsächlich nur von der Zeit und der Running Order beendet werden. Dass Stumpen dabei auf der Bühne herumturnt wie ein Teufel (diesmal gar von einem unfreiwilligen Absturz von der Bassbox gekrönt), sich in Handständen übt, dass Alf Ator mit seiner mit Keyboards vollgestopften Gehhilfe gemächlich über die Bühne rollert und Basti Baur ohne Zigarette wohl gar nicht mehr überlebensfähig ist, ist so herrlich schräg und schön, dass man sich gar nicht daran satt sehen und hören kann. Denn bei allem Klamauk, der Sound ist hervorragend und die Musiker allesamt Meister ihres Fachs.  Ob danach Alf Ator’s Sohn “Böse” growlt, ob Stumpen in einem Plastikball über die Menge hüpft, oder ob auf der Bühne mal eben Badminton gespielt wird. Knorkator ist und bleibt ein Unikum.

Auf dem Weg zu meinem nächtlichen Domizil werde ich mal darüber nachdenken, warum wohl Knorkator im staubigen Zelt, statt standesgemäß auf der Mainstage spielen musste. Und warum am Sonntag unter anderem Suicide Silence das gleiche Schicksal ereilte. Eine Antwort auf diese Frage - so fürchte ich - werde ich wohl nicht finden.

Sonntag

Zwei Tage extremster Hitze hatte ich nun in den Knochen, aber im Gegensatz zu anderen Besuchern konnte (und wollte) ich das Festival natürlich nicht vorzeitig verlassen. Einige machten sich tatsächlich schon auf den Heimweg.
Dass mein Geschreibsel nach der bisherigen Tortur nun aber auch meinen eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht wird, mag man mir an dieser Stelle nachsehen.

14:50 Uhr auf der Mainstage ging es los mit Kontrust. Hätte ich allerdings gewusst, was mich mit dieser österreichischen Crossover-Attacke erwartet, ich hätte noch ein paar Stunden in meinen kühlen Hotelzimmer verbracht. Angetreten mit zwei Drum-Sets und Sänger + Sängerin, vermochten sie kaum jemanden zu überzeugen. Was genau sie spielten (irgendwie von allem etwas) hat sich mir nicht erschlossen, auf jeden Fall aber wäre ich wohl besser beraten gewesen, hätte ich mich für die darauffolgenden Born From Pain entschieden.
Immerhin schafften es wenigstens die Holländer eine ansehnliche Menge in den Glutofen vor der Mainstage zu locken.

Schatten, Schatten, Schatten und jede Menge Apfelschorle, bis es 16:45 Uhr mit Obituary weiter ging. Wieder auf der Mainstage. Mit „zurück in die Achtziger“ könnte man den Sound der Florida-Death-Metal Legenden wohl am besten umschreiben. Und irgendwie scheint ihnen die Hitze so gar nichts auszumachen. Die Band ist schon beinahe unverschämt gut gelaunt und zeigt eine wirklich beachtliche Show.

Haudegen um 17:15 Uhr, mochten vielleicht nicht so richtig in Hardbowl-LineUp der Tentstage passen, aber die Ostberliner konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Dass das nicht nur ich so sah, zeigte die Stimmung im Zelt. Neue Songs aber auch Altbewährtes („Ein Mann, ein Wort“) animierten zum Mitsingen und so hatten Hagen und Sven, unterstützt von den Straßenrock-Riffs der Band, wenig Mühe sich in die Herzen der Zuhörerschaft zu singen und zu spielen. Authentizität – wahrscheinlich eines der großen Erfolgsgeheimnisse von Haudegen.

Gleich im Anschluss wieder zurück vor die Mainstage, auf der 17:45 Uhr Arch Enemy mit ihrer charismatischen Sängerin Alissa White-Gluz und mit ihrem Melodic Death Metal Spielfreude pur offerierten. Für das musikalische Feuerwerk, was da auf der Bühne abgebrannt wurde, reagierte das Publikum – was sich zumindest sehr zahlreich eingefunden hatte – ein wenig zurückhaltend. Bei Songs wie „War Eternal“ oder „Anthems Of Rebellion“ sprang der Funke dann aber doch über und es wurde abgefeiert, soweit das die Kräfte noch zuließen. Trotz unzähliger Touren und Festivalauftritte zeigte Arch Enemy keinerlei Verschleißerscheinungen und ließ auch keine Routine in ihrem Set aufkommen. Ein weiterer Top-Act des Festivals.

Meine eigene Running-Order hatte ich ob des übermäßigen Kräfteverschleißes auch noch einmal ordentlich zusammen gestrichen. Upon a Burning Body, Chelsea Grin und auch Sick of it All mussten daran glauben, was unter „normalen“ Umständen fast schon an Frevel grenzt.

An den Extrem-Metal-Vorreitern von Lamb Of God bin ich dann natürlich aber doch nicht vorbei gekommen. 19:00 Uhr Mainstage. Diese präsentierten eine ausgewogene Best Of–Setlist mit Titeln wie „Walk With Me In Hell“ oder „Redneck“, die durch neue Songs wie „512“ und „Still Echoes“ ergänzt wird. Die Fans gaben alles, ganz zum Kochen brachten die Hardcore-Sympathen aus New York das Publikum allerdings nicht. Dafür richteten sich immer mehr besorgte Blicke gen Himmel, an der eine bedrohliche Gewitterfront aufzog. Auffrischender Wind, trübes Licht - das alles verhieß nichts Gutes. So richtig wahr haben will es aber noch keiner. Man macht sich gegenseitig Mut. Schließlich soll es ja auch schon Gewitter gegeben haben, die harmlos vorbeigezogen sind. Doch im tiefsten Inneren wusste wohl jeder, dass das nur Augenwischerei war.

War ich bisher mit der Organisation und dem Ablauf des WFF durchaus zufrieden, konnte ich bei meiner Rückkehr in den V.I.P-Bereich nur noch erstaunt die Augenbraue nach oben ziehen. Ungläubig starrte ich auf das V.I.P./Presse-Zelt, welches vor meinen Augen geschlossen wurde. Liebe Organisatoren, neben dem fehlenden Stromanschluss für die schreibende und fotografierende Zunft, gibt dieses vorzeitige Schließen des Zeltes einen ganz dicken Minuspunkt. Denn mit dem sich ankündigenden Unwetter hat das nichts zu tun.

So wurde es 20:40 Uhr als die Tentstage das letzte Mal im Jahre 2015 gründlich in Schutt und Asche gelegt wurde. Und zwar von keinem Geringeren als Suicide Silence, denen ich eher einen Headliner-Slot auf der Mainstage zugesprochen hätte, denn ein (noch) staubiges Zelt.
Die Deathcore-Veteranen ließen keine Wünsche offen und ballerten einen Hit nach dem anderen von der Bühne. Dabei headbangt Sänger Eddie Hermida (der Mitch Lucker, welcher 2012 bei einem Motorradunfall ums Leben kam, ersetzte) fast mit der Stirn auf dem Boden. Zwischenzeitlich von Gastsänger Alex Koehler (Chelsea Grin) unterstützt springt der Spaß von der Bühne ohne Schwierigkeiten auf das Publikum über und dokumentierte sich jetzt in einem riesigen Circle Pit, der sich um vier Zeltsäulen schlingt.
Dabei lässt sich Suicide Silence auch von aufgeregten Securitys nicht stoppen, die händeringend darum bitten, die Bühne zu verlassen, da sich ein Hagelsturm ankündigt. „Kein Sturm kann uns stoppen“, der lapidare Kommentar von der Bühne und weiter geht es mit dem Titeltrack des neuen Albums „You Can’t Stop Me“, was wie die Faust aufs Auge passt.  Nach „You Only Live Once“ ist dann aber doch Schluss und das WITH FULL FORCE 2015 Geschichte.

Aufkommender Sturm versetzt die Helfer in hektische Betriebsamkeit. Planen werden gelöst um ein fortfliegen zu verhindern, Schirme abgebaut. Noch während sich das Publikum vor der Mainstage sammelt um die Headliner des Abends IN FLAMES zu erleben, fielen die ersten Tropfen. Staub wirbelte auf und der Sturm ließ so manches Zelt durch die Lüfte flattern. Das Gewitter war unausweichlich. Aus Erfahrung klug geworden, wurde der Auftritt von IN Flames zunächst verschoben und letztlich ganz abgesagt. Allen Besuchern wurde ans Herz gelegt, so schnell als möglich ihre Fahrzeuge aufzusuchen. Wenn auch bedauerlich, so doch durchaus verständlich. Eine richtige Entscheidung, die zeigte, dass die Veranstalter aus den Fehlern des letzten Unwetters gelernt hatten und sie die Sicherheit der Besucher über alles setzten.

Eine schier unendlich erscheinende Schlange aus roten Rücklichtern der Autos, die das Gelände in nunmehr strömenden Regen und in von Blitzen geschwängerter Luft verließen, war mein letzter Eindruck vom 2015er Festival.

Fazit

Zitat Opens external link in new windowWITH FULL FORCE:

Wir haben sicher eins der härtesten Full Force Feste aller Zeiten durchgemacht und Ihr habt uns wieder einmal extrem beeindruckt! 4 brutal heiße Tage, die jeden auf dem Platz, ob vor oder hinter den Bühnen, an seine Grenzen gebracht haben. Ihr habt dennoch das Letzte aus Euch raus geholt und für unglaubliche Stimmung auf dem Platz gesorgt. Rücksichtsvoll, verständnisvoll und besonnen habt Ihr agiert und reagiert und wir schulden Euch dafür ein dickes Danke. Wir mussten, nachdem sehr kurzfristig erhebliche Unwetter über einen Zeitraum von ca. 3 Stunden angekündigt worden sind, leider die letzten 4 Konzerte absagen. Wir werden auf jeden Fall versuchen, die Auftritte der Bands In Flames, Eisbrecher, Rotting Christ und The Ruins Of Beverast nachzuholen. Glücklicherweise ist niemand bei den Unwettern zu Schaden gekommen und auch die Einsätze der Sanitäter während des Festivals haben sich im normalen Rahmen bewegt. Das freut uns sehr und zeigt, wie besonders unser Full Force Publikum ist! Unser aufrichtiger Dank geht aber auch an das gesamte Team des WFFs, an alle Securities, Sanitäter, Crewleute, Gastromitarbeiter, Polizei, Feuerwehr, Künstler und alle, die es ebenfalls verdient haben, hier aber nicht erwähnt worden sind. Wir sind stolz, solch eine Familie seit 22 Jahren um uns herum zu haben. DANKE!!!

Dem ist nichts hinzuzufügen außer vielleicht:
Das WITH FULL FORCE ist und bleibt ein MUSS für jeden Metal-Fan!

 

Wer sich selbst noch ein Bild vom Festival machen möchte, dem sei am 19.08.2015 um 23:35 Uhr der Rockpalast im MDR Fernsehen ans Herz gelegt.